Beiträge von Deliara

    Welpen brauchen weder mehr Auslauf noch mehr Beschäftigung als erwachsene Hunde. Im Gegenteil! Welpen brauchen viel Ruhe um die neuen Reize zu verarbeiten.

    Welpen beschäftigen einen aber automatisch mehr als ein erwachsener Hund. Meine Hündin war als Welpe bzw. im gesamten ersten Lebensjahr ein Vollzeitjob und hat mich mindestens 1, eher 2 Semester gekostet (die ich eigentlich nicht vor hatte ihr zu widmen^^). Ruhe war jedenfalls nicht wirklich ihr Hobby und musste aktiv erzwungen werden. Eigentlich war sie permanent auf ca. 2000 Volt unterwegs - bis der Spuk mit 2,5 Jahren plötzlich schlagartig vorbei war und sich ihr Aktivitätslevel auf draußen "normal" und in der Wohnung Schlaftablette gedrosselt hat. Zumindest bei uns ist heute wesentlich mehr Ruhe und weniger Beschäftigung angesagt als in Welpen- und Junghundtagen.
    Ich bin auch ziemlich sicher, dass ich mir das nicht noch einmal antun werde und der nächste Hund mindestens schon 2 ist ;)


    Oh man :D je mehr wir uns informieren, desto mehr haben wir Schiss davor uns falsch zu entscheiden !
    Wir kennen so viele Leute bei denen wir den Kopf schütteln. Man kann zwar nie alles richtig machen aber bei so einem kleinen Welpen kann soooo viel schief gehen. :shocked:

    Ach, ich persönlich finde es am Wichtigsten, entspannt und gelassen an alles heranzugehen. Dann wird der Hund auch entspannt werden/bleiben :smile: Es wird mit Hund sowieso immer anders, als man es sich vorher vorstellt, und man muss am Ende sowieso flexibel reagieren und sich auf den einzelnen Hund einstellen. Und in der Regel klappt das dann auch ganz automatisch und fügt sich so, wie es soll.

    Fahrradfahren und lange spazieren gehen sollte mit fast jeder Rasse funktionieren, sofern der Hund gesund ist.

    Wer entscheidet dann, wann ein Leben lebenswert ist und welcher Hund es mehr wert ist am Leben zu bleiben als ein anderer?
    Ja, dass die Tierschutzorga nicht seriös gehandelt hat, sehe ich auch so. Aber ich habe auch Respekt vor Menschen, die für Lebewesen mit Behinderungen alle Hebel in Bewegung setzen, um ihnen eine im Rahmen ihrer Möglichkeiten qualitativ hochwertige Zeit auf der Erde zu bescheren. Das gilt für Mensch wie Tier.

    Oh das ist aber auch eine nette Mischung :D
    Passt zwar nicht zum Thema, aber magst du vielleicht ein Bild von ihr zeigen? Ich habe damals auch zwischen Beagle und Pointermix geschwankt und mag beide Rassen nach wie vor sehr. Nach wem schlägt sie vom Temperament usw. denn mehr aus?


    Mein Pointermix hat den absoluten Drang, ständig die Vorhut zu bilden und den Weg vorzuchecken. Gehen wir neue Wege in Wald und Feld, ist die Leinenührigkeit auch eine glatte Katastrophe und sie verfällt in eine Erregungslage, in der sie manchmal kaum ansprechbar ist und sich ebenfalls gerne mit Vorliebe stranguliert. Richtungswechsel oder Stehenbleiben vergrößern ihren Stress dann bloß noch und bringen auch keine wirklichen Verbesserungen. Das Patentrezept habe ich für diese Situationen leider auch noch nicht gefunden. Meistens tausche ich die normale Leine gegen 5m Flexileine. Bei Leni heißt mehr Bewegungsspielraum = weniger Stress, und zwischen 2 oder 5 Metern Leinenradius liegt in Sachen Stresslevel und Erregungspotential bei uns ein riesen Unterschied. Sie ist dann auch wieder ansprechbar und reagiert auf das Signal, nicht ins Leinenende zu brettern, was an der kurzen Leine absolut nicht funktioniert zeitweilig.

    Ich muss zugeben, ich habe bei dem Thema inzwischen allerdings auch kapituliert. Wir haben lange und intensiv am Jagdtrieb gearbeitet und sind Gott sei Dank an einem Punkt, an dem ich sie eigentlich fast überall frei laufen lassen kann. Und sie hört gut. Von daher fahre ich mittlerweile die Vermeidungsstrategie und leine halt einfach möglichst nicht mehr an :ops:

    Übrigens haben wir diese Probleme mit der Leinenführigkeit nur dort, wo sie weite Sicht hat und gerne lossprinten und auskundschaften würde. In der Stadt oder an "vollen" Orten läuft sie 1a an der Leine. Zum Glück!

    Du hast meinen ganz tiefen Respekt für die Entscheidung, nicht nur einen behinderten Hund aufzunehmen, sondern diesen ganzen schwierigen (und sicher auch finanziell nicht unbelastenden) Weg nun mit ihm zu gehen! Ich würde es auch nicht schaffen, einen Hund, der lebensfroh und noch so jung ist, einzuschläfen. Das kann man notfalls immer noch, wenn sich herausstellen sollte, dass sie nicht klarkommt oder dauerhaft Schmerzen hat. Aber wie du schon sagst, der Tod ist endgültig.

    Das Verhalten dir gegenüber in der Klinik klingt unter aller Sau!

    Ich wünsche euch morgen eine gut verlaufende OP. Alles Gute!


    Wenn dich die Eigenständigkeit von Katzen nervt oder auch deine andere Frage bezüglich Nachtaktivität, dann sorry, bist du einfach kein Katzenmensch. Ergo: Bitte keine Katze aufnehmen.


    Ja, da wirst du Recht haben :) Allzu viel Eigenständigkeit wäre für mich nichts. An sich mag ich Katzen, aber komplette "Anarchie" ginge für mich nicht.

    Okay, das ist dann eine ideologische Frage :) Ich bin sehr für positive Verstärkung, aber einige sehr wenige Grenzen ziehe ich durchaus aversiv. Das wäre so ein Fall.

    Wie nachtaktiv sind Katzen eigentlich tatsächlich? Besagte Ex-Freund-Katze hat nachts in der Wohnung Halligalli veranstaltet und mich hat das so abgeschreckt, dass ich - obwohl ich Katzen sehr mag - nach dieser Erfahrung selbst keine haben wollte. Ich weiß aber nicht, ob sie in der Hinsicht "normal" war.

    Dass man Katzen nichts verbieten kann, halte ich für ein Gerücht! Die Katze von meinem Ex wusste sehr wohl, dass z.B. die Küchenablage absolut tabu war. Das funktioniert natürlich nicht a la Hunderziehung mit positiver Verstärkung und Leckerchen, aber z.B. eine gut zielende Wasserpistole kann Wunder wirken.

    Leni fällt (und fiel ganz extrem als Welpe) auch ins "Niedlichschema", trotzdem kann ich jetzt nicht sagen, dass wir jemals groß Probleme damit gehabt hätten. In der Regel haben die Leute gefragt, bevor sie sie angefasst haben. Ausnahmen waren höchstens Fälle, wo ich z.B. irgendwo an der Kasse stand und hinter meinem Rücken Kontakt mit dem Hund aufgenommen wurde. Tja nu, passiert halt, meine Güte... ich freue mich eher über jeden, der überhaupt positiv und nett auf Hunde reagiert.
    Seit sie im Erwachsenenalter ist, kann sie auf Angefasstwerden durch Fremde auch gut und gerne verzichten, aber es stört sie auch nicht so massiv, dass sie brummelig werden würde. Meistens hat sie genug Spielraum, um sich entziehen zu können, wenn sie mag. Und wenn nicht, dann wird sie eben mal gestreichelt. Wird sie nicht umbringen.

    Was "Tutnixe" angeht, sehe ich es auch entspannt. Ich selbst sorge dafür, dass ich sie rechtzeitig wegsortiere, wenn mir ein angeleinter oder offensichtlich übender Hund begegnet. Wenn das umgekehrt aber nicht stattfindet und Hunde zu uns rüberkommen - naja, dann sind sie eben da, es wird kurz geschnüffelt (meinetwegen auch an der Leine), fertig. Ich sehe keinen Grund, deswegen ein riesen Fass aufzumachen. Zumal es auch (zumindest erlebe ich es so) überwiegend jüngere Menschen sind, die alles so verbissen sehen. Ich finde nicht, dass man ältere Leute, die ihre Hunde evtl. seit Jahrzehnten so halten, noch "umerziehen" muss. Mit ein bisschen mehr Gelassenheit lebt es sich doch deutlich entspannter :)