Beiträge von Deliara

    Ganz ehrlich, ich hätte mich auch gewundert, wenn jemand sein Baby ausgerechnet auf dem Fußboden parken möchte. Kinderwagen (oder auch nur diese Liegeschale und damit dann ab aufs Sofa), Maxi Cosi, Reisebett... sowas in der Art würde ich erwarten.. aber Fußboden? :ka:

    Und zumindest würde ich erwarten, dass der andere dann in der Art formuliert "Du, ich hab ein bisschen Bedenken wegen deines Hundes. Ich weiß, dass der nichts tut, aber mir wäre trotzdem wohler, wenn du ihn an seinen Platz anleinen könntest, ginge das?" ... und nicht in meiner Wohnung entscheidet, dass der Hund aus dem Zimmer muss! Vermutlich bietet man höflichkeitshalber ja sogar selbst an, den Hund anzuleinen, wenn man sieht, dass den Eltern etwas unwohl ist. Aber bei dieser Art und Weise Forderungen zu stellen, wäre ich schon aus Prinzip nicht mehr dazu bereit, glaube ich.

    Für mich wäre der entscheidene Punkt, dass das Ganze in der Wohnung der TE passiert ist. Draußen bin ich auch jederzeit bereit zur Rücksichtnahme, aber in meiner eigenen Wohnung meinen Hund wegsperren - never! Mir wäre aber auch nie in den Sinn gekommen, dass es Leute geben könnte, die überhaupt solche Forderungen stellen, wenn sie woanders zu Besuch sind. Finde ich schon arg frech!
    Wenn ich eine Einladung habe, frage ich, ob ich Hund mitbringen kann und sehe dann zu, dass ich damit möglichst wenig Umstände mache und sich niemand wegen uns irgendwie einschränken muss. Umgekehrt würde ich das bei jemandem, der sein Kind mitbringen möchte, absolut genauso erwarten.

    Überhaupt hätte ich ja Lust auf einen Spieleabend, der ständig von Babygeschrei unterbrochen wird :hust:

    Einfach in einen anderen Hund reinrennen ist aber auch alles andere als sozial und eine angemessene Verhaltensweise. Völlig egal, ob das gegenüber frei oder angeleint ist.
    Meine Hündin hat noch nie Löcher genacht, aber wenn jemand ungebremst in sie reinrauscht bekommt der ne entsprechende Antwort. Und das deutlich, aber ohne überzogen heftig zu reagieren.

    Das ist ja auch absolut in Ordnung!
    Stänkern, motzen, Ansage machen - finde ich alles okay. Beissen nicht, sofern der Hund nicht selbst gerade ernsthaft angegriffen wird.

    Ich finde die Teilschuldregelung bei Hunden auch passend. Natürlich ist der Auslöser oftmals ein "Tutnix", aber auch der angeleinte Hund muss wesensfest genug sein, um nicht direkt zu lochen. Ich finds auch oft nicht toll, auf der Straße blöd angequatscht zu werden, trotzdem darf ich dem Gegenüber nicht direkt nen Kinnhaken verpassen ohne Konsequenzen. Ein Minimum an Sozialverträglichkeit und angemessenen Verhaltensweisen sollte schon voraussetzbar sein, wenn man sich mit seinem Hund unter Leute mischt.

    Du weißt aber nicht, ob der andere Flöhe hat oder krank ist.

    Darum möchte ich zuerst kurzen Kontakt mit dem Besitzer, ehe ich den Hundekontakt erlaube.
    Klar, man kann da auch angelogen werden ... aber auf jeden Fall lernt mein Hund "die regelt das" - was ich viel wert finde.

    Ja okay, ich gehe davon aus, dass verantwortungsvolle Besitzer bei solchen Probleme (wie auch Aggressivität) ihren ruhig wegnehmen, was ich dann auch tue, und gut ists.

    Vielleicht werde ich hier auch missverstanden oder drücke mich komisch aus. Ich will überhaupt gar nicht anzweifeln, dass es gute Gründe für den allgemeinen "Verhaltenskodex" gibt, seinen Hund nicht zu jedem anderen hinrennen zu lassen. Insbesondere dann nicht, wenn der andere angeleint ist.
    Ich wollte aber lediglich mal anmerken, dass man sich manchmal aber auch fragt, was eigentlich Ursache für soziale Unverträglichkeiten ist und ob Mensch nicht in manchen Fällen (!) daran auch seinen Anteil hat. Meiner (natürlich völlig subjektiven!) Beobachtung nach sind diejenigen Hunde, die einfach recht unkontrolliert durch die Gegend rennen und auch "angerannt" werden dürfen, in der Mehrheit artengenossenkompatibler als die, bei denen man schon als Welpe beobachten konnte, dass die Besitzer ständig Fremdhunde weggeblockt haben, Schnuppern an der Leine strengstens verboten war, etc. pp. Ich persönlich meine, da ich mit sowas nunmal sowieso immer rechnen muss, kann sich auch direkt der Welpe dran gewöhnen, dass das nichts Schlimmes oder Unnormales ist und sollte lernen, grundsätzlich damit umzugehen zu können. Dass man bei bestimmten Konstellationen dann doch eingreift, ist ja davon unberührt.

    deliara, das ist ein scherz hier oder?

    "Ich rufe in solchen Situationen auch immer schön ran und wir gehen halt einfach ganz vorbildlich und kontaktfrei vorbei,"

    vielleicht solltest du an deiner selbstwahrnehmung arbeiten.

    Wie meinst du das?
    Ich bin wirklich extrem rücksichtsvoll und hatte in all den Jahren noch nie auch nur ein einziges böses Wort mit anderen Hundehaltern (kann mich jedenfalls an nichts erinnern). Wenn jemand signalisiert, dass er keinen Kontakt wünscht, sehe ich zu, dass es halt keinen gibt.
    Aber ich beobachte natürlich auch und vieles, was ich sehe, finde ich halt übertrieben und kanns nicht wirklich nachvollziehen. Jedenfalls würde mir nie einfallen überhaupt aktiv zu werden, solange mein Hund keine Stressymptome zeigt (oder Flöhe hat, oder krank ist, etc. .. also ganz normale, gesunde Voraussetzungen), wenn ein anderer zu uns rübergelaufen kommt.

    Für meinen Hund wäre sowas toll. Sie stromert gerne in großem Radius durch die Botanik und steht eifrig vor oder scheucht Wild auf (wenn ich sie lassen würde), entfernt sich aber nie so weit, dass sie mich aus den Augen verliert, hält zuverlässig Kontakt und würde niemals für längere Zeit einfach so verschwinden.

    Ich weiß nicht, aber wenn dein Opa tatsächlich so ablegegen wohnt, dass es niemanden stört (außer vermutlich das Wild).. dann sehe ich es eigentlich nicht sooo dramatisch, sofern der Hund ein gutes Sozialverhalten hat und keine Aggressionen gegen evtl. doch mal auftauchende Menschen und Tiere zeigt.

    Gerade dann braucht man doch aber viel viel viel Willen und Engagement, den Hund zu erziehen und auszubilden :???: Jagdlich führen heißt ja nicht, den Hund einfach abzuleinen und mal sein Ding machen zu lassen. Ist dein Opa denn Jäger?

    Ich kann nur sagen, dass mit den Beageln, die ich kenne, sehr gründlich und lange Antijagdtraining betrieben wurde. Und trotzdem ist keiner durchweg überall ableinbar. Der Hund meiner Freundin war auch schonmal 3 Stunden weg, als sie den Moment zwischen "Spur in der Nase" und Durchstarten verpasst hat. Okay, wenn das Gelände bei deinem Opa sowas gefahrlos (für den Hund) zulässt, hat er dort sicherlich das Paradies :D Aber sehr verantwortungsvoll finde ich es nicht gerade.

    Ansonsten sind es aber - jedenfalls die, die ich kenne - wirklich nette Hunde, die sich mit Allem und Jedem verstehen und nicht wirklich problematisch sind. Bissl verfressen vielleicht..

    Ich würde keinen Beagle einfach so frei in der Gegend rumlaufen lassen. Habe bei einer Freundin gesehen (die extrem erziehungsengagiert ist) wie viel Arbeit es war, bis der Hund frei laufen konnte. Wesentlich mehr als bei meinem Mix, obwohl auch mein Hund ja durchaus jagdliche Anlagen mitbringt. Ich mag Beagle sehr sehr gerne, aber mir persönlich wären die zu anstrengend :D

    Wieso kein netter Hund aus der Begleithundecke, der nicht unbedingt einen riesen Radius für sich beansprucht und jeder Spur nachsetzt?