Beiträge von Deliara

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    Ich bin einmal von einem Yorki in die Hand gebissen worden. Das war an Silvster, der Hund hatte Angst vor der Knallerei und ich war mit meinen 9 Jahren der Meinung, ich müsste ihn unter dem Bett vorholen und trösten :hust: War also eindeutig meine Schuld bzw. meine damalige Unbedarftheit und mein Unwissen im Umgang mit Hunden. Der Hund kannte mich zudem gerade mal 3 Stunden.

    Bei uns ebenfalls NEIN.
    Ich habe mir Leni "ausgesucht", weil in der Beschreibung stand, dass sie eine Ruhige wäre, die erstmal alles vorsichtig beobachtet und es langsam angehen lässt. Bei mir war sie vom ersten Tag an ein hyperaktiver Wirbelwind, den ich anfangs (ohne Hundeerfahrung) kaum in den Griff bekommen habe :D
    Ich hatte außerdem die Illusion, dass wir schon keine sonderlichen Probleme bekommen werden, wenn ich nur von Anfang an schön brav in die Hundeschule gehe und nach Lehrbuch erziehe. Vieles funktioniert auf diese Weise auch gut, bei manchen Dingen bin ich allerdings an meine Grenzen gestoßen und musste mir eingestehen, dass ich mir die Hundeerziehung um einiges einfacher vorgestellt habe. - Im Nachhinein war ich ganz schön naiv :hust:

    Aber es ist okay so, wir passen gut zusammen, haben vieles in den Griff bekommen und leben insgesamt völlig harmonisch miteinander :)

    Hm, ist der Hund dort in Zwingerhaltung? Ehrlich gesagt, das würde ich auch nicht übers Herz bringen und ich glaube, mein anhängliches Sensibelchen würde das auch nur schwer verkraften.

    Ansonsten ganz grundsätzlich: ich habe Leni auch im August 7 Tage fremdbetreuen lassen müssen. Zwar kennt sie die Leute, weil sie 2x die Woche sowieso dort ist, lebte dort im Familienverbund und dufte sogar mit im Schlafzimmer schlafen, aber ich hab mich trotzdem unendlich schlecht gefühlt, als ich sie dort abgegeben habe. Ich denke, das ist ganz normal ;) Die paar Tage wird dein Hund sicherlich gut wegstecken :)

    Ich kann bei Problemen mit dem Alleinebleiben uneingeschränkt das Buch von Christiane Wergowski "Die Hundeschule: Alleine bleiben" empfehlen. Dort werden viele verschiedene Bausteine vorgestellt und erklärt, die dem Hund das stressfreie Alleinesein ermöglichen können. Meine Hündin hat ja selbst extremste Probleme damit (äußert sich durch Dauerbellen) und seit wir auf Grundlage dieses Buches trainieren, sehe ich zum ersten Mal Fortschritte -auch wenn es sehr langsam voran geht bei uns, aber das ist immerhin eine deutliche Verbesserung zu unserem vorherhigen Training.

    An deiner Stelle würde ich den Hund zudem im Haus weitestgehend ignorieren, so dass er lernt, dass zu Hause sowieso keine Party stattfindet, ganz egal ob du zu Hause bist oder nicht. Action gibts draußen ;) Dann ist es sicherlich sinnvoll, erstmal innerhalb der Wohnung mit dem Alleinebleiben anfangen.. also einfach mal Türen schließen. Erst wenn das richtig gut und ohne Protest/Zerstörung klappt, würde ich mich an die Haustür wagen. Und ganz wichtig: während der Übungszeit den Hund nicht überfordern, sondern immer nur so weit gehen, wie er vom Lernstand her kann. Bei uns sind das bei meiner 10 Monate alten Hündin momentan 17 Minuten :roll:
    Leider schreibst du ja, dass du keine Möglichkeit hast, den Hund während deiner Arbeitszeit betreuen zu lassen und dass somit wenig Zeit zum Üben vorhanden ist. Hast du es mal mit Aushängen im Supermarkt oder in der Nachbarschaft, Anzeigen in der Lokalzeitung etc. probiert? Vielleicht findet sich ja eine liebe Omi, die ein paar Stunden Hundegesellschaft am Tag zu schätzen weiß und den Hund auch umsonst betreut oder ähnliches ;) Einen Versuch wäre es sicherlich wert.
    Bei mir persönlich ist die Übergangslösung momentan das Auto. Dort muss sie halt täglich 90min auf mich warten (länger bin ich zum Glück nicht außer Haus), bis wir so weit sind, dass sie diese Zeit stressfrei zu Hause bleiben kann. Wird es zu kalt dafür, habe ich notfalls aber auch noch eine Betreuung als Plan B in der Hinterhand (von der ich hoffe, dass ich nicht auf sie zurückgreifen muss, da ich als Studentin ebenfalls nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung habe).

    Dass man vor erheblichen organisatorischen Problemen steht, wenn man berufstätig ist und Zeit und Finanzen begrenzt sind, kann ich sehr gut nachvollziehen. Trotzdem wirst du der Tatsache ins Auge blicken müssen, dass dein Hund Zeit und Geduld zum Lernen braucht und die Holzhammermethode höchstwahrscheinlich nicht funktionieren wird. Meiner bescheidenen Einschätzung nach führt kein Weg daran vorbei, dass du mit Nachdruck nach einer Betreuungslösung suchst, die euch ein Zeitpolster verschafft und den Druck nimmt, dass das Training möglichst schnell voranschreiten muss.

    Mich ekelt so vieles, aber es hilft ja nichts.. in dem Moment, in dem hier ein Hund eingezogen ist, musste ich mich eben auch mit den unangenehmen Seiten engagieren ;)
    Von Durchfall und Kotzerei sind wir zum Glück bisher verschont geblieben. Dafür wälzt sich Hundi aber leidenschaftlich gerne in Fuchskacke und menschlichen Hinterlassenschaften - DAS bringt mich wirklich an meine Grenzen!! :kotz: Auch die Beseitigung der Hundehaufen kostet mich nach wie vor ordentlich Überwindung, aber immerhin wird mir inzwischen nicht mehr übel dabei :D

    Ich füttere an Trockenfutter Josera und Bestes Futter und bin damit sehr zufrieden :) Aussortiert haben wir Mera Dog (das hat sie als Welpe auf der Plegestelle bekommen und ich habe es dann eben noch ein Weilchen weiter gefüttert) und Bewi Dog.

    Ab und an gibt es mal Dosen von Rinti, Lunderland oder Boos. Da wir mit allen gut klar kommen, würde ich davon auch nichts aussortieren.


    No Go's sind für mich fast alle Sorten, die man im Supermakt bekommt. Ist Hundchen bei meiner Mutter, bekommt sie dort von ihr ab und an das Futter von Rewe ("das schmeckt ihr doch so gut und laut Stiftung Warentest..." etc. pp. ;) ). Begeistert bin ich davon nicht, andererseits passiert das höchstens 1x im Monat und da will ich mal nun nicht päpstlicher als der Papst sein. Aber grundsätzlich käme mir sowas nicht in den Napf.

    Bei uns nützt das Verstecken leider überhaupt nix.. Madame streckt irgendwann (nachdem sie nach endlosen Minuten endlich mal bemerkt hat, dass ich nicht mehr in Sichtweite bin) die Nase in den Wind und kommt dann zielgenau und völlig relaxed auf mich zugetrabt :roll:
    Als Welpe - als das Näschen noch nicht so gut funktioniert hat - hat das allerdings gut geholfen, ihr das Umdrehen und Kontaktaufnehmen anzugewöhnen. Sie hat es im Prinzip bis heute beibehalten und achtet insgesamt recht gut auf mich, sofern sie nicht gerade irgendeine supertolle Schnüffelstelle entdeckt hat.

    @dalai_Lina

    Das ist wirklich traurig. Allerdings habe ich ja immer noch die Illusion, dass solche Eltern die Mindeheit sind :roll:


    Zitat

    Hihi, ich tu mir grad die ganzen Erstsemester-Lehramtsveranstaltungen an :D


    Och das ist ja lustig.. so klein ist die Welt ;) Dann wünsch ich dir mal viel Spaß und Durchhaltevermögen weiterhin!
    (und speziell die ESL Grundvorlesungen sollte ich mir vorm Examen auch nochmal angucken. Hab schon wieder alles vergessen :hust: )

    Abessinierin

    Das kenne ich vom Sohn meines Freundes auch. Lesen ist für den ein rotes Tuch. Trotzdem, wäre es MEIN Kind (und hätte es die gleichen Schwierigkeiten hinsichtlich der Rechtschreibung wie der Kleine), würde ich konsequent jeden Abend eine halbe Stunde mit ihm lesen, da gäbe es gar keine Diskussion und es wäre mir völlig egal, ob dem Herrn Sohn das gefällt oder nicht. Kann sein, dass mein Kind bei dieser "Methode" danach nie wieder freiwillig ein Buch anfasst, aber immerhin würde es (hoffentlich) anschließend die deutsche Rechtschreibung und Grammatik ausreichend beherrschen.

    Ich muss sagen, dass ich bei dem Thema auch extrem intolerant bin. Aus meiner Familie kenne ich keine Rechtschreibschwächen und sofern keine genetisch bedingte Problematik vorliegt, fehlt mir für fehlerhaften Umgang mit der deutschen Sprache jegliches Verständnis.
    Mit der Einstellung kriege ich als angehende Lehrerin aber sicherlich noch Spaß im Berufsleben :D :roll:

    Was die Hausaufgabenkontrolle durch Eltern angeht: ich finde das super, allerdings unter der Voraussetzung, dass sie dem Kind seine Fehler erklären und nicht einfach nur die Hausaufgaben "perfektionieren" :gut: