Interessanter Thread.
Ich bin nicht sicher, ob wir hier reinpassen, aber zumindest im Welpen- und Junghundealter habe ich mich oft gefragt, ob Leni an der Grenze zur Hyperaktivität kratzt. Sie war ständig in Bewegung, hibbelig, oft überhaupt gar nicht ansprechbar, sie hat in den ersten 1,5 Lebensjahren nie länger als 3 Stunden am Stück geschlafen (das war wirklich übel
), wenn sie wach war, wollte sie Action (hat sie die nicht bekommen, ist sie in blinde Zerstörungswut verfallen), sie ist überhaupt nur eingeschlafen, wenn ich sie festgehalten und "bewegungsunfähig" gemacht habe, sie konnte sich oft schlecht konzentrieren, war aber gleichzeitig "heiß" auf jedes Arbeitsangebot und ist auf jeden klitzekleinsten Impuls angesprungen (es führte nur seltenst zu was mangels Konzentrationsfähigkeit). Gehen kannte sie als Gangart auch nicht, sie war nur im Renntempo unterwegs (super, auf 50qm²
). Dazu kam noch, dass jede Veränderung im Tagesablauf sie komplett aus der Bahn geschmissen hat. Sie brauchte wirklich einen absolut regelmäßigen Tagesablauf (und braucht das auch heute noch), um auch nur ansatzweise runterfahren zu können. Wird ein Parameter verändert, wird sie hektisch, unsicher und findet keine Ruhe.
Das einzige, was recht schnell super funktioniert hat, war die freie Dummysuche und überhaupt alles, wo sie sprinten konnte. Da klappte es dann auch mit der Konzentration
Ich denke, sie hatte einfach schon den Drang zu arbeiten, nur "konnte" sie eben nur das, was ihr von der genetischen Disposition her auch liegt.
Komischerweise hat sich das aber plötzlich recht abrupt gelegt alles. Wir können zwar immer noch nicht wirklich viel Kopfarbeit machen, weil sie dann einfach aufdreht, in Stress verfällt und sich nicht richtig konzentrieren kann. Aber sie ist zumindest alltagstauglich und kann Ruhe halten. Wir können ins Restaurant, ohne dass sie schreiend unter dem Tisch steht, sie schläft nachts durch, und sie kann GEHEN - herrlich
Nur an der Leinenführigkeit hapert es nach wie vor/Langsamgehenmüssen stresst sie so massiv, dass sie laut fiepend mit geducktem Rücken neben mir herläuft und trotz aller Anstrengungen ständig in die Leine brettert. Ich habs aufgegeben. Und der strukturierte Tagesablauf muss halt sein.