Mit Mountainbikern kenne ich das auch. Meinem Hund traue ich zu, da rechtzeitig aus dem Weg zu springen, allerdings ist genau DAS der Grund, wieso ich ungern mit Schleppleine in den Wald gehe. Es gibt durchaus einige Ecken, wo Schleppleinentraining uns nochmal gut tun würde, aber wenn mal einer von diesen Irren in die Schleppe donnert, ist mir das einfach zu gefährlich (für den Hund - der Radfahrer ist selbst schuld :D). Zumal ich auch gar nicht wüsste, wer dann "schuld" wäre rein rechtlich und für den Vorfall aufkommen müsste.
Beiträge von Deliara
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Ich persönlich finde Herrchen und Frauchen viel gruseliger

Meine Schwester hat sich von Anfang an scherzhaft als "die Tante" bezeichnet und als Hundchen irgendwann darauf reagierte, fing es irgendwie an, dass meine Mutter als Oma bezeichnet wurde (sie hasst das übrigens, aber Hundi flippt aus, sobald er das Wort Oma hört, und hat das unwiderruflich abgespeichert :D). Naja, und ich selbst muss zu meiner Schande gestehen, dass mir auch immer mal wieder Sätze wie "guck mal was die Mama dir Feines gekocht hat" rausrutschen. Ich finds furchtbar und wollte nie nie nie die Mama meines Hundes sein, aber es sprudelt manchmal einfach raus

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Mir fällt gerade ein, dass eine Freundin von mir früher auch nicht mit Fremden sprechen "durfte", weil der Hund sonst ausgeflippt ist. Sie hat das in endlosen Stunden geübt, indem sie den Hund draußen an einem Zaun angeleint hat und dann alle möglichen Freunde und Bekannte bestellt hat, die vorbeikamen und sich mit ihr unterhalten haben. War der Hund laut, wurde er ignoriert. War er ruhig, wurde das Verhalten geclickert und es gab Leckerchen oder eine kurze Streicheleinheit. Als das irgendwann klappte (es dauerte ewig :D) wurde das Ganze im Vorbeigehen geübt. Hat der Hund gemotzt, wurde die Leine über einen Pöller geschmissen und sie ist mit dem Fremden weitergegangen. Benahm er sich normal, durfte er mitgehen. Das Ganze ist allerdings unter Traineranleitung geschehen und ich bin nicht sicher, ob es dabei nicht noch weitere Zwischenschritte gab. Jedenfalls haben sie das Problem recht gut in den Griff bekommen.
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@Retriever
Leine ich sie im Schlafzimmer an, beißt sie die Leine durch. Ersetze ich Leine durch Kette, hab ich die ganze Nacht Gefiepe und Kettengerassel. SIE kann den Schlaf dann ja tagsüber nachholen, ich leider nicht
In der Box schläft sie inzwischen freiwillig, wenn keine Tür drin ist. Mit Tür flippt sie komplett aus. Früher ist sie gar nicht reingegangen oder hat die Box nur als Toilette benutzt, von daher will ich da keine Experimente mehr starten.Eigentlich hat das Alleineschlafen ihr auch gut getan fürs Alleinebleiben. Als sie das akzeptiert hatte (hat ein paar Tage gedauert
), gab es zeitgleich auch plötzlich Fortschritte beim Alleinsein. Was bei uns aber vielleicht tatsächlich fehlt, ist die Ruhezone. Ich werde mir auf jeden Fall mal Gedanken machen, wo ich sowas einrichten kann. Ist ein super Tipp 
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Mir wäre es total egal, ob sie im Schlafzimmer schläft, wenn sie sich in ihr Körbchen legen würde und Ruhe wäre. Funktioniert aber nicht
Sie versucht die ganze Nacht ins Bett zu springen und fiept und meckert, wenn sie nicht darf. Und wenn sie doch darf (nach 3 Monaten hab ich den Kampf aufgegeben, falsch, ich weiß), motzt sie, sobald die Decke verrutscht und Madame nicht bis zur Schwanzspritze zugedeckt ist. Kurz: es ist eine einzige Nerverei und da sie dabei auch noch höchst ausdauernd ist, hab ich sie irgendwann ausquartiert. Seitdem schlafen wir beide schön durch und haben beide weniger Stress :D´Ich handbabe es allerdings so, dass sie im Wohnzimmer nicht aufs Sofa darf und hier auch ansonsten wenig Beachtung stattfindet. Gespielt wird in der Wohnung eh nicht und wenn doch, dann im Schlafzimmer. Trotzdem wäre eine konsequentere Trennung wohl noch besser. Muss mir mal überlegen, ob ich das in der neuen Wohnung anders regeln kann. Da werde ich ja wahrscheinlich sowieso nochmal neu aanfangen müssen.
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Ah okay, dann versteh ich das. Schläft dein Hund auch nachts im Schlafzimmer? Das ist bei uns nämlich das Problem.. nachts ist sie alleine im Wohnzimmer, deswegen finde ich den Raum auch zum Alleinebleiben angebrachter, weil es eben ihr Schlafplatz ist. Nur muss ich mich dann immer im Schlafzimmer beschäftigen beim Training und natürlich geht es im Wohnzimmer auch nie dauerhaft kontaktfrei. Zu Anfang wollte ich auch das Schlafzimmer als "Alleinbleibzimmer" aufbauen, das funktionierte aber nicht so recht leider, weil es eben auch sonst nicht "ihr" Platz war. So wie ihr es macht (1 Raum komplett kontaktfreie Zone) klingt es aber insgesamt schon stimmiger, finde ich
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Danke dir :)
Dann scheinen wir auf jeden Fall einen ähnlichen Ansatz zu haben. Wir haben auch mit einem Gitter gearbeitet und dem Hund zunächst beigebracht, dahinter entspannt zu bleiben, während ich noch in der Wohnung war. Allerdings habe ich immer nur Trainingseinheiten von 1-3 Stunden eingelegt (vormittags, weil sie später halt auch vorwiegend vormittags alleine sein soll) und sie nicht konsequent immer dort "geparkt", wenn ich zu Hause war. Heißt das, es gibt bei euch abends kein gemeinsames Sofakuscheln mehr und gar nichts? Nur draußen gemeinsames Beisammensein und ansonsten weitgehend Ignoranz und Distanz?
Hier ist es jetzt so, dass das Gitter auch beim "richtigen" Alleinebleiben drin bleibt und sie ist damit definitiv ruhiger, als wenn sie die ganze Wohnung zur Verfügung hat. Nur eben nicht dauerhaft und zuverlässig

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@Retriever
Magst du dazu etwas konkreter werden? Ich habe hier ja auch so einen Problemfall sitzen, mit dem es phasenweise klappt, dann aber wieder plötzlich gar nicht mehr. Bin immer dankbar für Denkanstöße oder alternative Trainingsideen, die wir noch nicht ausprobiert haben
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Zitat
Mit wie vielen Minuten soll man anfangen? Damals hat es von Anfang an mit 10 Minuten geklappt, heute nicht mehr.
Ich würde mit Sekunden anfangen. Anziehen, Haustür aufmachen, kurz rausgehen, direkt wieder rein. Das Spielchen so lange machen, bis der Hund es entspannt über sich ergehen lässt und möglichst gar nicht mehr drauf reagiert. Er soll lernen, dass es 1.) völlig normal ist, dass du aus der Haustür gehst und 2.) dass du jedes Mal zurückkommst. Wenn das klappt, kannst du langsam die Zeiten ausdehnen.. 30sek, 1min, 2 min, 5min, 10min... das hängt absolut vom Hund ab und davon, wo seine individuelle Grenze ist. Im Idealfall gelingt es dir wiederzukommen, bevor er laut und unruhig wird.Allerdings denke ich, dass bei euch mehr im Argen liegt und es nicht rein um Verlassensangst geht, wenn er dich auch in anderen Situationen zu kontrollieren versucht.
Unterbindest du das Hinterherlaufen immer mit Ablegen und Bleib-Kommando? D.h. ohne das Kommando würde er dich verfolgen?
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Bellt der Hund aus Frust oder hat er wirkliche Angst, könnt ihr das definieren? Wenn es Frust ist, müsstet ihr zu allererst an der Frusttoleranz arbeiten. Bei Angst wäre kleinschrittiges (!) Training angesagt.. 10min sind für den Anfang viel zu viel. Bleibt der Hund innerhalb der Wohnung ruhig in einem anderen Raum?