Beiträge von Deliara

    Bei meinem Fieper kam ich mit Ignorieren auch nicht weiter. Möglicherweise empfindet sie das Fiepen sogar als selbstbelohnend, ich weiß es nicht.. manchmal (in extremen Frustsituationen) denke ich, sie merkt es nicht einmal, weil sie sich so sehr auf ihre Selbstbeherrschung konzentriert, dass sie das Fiepen einfach als Ventil braucht. In solchen Situationen gestehe ich ihr das auch zu.
    Anders sieht es aus, wenn ich beispielsweise abends meine Ruhe haben will und sie fiepsend durch die Wohnung läuft und Aufmerksamkeit haben will oder bei der Futterzubereitung fiept. Hier haben wir es inzwischen so gelöst, dass sie 1. einen ganz klaren Platz zugewiesen bekommt (und nicht beim Futterzubereiten neben mir steht oder wild herumtigert und sich dabei immer weiter hochfährt) und 2. haben wir viel mit konditionierter Entspannung gearbeitet. Das funktionierte natürlich nicht von heute auf morgen, hat die "Alltagsnerverei" aber mit der Zeit glücklicherweise auf ein erträgliches Maß zurückgeschraubt :D

    Im Gegensatz zu euch haben wir die Fieperei aber zum Glück auch vorwiegend nur drinnen gehabt, da kann man dann schon allein durch "Stressvermeidungsmanagement" viel Erleichterung schaffen.

    Ich versuche seit geraumer Zeit, ein vernünftiges Fahrradfahren aufzubauen, aber irgendwie will es einfach nicht klappen :roll:

    Fahrradfahren und Freilauf funktioniert überhaupt gar nicht mehr. Anfangs ist meine Hündin noch mitgelaufen, mittlerweile sieht es so aus: ich steige auf's Fahrrad, sie setzt sich hin und fängt an zu kläffen. Ich fahre los, sie bleibt sitzen und guckt mir 100m empört nach. Dann sprintet sie hinterher, rast 20m vor, bleibt wieder stehen, lässt mich wieder 100m vorfahren, sprintet dann wieder hinterher und so weiter und so weiter.. das geht quasi in Endlosschleife so und da ich durchaus zügig fahre (mit dem Grundgedanken, dass sie irgendwann evtl. merkt, dass es einfacher wäre direkt mitzulaufen) ist sie nach ein paar Kilometern Sprinterei bereits fix und fertig und wir können direkt nach Hause gehen. Fahre ich langsam ist es auch nicht besser, dann geht sie streunern und ignoriert mich einfach komplett (und entzieht sich der Situation, wie ich meine) :/
    Ergo muss momentan die Leine dran, was aber auch nicht optimal ist, da sie schon beim normalen Gehen nicht top leinenführig ist und bei schnelleren Gangarten anscheinend alle Sicherungen durchknallen und sie wirklich katastrophal läuft, teilweise auch vors Rad oder (wenn ich sie kürzer nehme) direkt in den Reifen rein, wenn sie auf der anderen Seite was Interessantes sieht. Haben uns schon 2x langgelegt deswegen, aber Lerneffekt, weil man ab und an mal unterm Fahrrad begraben wird? -Nö, Fehlanzeige :roll: Auf der freien Seite ist es noch schlimmer, sie schlägt ständig Haken ins Gebüsch, reagiert auf jedes Vögelchen, bleibt unvermittelt stehen und versucht sich festzuschnüffeln, etc.

    Meine Interpretation des ganzen Verhaltens ist, dass sie aus irgendeinem Grund massiven Stress hat (im Freilaufverhalten zeigt sich das meines Erachtens mehr als deutlich) und die "Ausbruchversuche" an der Leine eine Art Übersprungverhalten sind.

    Leider habe ich überhaupt keine Idee, wie ich an diesem Problem arbeiten könnte. Mein erster Ansatz war, das Fahrrad vorerst zu schieben und im normalen Schritttempo das richtige Laufen am Rad zu üben. Das klappte prima und in diesem Tempo interessiert sie das Fahrrad auch nicht wirklich. Im nächsten Schritt hab ich mich dann draufgesetzt und bin ganz minimal langsam gerollt (quasi so, dass man gerade eben nicht umfällt :D). Schon das funktionierte bereits nicht mehr und sie zeigte das beschriebene Verhalten (sowohl im Freilauf als auch an der Leine). Leckerchen nimmt sie in dieser Situation auch nicht, sonst hätte ich das gewünschte Verhalten mit Futter bestärkt. Also bin ich einen Schritt zurück gegangen und habe mich einfach nur auf das stehende Fahrrad gesetzt. Das wiederum war gar kein Problem und sie war prompt ansprechbar/abrufbar und hat Leckerchen angenommen. Der Knackpunkt scheint der Moment zu sein, in dem das Fahrrad sich (mit mir darauf) in Bewegung setzt, und zwar ganz egal wie langsam.
    Also was tun.. hat evtl. jemand Erfahrungen in einem ähnlichen Fall und/oder eine Idee, wie ich weiter mit ihr trainieren könnte? Ansonsten komme ich langsam zu dem Schluss, dass sie sich halt einfach nicht dafür eignet und wir das Radfahren eben sein lassen müssen, aber das wäre wirklich schade, weil ich eigentlich sehr gerne fahre und sie natürlich auch gerne mitnehmen würde :sad2:

    Meine freut sich des Lebens, dass es endlich wieder warm ist und man sich schön auf dem Balkon in der Sonne räkeln kann. Und beim Spazieren trabt sie seelig mit erhobener Nase und geschlossenen Augen neben mir der Sonne entgegen :D
    Seit gestern stehen im Freilauf allerdings auch prompt wieder die Ohren komplett auf Durchzug. Anscheinend lassen Frühlingsgefühle etwas übermütig werden :roll:

    Ich leine nur an, wenn mir ein angeleinter Hund entgegen kommt (oder einer, der deutlich im Fuß läuft). Ansonsten lasse ich sie laufen, ganz unabhängig von der Größe. Sie kennt aber auch von kleinauf Klein- und Kleinsthunde und ist ganz vorsichtig mit den Kleinen :) Nur wenn es beim Spielen im Eifer des Gefechts zu wild wird, muss ich sie schonmal bremsen.

    Was mich nervt sind Kleinhundehalter, die ihre Hunde selbst zwar nicht anleinen, aber die kleinen Lieblinge dann panisch hochreißen (meist noch mit einem "Sie sehen doch, dass meiner so klein ist!"), wenn ich meine ebenfalls laufen lasse :roll: Man könnte ja auch einfach vorher signalisieren, dass man keinen Kontakt wünscht.

    Nee, ich habe leider kein Foto, aber es sieht genauso aus wie bei dem Husky auf dem Foto oben bzw. alternativ klappt sie manchmal alternativ noch eine Vorderpfote unter den Körper.

    Wie ich darauf komme, dass es Unsicherheit ist.. nun ja, sie ist allgemein immer sehr unsicher und nervös bei Hundebegegnungen (Ausnahme sind nur die Hunde, die sie sehr gut und von Welpe an kennt) und nimmt es auch immer sehr dankbar an, wenn ich durch Bogenschlagen den Kontakt zu fremden Hunden vermeide. Bei frontalem Aufeinanderzulaufen habe ich es aber bisher leider nicht geschafft ihr zu vermitteln, dass sie auch einfach vorbeigehen kann an meiner Seite. Ich habe den Eindruck sie denkt, dass sie nicht einfach vorbeigehen "darf", sondern erstmal abwarten muss, wie der andere Hund zum Vorhaben des Weitergehens steht. Kann sie den Hund nicht einschätzen, bleibt sie liegen, lässt sich abschnüffeln und dreht sich dabei quasi prohylaktisch meistens direkt auf den Rücken. Bei den Hunden, bei denen sie losstürmt und Spielaufforderungen macht, nähert sie sich zwar schnell, aber gleichzeitig auch immer extrem geduckt, unterwürfig und beschwichtigend (wahrscheinlich gab es deswegen auch noch nie Probleme, weil sie körpersprachlich eben schon sehr deutlich kommuniziert, dass von ihr nichts Böses ausgeht).
    Der "Fehler" liegt wahrscheinlich darin, dass ich ihr bisher nicht vermitteln konnte, dass sie sich an mir orientieren soll und nicht an dem entgegenkommenden Hund. Sie weiß sich einfach nicht alternativ zu verhalten und das ist wohl ihre Form der Konfliktbewältigung bei Hundebegegnungen. Ich würde das ja auch echt gerne ändern, aber sie ist einfach 0 ansprechbar, wenn ein Bogenlaufen nicht möglich ist :ka:

    Wenn man denn noch ablenken kann ;) Ich habs auch so probiert, sie ist aber dann nur damit beschäftigt links und rechts an mir vorbei zu gucken und gar nicht ansprechbar. Halt komplett auf den entgegenkommenden Hund fixiert. Nichtmals die Leberwursttube unter der Nase ändert das.
    Bei uns gibt es 2 Varianten: entweder sie befindet den anderen Hund für okay und springt dann irgendwann auf und macht Spielaufforderungen oder der Hund ist ihr nicht geheuer und sie bleibt liegen und lässt sich abschnüffeln. In beiden Fällen gehts danach normal weiter und es sind keine Aggressionen o.ä. im Spiel.
    Übrigens sind die entgegenkommenden Hunde davon meist wenig bis gar nicht beeindruckt und kommen ganz entspannt angetrabt. Ich denke, für die Halter sieht das manchmal bedrohlicher und schwerer einzuschätzen aus aus als für die Hunde selbst.

    Es nevt halt nur, wenn man ständig stehen bleiben muss und von daher ist es für mich am praktikabelsten, sie einfach kurz zu nehmen und strammen Schritts weiter zu gehen (geht aber nur am Halsband, im Geschirr lässt sie sich wie ein nasser Sack fallen und ich müsste sie quasi tragen).

    Macht meine auch, bei ihr ist es Unsicherheit. Wenn es möglich ist, kannst du evtl. Bogen laufen, anstatt frontal auf den Hund zu zu gehen. Das reicht bei uns meistens schon.. allerdings stelle ich es mir zickzack durch die Fußgängerzone auch etwas kompliziert vor :D
    Leckerchen nimmt meine in der Situation nicht, sie ist dann voll auf den anderen Hund fixiert. Ist aber sicherlich einen Versuch wert :) Meistens nehme ich sie einfach kurz am Halsband und zwinge sie vorbei, wenn mir das Spielchen zu blöd wird.

    Ich habe auch ein Kindergitter vorm Schlafzimmer, das klappt super. Allerdings: meine schlägt trotzdem an, wenn sich fremde Leute (die nicht im Haus wohnen) nachts im Hausflur aufhalten. Auf Abbruchkommando wird dann zwar nicht mehr gebellt, aber immerhin noch gewufft und geknurrt, dagegen komme ich auch kaum an. Aber das ist dann leise genug, dass niemand außer mir dadurch gestört wird.
    Ich ziehe ebenfalls in 2 Wochen um und hoffe inständig, dass sie dann möglichst schnell lernt, wer ins Haus gehört und wer nicht :roll:

    Naja, was kann sie machen.. evtl. könnte sie versuchen eine Pflegestelle zu finden gegen komplette Übernahme der gesamten laufenden Hundekosten bis zur Vemittlung. Das wäre zumindest mein Ansatz, Tierheim käme für mich sowieso nie in Frage. Oder falls das nicht klappt vielleicht ein Pensionsplatz, möglichst mit Familienanschluss. Wenn man weiß, welche Rassen in dem Hund stecken, könnte man sich an die entsprechenden rasse-in-not.de Seiten wenden und um Unterstützung bei der Vermittlung bitten.
    Es gibt doch so viele Möglichkeiten bevor man überhaupt das Tierheim in Erwägung ziehen muss :???:

    Der einzige, der einem leid tun muss, ist der Hund, der bei Problemen sofort wieder abgeschoben werden soll. Wenn der Hund bellt, dann arbeitet man am Bellen.. man bekommt wohl in den seltensten Fällen einen "fertigen" Hund, egal woher :/