Musste der Hund bei dir direkt von Anfang an alleine bleiben? Ich finde es nicht ungewöhnlich, dass er erstmal Trennungsangst entwickelt, wenn er gerade frisch aus seiner gewohnten Umgebung gerissen wurde und seine neue Bezugsperson ihn dann wieder alleine lässt.
Ehrlich gesagt verstehe ich sowas auch nicht so richtig. Bei mir ist die Kasse auch knapp, aber bevor der Hund einzog, hatte ich ein paar Rücklagen zusammengespart für den Fall, dass irgendetwas Unvorhergesehenes passiert. Im Hinterkopf hatte ich dabei den Tierarzt, letztlich ist das Geld aber bei uns wegen des gleichen Problems für Betreuung draufgegangen. Was machst du denn, wenn der Hund mal ernsthaft krank wird, wenn du nicht einmal ein paar Wochen Betreuung finanzieren kannst?
Die Antibellhalsbänder halte ich in so einem Fall für komplett am Ziel vorbeigeschossen. Erst einmal geht es doch darum, dass der Hund lernt dir zu vertrauen.. dass er lernt, dass du immer wieder zurück kommst und seine Aufregung unbegründet ist. Bei einem Hund mit Trennungsangst bewirkt so ein Halsband im besten Fall überhaupt nichts oder verstärkt im ungünstigsten Fall sogar noch den Stress. Ich habe bei meiner Hündin auch begonnen aversiv gegen das Bellen zu arbeiten, aber erst, als ich mir zu 100% sicher war, dass sie aus Frust und nicht aus echter Angst so ein Theater macht.
Vielleicht findest du ja im Bekanntenkreis, in der Nachbarschaft oder meinetwegen per Aushang im Supermakt jemanden, der deinem Hund für ein paar Wochen kostengünstig oder sogar umsonst Gesellschaft leisten kann, wenn du weg bist? Vielleicht tierliebe Renter, die gerne ein paar Stunden sitten, oder Jugendliche, die keinen eigenen Hund halten dürfen, aber gerne Zeit mit Hunden verbringen? Ist nur eine Idee.. ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall alle Hebel in Bewegung setzen, um irgendeine Betreuungsmöglichkeit zu finden, sonst kann das Training schlichtweg nicht funktionieren.