Beiträge von lilactime

    Dann können doch 2 Individuen ein neues Rudel bilden?!

    Naja, erstmal wärs halt nur ein Pärchen. Käme dann der erste Wurf, würden Jungtiere verbleiben usw...dann würde sich ein neues Rudel bilden.

    Auch wenn nur die Ranghöchsten sich dann fortpflanzen, ist der Rest ja dennoch Teil des Rudels

    Ja, klar. Aber ich verstehe nicht so ganz, was du damit sagen willst?

    Wie "darf" man denn Hunde nennen, die dem entsprechen, wenn nicht Rudel?

    Du kannst deine Hundegruppe doch nennen wie du willst. Wenns in deinen Augen ein Rudel ist - dann ist es so. Wenn dus für ne Herde hälst - auch supi! :smile:
    Ich finds viel interessanter, warum es denn unbedingt ein "Rudel" sein muss - und warum so vehement dagegen vorgegangen wird, wenn angemerkt wird, dass die Definition von Rudel nunmal nicht auf eine Hundegruppe passt.

    Im Endeffekt ist es doch völlig egal, weils eh jeder nennt, wies ihm beliebt.

    ICH denke, man kann den Hund nunmal nicht vom Wolf trennen, jedenfalls in vielen grundlegenden Bereichen nicht. Von daher sollte man, wenn man vom Rudel in Bezug auf den Hund spricht, auch die Definition verwenden, die dafür vorgesehen ist.

    Aber das Rudel lebt ja nicht im permanentem Inzest, also muss es doch dynamisch sein :???: . So zumindest die Elterntiere sind ja nun nicht verwandt und müssen sich erst mal gefunden haben...

    Nein, es gibt eine Inzestbarriere im Rudel.
    Aber im Normalfall bekommt nur das ranghöchste Weibchen Welpen - und das wiederum (im Normalfall halt) nur vom ranghöchsten Rüden.
    Der Rest des Rudels sind ältere Nachkommen der beiden, nur in ganz seltenen Fällen werden fremde Wölfe ins Rudel integriert.
    Die meisten Nachkommen wandern mit der Geschlechtsreife ab und versuchen sich an der Bildung eines neuen Rudels. Oder sie verbleiben im Rudel und ordnen sich halt unter.
    Das Rudel ist ja auch dynamisch, zumindest was Abwanderungen betrifft - es ist aber recht starr in Bezug auf die Reproduktionsrechte.
    Die Größe des Rudels ist abhängig von der nahrungsökologischen Situation - wenn also abgewandert wird, rekrutieren sich die neuen Rudelmitglieder aus den im Frühjahr geborenen Welpen....soweit, wie es die Nahrungssituation halt hergibt.

    Wieso sollten denn nicht verwandte Hunde keinen Familienverband darstellen? Bedeutet für euch Familie, dass man verwandt ist?

    Für mich gehört mein Freund auch zur Familie. Und der ist Gott sei Dank nicht mit mir verwandt.

    Es geht ja nicht darum, wer als zur Familie zugehörig empfunden wird.

    Es geht um die spezielle Dynamik eines Familienverbandes, den man mit losen Verwandten, Bekannten, Freunden nicht erreichen kann.
    Um ein Rudel eben.

    Warum muss denn eigentlich immer unbedingt der Begriff "Rudel" für einen beliebigen Zusammenschluß von Tieren herhalten?
    Dieser Begriff ist doch nunmal belegt, mit viel Geschichte und Assoziationen.
    Warum also gerade "Rudel", wenn es zudem doch auch zweifelhaft ist, ob ein Hundeverband überhaupt Rudelkriterien erfüllt (was er meiner Meinung nach nicht tut)?
    Ist das die Sehnsucht nach dem "Wolfsrudel für Zuhause"?
    Begriffsignoranz?

    Ich versteh es nicht so recht...

    Aber gegen Ende gar nicht soo verkehrt. Es ist doch so, dass der Jungrüde (Blick unter meinen Stuhl - aha, es pennt gerade) tatsächlich immer wieder mal ab einem gewissen Alter Anflüge von "aufmerksamkeitheischenden Aktionen" zeigt. Nein, will ich nicht, wird beendet. Punkt, ohne Diskussion, ohne laut, ohne Trara. Hund soll sich benehmen, auch wenn die Hormone gerade das Hirn fluten.

    Das stimmt, aber die Schlussfolgerung, dass sich "nur der Boss" paaren darf, weshalb Hund sich zurückzuhalten hat...finde ich schräg:

    Wir wehren ab, wenn w i r begattet werden sollen und wir wehren ab, dass Kissen, Stuhlbeine, Gäste und Sonstiges begattet wird! Begatten darf nur der Boss und das ist n i c h t unser Jungspund!

    ....ich stelle mir nur gerade vor, wie mein Freund unserem Besuch erklärt, dass allein er es ist, der hier begatten darf, während er den rammelnden Junghund vom Besucherbein pflückt. :tropf:

    Dass Stress und Übersprung nicht behandelt wurden (oder nicht zitiert?) ist für mich aber logische Konsequenz des ganzen Geschreibsels:
    Gäbe es die Möglichkeit, dass Hund eventuell aus anderen Gründen (als aus Herrsch/Sexsucht) zum Ventil "rammeln" greifen könnte, wäre ja die schöne Schlussfolgerung "Junghund muss nur aufgezeigt bekommen, wer der Boss ist" futsch...

    Uhhh...ok...

    Wolfsrüden und Wolfsfähen können sich nur einmal im Jahr paaren. Im späten Frühjahr werden die Fähen heiss und der Leitrüde wählt sich seine Gefährtin.

    Soweit ich weiß, fällt die Ranz in den Februar.

    Während bei allen anderen Tieren aus der Gruppe der „hundeartigen“ , Verpaarungen von Weibchen mit diversen, unterschiedlichen Rüden stattfinden, so ist es bei den Wölfen so, dass nur e i n Rüde zum Zug kommt. Und zwar der Rüde, der genügend Aufmerksamkeit durch das Weibchen, die Fähe, geschenkt bekommt. Im Wolfsrudel nennt man diesen Rüden das „Alphatier“.

    Es können auch andere Rüden zum Zug kommen, abseits des "Alpha-Rüden", durch Rückrechnung ist zwar meist festzustellen, dass der ranghöchste Rüde der Welpenvater ist, was aber wie gesagt nicht heißt, dass nur dieser deckt.
    Ist ja auch von Vorteil: Wenn mehrere Rüden der Überzeugung sind, sie könnten Vater sein, bindet sie das mehr an die schutzbedürftige Mutter plus Nachwuchs.
    Evolutionstrick.

    Die durch den Menschen beeinflusste Evolution hat aus Wölfen zahme, freundliche Hausgefährten gemacht. Völlig verstümmelt in der Kommunikation und im Sozialempfinden. Aus einem Raubtier wurde ein „Kindersatz“.

    Die Domestikation (wieso Evolution? Ist doch was völlig anderes?) hat verstümmelt?
    Nö, sie hat einfach für eine sinnvolle Anpassung an das Leben im Hausstand und mit dem Menschen vollbracht.
    In manchen Funktionskreisen ist das Verhalten des Hundes im Gegensatz zum Wolf zwar auf einer verjugendlichten Stufe stehen geblieben (Jagdverhalten zB) - das heißt aber doch nur, dass das ursprüngliche Verhalten dieser Funktionskreise in jener Form nicht mehr benötigt wurde - also wandelte es sich.

    Unsere Hunde haben dennoch im Hinterkopf: Viel Aufmerksamkeit=Arterhaltung=Chef des Verbandes!

    So ein Quatsch...da kommt wieder das Märchen vom ewig nach oben strebenden, machthungrigen Wolf zutage.
    Im Sinne der Gesamteignung des Wolfes (vorrangiges Interesse ist Überleben und Reproduktion, Weitergabe der Gene --> auch die naher Verwandter) ist es totaler Quatsch, immer "ganz oben" sein zu müssen.
    Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist der 0815 Wolf im Rudel doch mit den sich paarenden Wölfen verwandt. Ein Teil seiner Gene werden auf diese Weise weitergegeben.
    So hat Wolf es nicht nötig, sich im permanenten Kampf um Spitzenpositionen zu befinden.

    .....

    Das folgende ist der übliche Dominanz/Rangordnungsquatsch, zu dem man sich ja nicht mehr groß äußern muss.

    Innereien vom Rind besorge ich beim Fleischer meines Vertrauens.
    Dort bekommt man auf Bestellung auch alles mögliche an Knochen.
    Geflügelinnereien hole ich auf dem Markt.

    Als ich noch der festen Überzeugung war "Hund braucht Knochen" habe ich auch ab und zu beim Barf-Shop eingekauft, allerdings grundsätzlich mit einem weniger guten Gefühl.
    Inzwischen hab ich das ganz eingestellt.

    LL Wildfleisch, Light-Mozzarella

    Pellkartoffeln

    Blumenkohl, Brokkoli, Möhren und 1/2 geriebener Apfel

    Salz, Eierschale, Kürbiskernöl, (Vitamine)

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    Ich füttere ebenfalls keine Knochen, auch keine frischen Knorpel.
    Wird beides entweder nach wenigen Minuten wieder ausgek...tzt oder Hund quält sich am nächsten Tag beim Gassi mit Knochenkot.
    Dazu muss ich allerdings sagen, dass Cala schlingt wie verrückt und dabei auch große Knochenstücke abschlucken würde.

    Als Alternative um das Kaubedürfnis zu befriedigen (Calcium wird halt entweder mit Algenkalk, Eierschale oder Knochenmehl supplementiert) gibt es hier die Ohrmuscheln vom Rind.
    Die sind sehr hart, groß genug um sie rechtzeitig wegzunehmen bevor etwas verschluckt wird, es brechen keine größeren Stücke ab UND - sie stinken so erbärmlich, dass Frau Hund sie mit großer Freude frisst.

    Ich
    finde auch, dass man gut sieht, wie es Cala Spaß macht, was zu lernen -
    und das ist die Hauptsache!

    Ja, das stimmt! :smile:
    Neuerdingsläuft sie mir nun auch (total übergriffig) in der Wohnung hinterher und latscht mir ungefragt auf die Füße - wir üben diesen Hund-steht-mit-seinen-Pfoten-auf-Menschenfüßen-und-läuft-mit Trick, dabei ist mein Fuß anfangs ihr Pfotentarget, so kam wohl wieder eine unselige Verknüpfung zustande. :D

    Es
    berührt mich sehr, wie du für deine Cala kämpfst und alles nur mögliche
    für sie tust. Cala ist eine symphatische Hündin, hoffentlich hält sich
    der Ist-Zustand noch für lange Zeit.

    Cala hat es einfach sowas von verdient, dass man um sie kämpft!
    Ich wehre mich ja gegen diese "Seelenhund/Herzenshund" Versimplifizierungen...aber irgend sowas ist Cala für mich. Irgendetwas nicht greifbares, ganz wunderbares.

    Vll.
    ist ein Termin eine Überlegung wert.

    Ja, ich informiere mich momentan noch und hatte auch vor, mal mit einem Osteopathen zu telefonieren - einfach um mich zu erkundigen, ob Erfahrungen mit dem
    Krankheitsbild vorhanden sind....und wenn ja, was für Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

    Wie
    süß sie dich beim "Schau" anguckt - da wirkt sie überhaupt nicht krank,
    sondern richtig fit und gut drauf.

    Ist sie dann auch! DIe Krankheit bestimmt bei weitem nicht ihr gesamtes Wesen, jedenfalls im Moment nicht.

    Kann
    mir gar nicht vorstellen, was das für ein Gefühl für dich sein muss,
    dieses Auf und Ab so mitzumachen und nun endlich auch wieder ein
    richtiges Hoch zu haben.

    Was mich etwas kirre macht ist die fehlende Prognose bei der Erkrankung. Klar, jetzt im Moment ist es recht stabil und das genieße ich auch.
    Aber mich würde schon interessieren, worauf ich mich einstellen muss. Ich würde zB gerne wissen, wie genau diese Schübe verlaufen, wie sie physiologisch zustandekommen, wie wahrscheinlich es ist, dass es danach wieder aufwärts geht usw...

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    Wir kommen gerade von einem kleinen Versuch mit Cala zurück.
    Cala lief ziemlich genau 10 Minuten in bekanntem Gelände gut. Anschließend kam sie ins Auto, wir (mein Freund und ich) fuhren einkaufen. Während
    mein Freund im Laden war und Cala etwa 5 Minuten Ruhezeit im Auto gehabt hatte, ging ich mit ihr nochmals 5 Minuten.
    Meine Hoffnung/Theorie war, dass die kurze Ruhephase sie wieder mobilisiert haben könnte und man so insgesamt die Gassigänge ausweiten könnte.
    Leider war dem nicht so. Cala lief noch etwa 2 von den 5 Minuten recht gut, danach merkte man ihr die Erschöpfung deutlich an: hängender Kopf (der übrigens
    typisch ist für ihre Erkrankung), langsamer, unsicherer Gang, "Leidensmiene".

    Nunja...vielleicht hing es auch damit zusammen dass Cala heute 1. insgesamt nicht besonders gut drauf war und 2. sich im Schnee (der seit heute liegt) beim 10 Minuten Gassi einfach so verausgabt hat, dass halt anschließend nichts mehr ging.

    :ka: