Beiträge von Deliara

    Ich habe zwar einen Pointermix und keinen Beagle, wir haben aber ein ähnliches Problem. Ihr Radius beträgt gut und gerne bis zu 200m und beim Rückruf lässt die Dame sich Zeit.. wenn sie gerade Wichtigeres zu tun hat wird auch gerne (zwar selten, aber immerhin) komplett ignoriert :roll: Will ich sie in meiner Nähe halten, muss ich sie gefühlt alle 10sek verbal einbremsen. Das klappt für eine gewisse Zeit auch, dann zeigt sie aber massive Stresssymptome und wenn ich nicht rechtzeitlig anleine, knallen alle Sicherungen durch, sie ist nicht mehr ansprechbar und verfällt in wilde Raserei, um den Stress loszuwerden. Handfütterung klappt auch nicht immer unbedingt. Es ist bei ihr einfach genetisch nicht vorgesehen, dass sie in meiner Nähe bleibt.. sie versteht es auch nicht..

    Ich denke, man muss einen Mittelweg finden, mit dem sowohl Hund als auch Halter gut leben können. Ich gehe bewusst in übersichtlichere Gebiete mit ihr, wo ich sie auch einfach mal laufen lasse wie sie lustig ist. Ineressanterweise ist sie dabei besser ansprechbar (vermutlich da entspannter) als wenn ich sie nah bei mir halte. Nachdem sie sich "ausrennen" konnte erwarte ich auf anderen Strecken im Gegenzug aber, dass sie in der Nähe bleibt und auch zackig hört. Klappt auch weitgehend gut.
    Wir haben übrigens verschiedene Rückrufkommandos. Das "sofort und ohne wenn und aber zu mir"-Kommando benutze ich extrem selten und belohne es auch sehr hochwertig, um im Nofall wenigstens ein absolut sicheres Signal nutzen zu können. Sind wir in Situationen, in denen es eigentlich egal ist, wie schnell sie kommt, mache ich es eher spielerisch.. z.B. reagiert sie darauf, wenn ich geräuschvoll die Beine auseinanderstelle und ein Leckerchen nach hinten durchrollen lasse. Das macht ihr scheinbar Spaß und sie macht auch auf 100m Entfernung auf dem Absatz kehrt, wenn sie das Geräusch hört. Danach darf sie weiterlaufen und es dient mehr oder weniger nur dazu, sie wieder in meine Nähe zu holen. Insgesamt haben wir 4 solcher "Rückrufspielchen" und ich komme besser damit klar, sie wechselweise zu benutzen, als immer inflationär das eigentliche Rückrufkommando zu geben, das sich dann irgendwann abnutzt.
    Also kurz gesagt heißt bei uns die Devise: sie darf wohldosiert frei in ihrem eigenen Radius laufen und ansonsten wird sie eher spielerisch in der Nähe gehalten mit Aktivitäten, auf die sie recht fix und ohne Verzögerung anspringt. Ich "kriege" sie halt nur über Dinge, die ihr wirklich Spaß machen, da sie alles andere grundätzlich zumindest kurz noch überdenkt und überlegen muss, ob sie das Kommando wirklich gerade ausführen will :D

    Wenn deine Erwartungshaltung aber ist, dass er grundsätzlich lernt in der Nähe zu bleiben und deine Kommandos nicht kurz noch selbst kurz in Frage zu stellen, wird es mit einer so selbstständig agierenden Rasse sicher schwierig :)

    Maanu, so sehe ich das inzwischen auch. Aber man wird leicht verunsichert, wenn einen immer wieder Leute auf den angeblich viel zu dünnen Hund ansprechen ;)


    deNanni

    Einen Fotothread haben wir nicht, ich habe aber mal schnell 2 Stehfotos rausgesucht, wo man die Figur hoffentlich halbwegs sehen kann (irgendwie haben wir fast nur Fotos im Liegen oder Sitzen :D).

    Externer Inhalt img440.imageshack.us
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Externer Inhalt img62.imageshack.us
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Ich war auch Studentin im Bereich Geisteswissenschaften und habe glücklicherweise keine soziale Isolation erlebt :D Vielleicht haben sich die Zeiten geändert.. bei uns waren immer sowohl Raucher als auch Nichtraucher dabei und es war unausgesprochen vollkommen klar, dass nur auf dem Balkon, im Garten oder notfalls unten auf der Straße vorm Haus geraucht wird. Fand die Party in einem Raucherhaushalt statt, bin ich von vornherein nicht hingegangen - das kam aber sowieso selten vor, da ich nur 2 Leute kenne, die in ihren Wohnräumen rauchen.
    Weiß auch echt nicht, was daran übertrieben ist. Man toleriert sich gegenseitig und kann frei entscheiden, an welchen Treffen man teilnimmt und an welchen eben nicht. Das führt weder zu sozialer Isolation noch schadet es der persönlichen Beziehung zueinander :)

    Zitat

    Seeeehr übertrieben ist aber, wenn Leute nicht mal ihre Bekannten zu Hause besuchen, weil diese dort rauchen. Ist doch auch ihre Wohnung, wo deren Regeln herrschen? Warum wird dann hier gesagt, Freunde sollen sich den Regeln anpassen?


    Kann man übertrieben finden, aber ich finde es in Raucherwohnungen einfach ekelig und will mich da schlichweg nicht reinsetzen. Ist für alle Beteiligten auch okay, man trifft sich halt auf neutralem Boden und fertig.. genauso wie manche meiner Freunde nicht zu mir kommen, weil sie den Hund nicht mögen. Man kann in einem Freundeskreis doch verschiedene Lebenseinstellungen und Meinungen respektieren, unliebsamen Dingen aus dem Weg gehen und sich trotzdem prima verstehen; wo ist das Problem..

    Ehrlich gesagt verstehe ich nach deinen letzten Postings den Sinn des Threads aber nicht mehr so ganz. Wenn du es doch okay findest, dass in Anwesenheit deines Hundes geraucht wird, ist doch alles schick. Was gibts dann noch zu diskutieren? Anfangs klang es ja so, als wäre dir das eigentlich auch nicht sooo sehr recht..

    Ich würde es mit dem Sitter probieren. Es ist ja noch genügend Zeit, den Hund an die Person zu gewöhnen, das sollte doch irgendwie klappen :)

    Den Hund komplett mitzunehmen und beispielsweise in einer Box unterzubringen im selben Raum in einer ruhigen Ecke ist keine Option?

    Ich würde als das Hauptproblem die Reizung der Schleimhäute sehen, wenn ein Hund viel Qualm ausgesetzt ist. Meine Hündin hatte ich einmal (aus Versehen) mit in einer Kneipe, in der geraucht wurde, und sie hatte danach ziemlich rote Augen und hat oft geniest und gehustet. Ich selbst kriege auch sofort Hustenreiz und es "beißt" in der Nase und in den Augen. Wahrscheinlich merkt man so etwas nicht, wenn man regelmäßig raucht, aber es ist auf jeden Fall unangenehm und dem muss ich sie nicht unbedingt aussetzen, wenn es sich vermeiden lässt.

    Vielleicht bin ich eine Spur zu militant, ich besuche nämlich tatsächlich keine Raucher :D Aber ich verurteile niemanden, der raucht (auch nicht im Beisein seiner Tiere oder Kinder, das muss jeder selbst wissen). Ich mag es nur nicht, wenn verharmlost und schöngeredet wird. Man kann ja einfach sagen, "das ist mein Lebensstil und den bin ich nicht bereit/zu bequem zu ändern, ergo müssen meine Kinder/Tiere/whatever da durch".. ist okay und muss ich tolerieren.. nur den Nachsatz "nicht so schlimm" finde ich überflüssig, denn das zu beurteilen übersteigt letztlich die Kompetenz des Rauchers.

    Zitat

    Gleichzeitig glaube ich aber, dass es ein Hund bei einem "überall-Raucher" besser hätte als z.B. im Tierheim.


    Bezogen auf sein Seelenheil sicherlich, aber unter gesundheitlichen Gesichtspunkten wage ich das doch arg zu bezweifeln ;)

    Selbstverständlich bleibt der Hund lieber bei seinem Menschen, als im rauchfreien Nebenraum. Daran gibt's aber nichts schön zu reden, du schadest deinem Hund (deinem Schutzbefohlenen) damit. Wenn das für dich akzeptabel ist und du die Gefährdung seiner Gesundheit bewusst in Kauf nimmst, ist's ja okay und deine Sache, aber daran gibt es trotzdem nichts zu verharmlosen. Das "ist ja nicht so schlimm"-Gerede ist nichts als Schönfärberei.

    Wer entgegen meiner klaren Ansage, dass in meiner Wohnung nicht geraucht wird, trotzdem eine Zigarette ansteckt, würde achtkant rausfliegen. Was heißt, du kannst sie nicht im Auge behalten? Du stellst für deinen Haushalt eine Regel auf und da hat sich dein Besuch dran zu halten, fertig aus. Freunde, die so respektlos sind und mein Verbot ignorieren würden, wären die längste Zeit meine Freunde gewesen, sorry.

    Ich persönlich betrete grundsätzlich keine Raucherwohnungen, mich ekelt der Geruch einfach. In der Öffentlichkeit oder im Biergarten kann ich mich leider nicht immer dagegen wehren, eingenebelt zu werden, aber so weit es sich vermeiden lässt, entziehe ich mich dem Ganzen (und meinen Hund sowieso). Der rauchende Teil meines Freundeskreises respektiert das und es gibt keine Probleme - im Gegenzug halte ich keine Vorträge über Lungenkrebs :D