Ja gut, Leinenbegegnungen habe ich jetzt mal außen vor gelassen. Wenn ein Hund gesichert ist, ist mir egal, ob der potentiell beißen würde :)
Ich selbst bin einmal von einem Yorkie gebissen worden, der Silverster panisch unter dem Bett saß und den wir als Kinder "trösten" und rausziehen wollten. Klassischer Fall von selbst schuld, zumal der Hund irgendeiner Bekannten von Bekannten gehörte und wir einfach fremd für den waren.
Ansonsten bin ich im Wald beim Joggen mal von 2 Dobermännern gestellt worden, das war weniger witzig. Die lebten auf einem Grundstück mitten im Wald als Wachhunde und die Besitzer hatten das Tor offenstehen lassen. Ich muss echt sagen, ich hatte waaaaahnsinnige Angst (hatte damals keine Ahnung von Hunden und wusste absolut nicht, wie man in so einer Situation reagiert) und will nicht wissen, wie das ausgegangen wäre, hätte der Besitzer nicht (von irgendwo hinter der Hecke) gepfiffen. Die beiden haben aber zum Glück top gehört und sind sofort umgedreht und abgezischt. Unsere Nachbarin ist ein paar Tage später beim Joggen von einem der beiden böse in den Oberschenkel gebissen worden.
Schäferhund habe ich nur einen näher erlebt, in der Junghundegruppe. Der hatte keine wirkliche Beschädigungsabsicht, war aber wahnsinnig überdreht und hat seinen Stress regelmäßig abgebaut, indem er sich auf meine Hündin gestürzt hat. Die Besitzer waren leider unfähig, die Leine festzuhalten und das zu verhindern. Wäre interessant, wie das Hund-Mensch-Gespann zusammen "groß" geworden ist.
Beißunfälle mit Jagdhunden etwa - die sind soooo selten, obwohl hier Wildschärfe vorliegt - muss ja Gründe haben.
Die meisten Jagdhunde, die ich kenne, haben einfach wenig bis überhaupt gar keinen Wach-, Schutz-, oder Hütetrieb oder zeigen territoriale Aggressionen. Gibt auch ein paar Ausnahmen, aber die sind wirklich sehr rar. Ich denke, das nimmt in Artgenossenbegegnungen vermutlich schonmal viel Konfliktpotential heraus.