Beiträge von Deliara

    Bei meiner Hündin ist die Leinenführigkeit nach wie vor katastrophal :/ Auf bekannten und oft gelaufenen Strecken geht es, sofern sie ausgepullert ist. Aber in neuem Gebiet oder dort, wo es besonders spannend ist, geht gar nichts, da kann ich so oft stehen bleiben und Richtungen wechseln, wie ich lustig bin. Sie weiß ganz genau, wann es keine reine Übungssituation ist und ich eigentlich vorwärts kommen will - und natürlich muss sie zwanghaft vorweg laufen.

    Davon abgesehen ist die Leine inzwischen auch fehlverknüpft, glaube ich manchmal. Sie kann z.B. an der Leine nicht Fuß laufen und reagiert nicht auf Ansprache, während das im Freilauf alles kein Problem ist. Manchmal habe ich den Eindruck, sobald die Leine eingeklinkt wird, legt sich bei ihr im Kopf ein Schalter um und sie meint, ich hänge ja jetzt sowieso hinten an ihr an (jaaaa, genau SO und nicht ugekehrt :D ) und sie muss jetzt nicht mehr auf mich "aufpassen" und kann mich getrost ignorieren.

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    :ops:
    Genau, wird das Kleinkind halt weggesperrt... :muede:


    Nein, aber es kann von einem sicheren Ort aus beobachten und sich daran gewöhnen, mit Hund zusammen auf dem Boden zu sitzen. Und ich sag ja, ich hab keine Erfahrung mit kleinen Kindern, aber so würde ich es in der Theorie wohl angehen.

    Herzlos finde ich das nicht. Auch Kinder müssen unangenehme Situationen und Ängste aushalten lernen, oder? Fürgewöhnlich lösen sich Ängste nicht auf, wenn man den auslösenden Reiz einfach meidet. Dass so ein großer Hund unheimlich ist und gerade Kleinkinder erstmal verängstigt, finde ich total verständlich und völlig normal. Mich würde eher wundern, wenn dem nicht so wäre. Aber wenn der Hund an sich friedlich und vorsichtig im Umgang ist, würde ich es tatsächlich eher mit "Flooding" probieren als so zu managen, dass es möglichst wenig Berührungspunkte gibt und das Kind in seiner Angst evtl. noch bestärkt wird. Mehr steckt eigentlich gar nicht hinter meinen Überlegungen :smile:

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    hmmm..du urteilst aber doch trotzdem :???:
    Ein bißchen Kinderheulerei nachdem man vielleicht 3 x in der Nacht aufgestanden ist?
    Das Baby klebt an einem, weil es nicht mehr auf den Boden möchte und man selbst nichts mehr erledigen kann?
    Mit dem Kinderwagen unterwegs und einen ziehenden Labrador an einer Hand?

    Hier ging es doch nicht nur um die "Unverträglichkeit" der Beiden, sondern um noch ganz viel mehr. Ich glaube aber, das können nur Mütter beurteilen und auch verstehen. Natürlich ist nicht jede Mutter gleich und manche schaffen auch mehrere Situationen gleichzeitig zu bewältigen (mein Bruder und meine Schwägerin haben Vierlinge), aber es ist halt nicht jeder gleich. Ich finde es mutiger, sich den "Fehler" einzugestehen, als irgendwie mit der Situation umzugehen und niemandem mehr gerecht zu werden. Vor allen Dingen auch sich selbst nicht.


    Nee, ich urteile nicht. Ich verstehe nur nicht, erkenne aber an, dass ich das wahrscheinlich auch nicht kann, weil ich mich in die Situation mit Kind nicht hineinversetzen kann. Aber ich habe (evtl. deswegen?) auch ein wenig Verständnis für die teils sehr harsche Kritik, weil man es eben ohne den entsprechenden Hintergrund/Horizont kaum nachvollziehen kann.
    Meine - möglicherweise auch naive - Vorstellung: ich würde das Kind auf den Boden setzen und fertig. Oder notfalls hinter ein Kindergitter in sein Kinderzimmer, bis es sich daran gewöhnt, dass die Dinge jetzt nunmal so laufen und der Hund eben da ist. Ständiges Geschrei würde ich ignorieren, wie beim Hund auch. Es kann ja auch nur eine Frage von Wochen sein, bis dann eine Gewöhnung eintritt. Und wenn der Hund am Baggy an der Leine zieht, muss ein Trainer für diese spezielle Situation her und solange eben notfalls ein Halti an den Hund. Beide Dinge sind ja kein Dauerzustand, sondern durchaus trainierbar.
    (und bitte jetzt keine Kommentare zu meinem wenig behüteten Umgang mit Kindern.. ich finde einfach vieles in der Kinderbehüterei soooo übertrieben als Außenstehender.. schließe aber nicht aus, dass ich als Mama letztlich dann doch auch genauso wäre :hust: )

    Aber ja, wahrscheinlich können das Kernanliegen wirklich nur Mütter wirklich verstehen :smile: Und ich finde es auch immer besser, Dinge zu reflektieren, Probleme zu erkennen und dann eine Entscheidung zu treffen. Deswegen sage ich da auch nichts gegen (geht mich ja auch nichts an). Aber die Gründe erscheinen etwas seltsam und wenig nachvollziehbar, wenn man sich in die Situation nicht reinversetzen kann und einem die Kindererfahrung fehlt.

    Ist schon klar, dass es geht. Das bezweifel ich auch gar nicht, aber es geht ja um die "optimale" Sozialisierung und wann dafür das entsprechende Zeitfenster ist.
    Meine eigene Hündin kam mit 6 Wochen von der Mutter weg, hatte bis dato auch nichts kennengelernt (keine Alltagsgeräusche, etc.) und kam mit 8 Wochen zu mir. Ich hätte sie nicht noch später haben mögen, einfach, weil sie eh schon so wenig kannte und es wichtig war, dass sie lernte mit gewissen Dingen umzugehen (wir hatten z.B. direkt vor der Haustür eine vierspurige Straße samt Straßenbahn, das war anfangs der blanke Horror für sie). Ich denke, man muss immer auch die Voraussetzungen berücksichtigen, unter denen der Hund bei der Mutter aufwächst. In diesem Fall scheint ja - wie schon vorher geschrieben wurde - auch nicht viel Gewöhnung an Alltagsgeschehen stattzufinden, daher finde ich es nicht verkehrt, den Hund möglichst früh zu nehmen. Zumal ja auch ein Hund im Haushalt lebt, von dem der Welpe "hündisches Verhalten" lernen kann.

    Für mich klingt der Abgabegrund auch etwas unverständlich, ABER: ich habe auch keine Kinder ;) Von außen betrachtet und ohne Kindererfahrung ist es nicht wirklich nachvollziehbar, wieso ein Hund wegen ein bisschen Kinderheulerei nach nichtmals 14 Tagen abgegeben wird, wenn das wirklich das Hauptproblem sein sollte. Man sollte meinen, irgendwann gewöhnt sich das Kind daran und bis dahin muss es halt da durch. Aber wie gesagt -> 0 Kindererfahrung und deswegen würde ich mir auch niemals eine Beurteilung hier anmaßen. Aber es erklärt vielleicht die vielen verständnislosen/kritischen Stimmen in diesem Faden.

    Verstehe ich das richtig, sie geht verstärkt mitten im Dummytraining Spuren nach? Direkt am Anfang schon oder erst, nachdem ihr das schon eine Weile gemacht habt?
    Ich weiß nicht, ob das auf euch zutrifft, aber meine Hündin "regt sich schnell auf" beim Arbeiten und gerät in Stress. Sie ist zwar zunächst hochmotiviert bei der Sache, aber es ist ein ganz schmaler Grad, bis es ihr zu viel wird. Und zumindest bei ihr ist es so, dass sie sich der Situation dann gerne mal dadurch entzieht, dass sie in Jagdsequenzen verfällt (Spuren nachgeht, plötzlich abdreht und Vögel aufscheucht, etc.). Gleiches passiert auch bei Hundebegegnungen, die ihr "zu stressig" sind. Sie dreht dann einfach ab und "jagt", ist aber schnell wieder bei mir, sobald die Hunde weg sind oder das Arbeitsgerät in der Tasche verschwunden ist. Ich werte das als Übersprungsverhalten zum Stressabbau.
    Wie gesagt, ich weiß nicht, ob das euer Problem ist, aber die Situation kam mir gerade beim Lesen ziemlich bekannt vor :smile: Seit ich das weiß, ist hier weniger mehr.

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    Es ist allgemein bekannt, dass selbst 8 Wochen zu früh sind.


    Ist das so? Und wo nimmt man diese "allgemeinen" Weisheiten her? Es gibt Stimmen (u.a. Rütter, meine ich) die unbedingt empfehlen, einen Welpen direkt in der 8. Woche zu nehmen und die kommenden 4 Wochen als entscheidende Sozialisationsphase dazu zu nutzen, den Hund mit dem zukünftigen Alltag seiner neuen Familie zu sozialisieren. Je später man den Hund holt, desto kleiner wird das Fenster dafür. Will jetzt nicht sagen, dass ich persönlich das für das Nonplusultra halte, aber "allgemein bekannt" finde ich doch etwas weit aus dem Fenster gelehnt. Letztlich ist und bleibt es eine Glaubensfrage.

    Ich persönlich finde diese 2 Tage an sich übrigens auch nicht so entscheidend. Wohl aber die Situation mit Silvester, denn DA würde ich persönlich den Hund bei der Mutter wissen wollen. Ob die ängstlich ist oder nicht, spielt imo keine große Rolle, aber es ist nunmal die Hauptvertrauens"person" für das Hundebaby und ich fände es richtiger, ihn in solch einer verunsichernden Situation bei der vertrauten Mama zu lassen.

    Ja, war mir schon klar. Aber eben solche Situationen meine ich.. wenn ich da langgehe, sehe eine Gruppe Leute mit freilaufenden Hunden stehen und habe einen verträglichen Hund dabei, leine ich meinen frühzeitig ab und fertig. Ist doch für alle am unkompliziertesten :ua_nada: Zumal man bei den meisten Hundehaltern eh damit rechnen muss, dass sie nicht "mitspielen" und ihre Hunde hinlaufen lassen. War aber wie gesagt nicht als Kritik oder so gemeint, nur ein paar spontane Gedanken zu solchen Situationen. Ich versteh manchmal nicht, wieso man's unnötig verkompliziert :smile:

    Sylvie74
    Ja klar, im Prinzip hast du schon Recht. Bei Joggern, Radfahrern etc. (also generell "Unbeteiligten") ist das alles auch gar kein Thema, aber gerade weil man mit Hund ja eh ständig eingeschränkt ist und andauernd ranrufen muss, finde ich es immer angenehm, wenn man sich untereinander nicht auch noch beschränkt. Sofern es eben nicht unbedingt nötig ist (Unverträglichkeit, etc.). Ich würde solche Dinge wie von der TE beschrieben dort trainieren, wo man eh nicht ableinen kann, und in Freilaufgebieten ist (für mich) halt auch Freilauf angesagt. Deswegen fährt/geht man ja gerade in solche Gegenden.

    Soll aber jetzt keine Kritik sein und mir ist wie gesagt schon durchaus klar, dass in der beschriebenen Situation der Fehler ganz klar bei den anderen Hundehaltern lag. Ist halt nur mein Empfinden, dass manches manchmal etwas störend und auch unnötig ist :smile: