Beiträge von Deliara

    Wir hatten einen ähnlichen Balkon früher, im 7. Stock. Leni war schon sehr neugierig und erschwerend kam hinzu, dass direkt über uns Krähen auf dem Dach ihre Nester hatten und ständig aus- und eingeflogen sind - suuuperspannend für sie damals :D Es kam schon ab und an vor, dass sie an der Brüstung hochgesprungen ist und drüber geguckt hat, aber sie hat nie Anstalten gemacht drüberzuspringen. Ich hab sie trotzdem nie gerne alleine gelassen und immer zugesehen, dass ich ein Auge auf sie habe.
    In der neuen Wohnung kann man zwischen den Latten an der Brüstung rausgucken und seitdem ist das Brüstung-Anspringen kein Thema mehr, obwohl wir direkt 2m vor dem Balkon eine Baumkrone mit Vogelnestern haben. Aber die kann sie ja jetzt auch bequemer beobachten :D

    Ich habe meine Hündin auch nach Foto ausgesucht. Ich denke, wenn man keine großen Erwartungen hat und sich eben auf das einstellt, was kommt, funktioniert es im Normalfall auch gut. Bei mir haben damals alle die Hände überm Kopf zusammengeschlagen - Ersthund, Pointermix, "blind" eingezogen mitten im Ruhrgebiet, sehr ängstlich und hyper - und klar war es streckenweise stressig und anstrengend, aber man stellt sich dann doch ganz automatisch auf den speziellen Hund und seine Bedürfnisse ein und wächst zusammen.
    Ich kenne übrigens auch nur einen einzigen Fall, wo jemand ordentlich mit seinem Auslandshunde gehadert hat (Grund war sehr starker Jagdtrieb, obwohl die Person genau das explizit nicht wollte), dafür aber sehr viele Leute, die mit ihren Auslandshunden sehr glücklich sind. Das heißt natürlich nicht, dass es dort nie Schwierigkeiten gegeben hätte, aber die sind/waren mit der entsprechenden Bereitschaft der Halter eben händelbar.

    An deiner Stelle würde ich mir allerdings auch einen Plan B überlegen, falls es nicht funktioniert, den Hund mit ins Büro zu nehmen.

    Ich hatte meine Hündin als Welpe auch ab und an mit in der Uni und bei uns klappte es leider nicht so gut... sie war immer mächtig aufgedreht (auch wenn ich sie vorher "müde gemacht" habe bzw. das vor hatte :D ) und kam überhaupt gar nicht zur Ruhe. Als sie noch klein genug war, dass ich sie auf den Schoß nehmen konnte, ging es halbwegs, da konnte sie dann irgendwann entspannen und schlafen. Aber unter dem Tisch auf dem Boden - no way, sie hat sich in die Leine gestemmt, gefiept, gewimmert, wollte halt Action..
    Ganz anders aber die Welpine einer Freundin, die lag 1a unterm Tisch und hat halt ganz entspannt geschlafen.

    Ich würde es ausprobieren, aber auch einen Plan B in der Tasche haben, falls es nicht funktioniert.
    Viel Erfolg :smile:

    Leni hat als Welpe einen Schokoladenosterhasen samt Packung und Glocke ( :hust: ) gegessen. Passiert ist nichts - gab 1-2 Tage etwas breiigen Output und das Papier kam halt etwas zerfleddert wieder mit raus. Wegen der Glocke hab ich auch Sauerkraut gegeben.. und ehrlich gesagt hab ich mir gar keine Gedanken gemacht über die Zubereitung, sondern einfach eine Sauerkrautdose aus dem Keller geholt und ihr das roh hingestellt. Sie hat etwa die halbe Dose gefuttert, scheint geschmeckt zu haben :D

    Sowas haben wir (allerdings im Welpenalter schon) am Wildgehege geübt. Praktischerweise gab es eins direkt bei uns in der Stadt und ich bin damals oft mit ihr hingefahren und hab mit ihr vor dem Zaun gespielt oder auch einfach nur gesessen und geguckt. War zwar immer noch was anderes, wenn wir später mal Tieren ohne Trennung durch nen Zaun begegnet sind, aber vermutlich würde ich mit einem neuen jagdlich interessierten Hund wieder so anfangen und "Aufmerksamkeit und Ansprechbarkeit am Wildgehege" üben :D

    Klappt das Alleinesein denn innerhalb der Wohnung? Kannst du Türen schließen und dich in einem anderen Raum aufhalten, ohne dass er nervös wird oder anfängt zu motzen? Das wäre die Voraussetzung.. idealerweise hat er dann einen festen Platz, auf dem er sich in dieser Zeit entspannt.. davon ausgehend kann man sich dann an die Wohnungstür wagen, in kleinen Schritten.

    Zitat

    Die Variante muss ich.mal probieren aber ronja achtet überhaupt nicht auf mich sobald sie wild gesehen hat.
    Sie ignoriert mich dann komplett und das auch für die nächste halbe Stunde


    Achtet sie denn sonst viel auf dich?

    Ich habe das Kehrt-Signal eigentlich nur eingeführt, weil sie einen riesengroßen Radius im Freilauf hat und ich es ab und an sinnvoll fand, sie in eine andere Richtung bugsieren zu können, ohne sie direkt komplett abrufen zu müssen. Wir haben das auch monatelang nur und ausschließlich in diesem Kontext benutzt, also in eigentlich total unspannenden Situationen. Eines Tages dann habe ich das Signal gegeben und im gleichen Moment festgestellt, dass sie einem Hasen hinterherlief.. und zu meinem Erstaunen dann miterleben dürfen, dass sie tatsächlich abdrehte wie sonst auch :D Ein reiner Zufallsbefund also, aber anscheinend kann sie damit viel viel besser leben als mit einem Stopkommando oder einem Abruf aus dieser Hetzsituation.

    Ich denke auch, man muss ein wenig herumprobieren und herausfinden, was auf den eigenen Typ Hund passt. Meinen Pointermix kann ich aus dem Hetzen auch nicht abrufen oder gar stoppen, was aber funktioniert, ist das Kehrt-Signal (habe ich aber auch nur eher zufällig herausgefunden). Das Signal zeigt einen Richtungswechsel meinerseits an und heißt für sie nur, dass sie folgen soll, aber nicht zwingend direkt zu mir kommen muss. Sie kann also prima in großem Bogen abdrehen und 50m an mir vorbeischießen, wenn sie mag, völlig egal, hauptsache sie ändert ihre Laufrichtung weg vom Wild in die von mir neu vorgegebene Richtung. Anfangs bin ich noch selbst vorweggerannt und hab sie damit getriggert, mittlerweile ist selbst das nicht mehr nötig. Hin und wieder fliegt als besonderes Schmankerl ein Dummy oder Ball in die entsprechende Richtung, aber es geht auch durchaus ohne.

    Wir sind auch oft in Düsseldorf bei meiner Mutter (Unterbach).. sind dann meistens im Eller Forst oder oben in Wald und Feld zwischen Düsseldorf und Erkrath unterwegs, im Sommer auch öfters am Rhein.
    Leni (3) ist allerdings meistens entweder etwas stürmisch oder alternativ desinteressiert... aber stets friedlich und verträglich :D

    Meine Hündin hat auch eine unermüdliche Ausdauer wenn es darum geht, sich nachts ins Bett zu schleichen. Sie will einfach, und es juckt sie auch kein Stück, wenn ich sie 30x rausschicke oder wegschubse.. sie versucht es auch ein 31. Mal :headbash:
    Ich weiß natürlich nicht, wie das bei euch ist, aber Leni kommt außerhalb des Schlafzimmers paradoxerweise schneller nachts zur Ruhe, als im Schlafzimmer außerhalb meines Bettes. Bei ihr habe ich den Eindruck, dass es für sie eine Art Zwang ist, es so lange zu probieren, bis sie drin liegt - vorher findet sie keine wirkliche Ruhe, und ich natürlich auch nicht.

    Ich agiere hier daher jetzt folgendermaßen: steht mir die Laune danach, nehme ich sie mit rüber und sie darf halt ins Bett. Will ich das nicht - u.a. auch, wenn mal Besuch da ist :D - bleibt sie außerhalb des Schlafzimmers. Damit sie sich nicht ausgestoßen fühlt, bleibt die Tür offen und es kommt ein Kindergitter rein. Sie liegt dann hinter dem Gitter in ihrem Körbchen. In den ersten 2-3 Nächten gab es erwartungsgemäß etwas Motzerei, aber ich habe sie dann jedes Mal konsequent angesprochen und zurück in ihr Körbchen geschickt. Nach ein paar Tagen war das Thema dann durch und sie hat aufgegeben (was sie im Schlafzimmer ja leider nicht gemacht hat). Ich merke heute manchmal, dass sie noch immer ab und an nachts aufsteht, vor dem Gitter steht und zu mir rüber guckt, aber sie legt sich dann auch relativ schnell wieder hin, seufzt theatralisch, und schläft ein :D