Beiträge von lilactime

    Vielleicht bei der Nasenarbeit einen Schritt zurückgehen auf "Kindergartenniveau"?
    Also ganz simpel ein "Such" Kommando konditionieren, Leckerlies ausstreuen, suchen lassen. Ohne irgendeinen Anspruch.
    Drinnen Kaubeschäftigung bieten zum Runterkommen fiele mir noch ein - gefüllte Kongs (eventuell verstecken), harter Kram wie Rinderkopfhaut, Ohrmuscheln, an denen der Hund ordentlich zu arbeiten hat - lastet zwar nicht besonders aus, fährt aber vielleicht runter.

    Hast du mal über konditionierte Entspannung drinnen nachgedacht?

    Einen, den letzten, Versuch werde ich jetzt noch machen: Werde Kontakt zur Uniklinik München herstellen, dort soll ein Neurologe arbeiten, der sich gut mit CNM auskennt.
    Unterlagen habe ich zusammen, jetzt warte ich noch auf die Kontaktdaten.

    Drückt uns die Daumen! Ganz vielleicht gibt es ja noch neue Erkenntnisse!

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    Ich fixiere ihn und strahle Selbstsicherheit und Ruhe aus. Die meisten Hunde ordnen sich sofort unter und ansonsten gibt´s ein böses "NEIN" und ich beuge mich leicht über den Hund. Das klappt fast immer, bei auffällig aggressiven Hunden bin ich natürlich vorsichtiger, das ist klar. Sehr interessant ist, wenn ich einen Rüden "verscheucht" habe, kommt meine Maus und will mir den Mund ablecken. Was sind denn diese "vielen Möglichkeiten", sich Rüden vom Hals zu halten????

    Vermutlich will deine Maus dir beschwichtigende Gesten zukommen lassen für die "Heldentat", einen Rüden auf diese Art und Weise abgewehrt zu haben. Genug bedrohliche Körpersprache dafür war ja anscheinend vorhanden.
    Wie deutest du das das Mundlecken denn? Als Dankeschön?

    Eine Möglichkeit, sich einen Rüden vom Hals zu halten ist zum Beispiel, ihn simpel zu blocken....und zwar OHNE einladende "Beiß mich doch" Körpersprache.
    Eine andere ist, eine Moxonleine mitzuführen mit der man den Hund einfängt und zum Besitzer bringt oder auf ihn wartet.
    Bei weniger interessierten Rüden könnte man eine handvoll Leckerlies ausstreuen usw...

    Ich denke, das wird auch einer der Gründe dafür sein, dass sich sehr fitte Clickertrainer wie beispielsweise Karen Pryor für das Verwenden von milden konditionierten Strafen aussprechen.

    :gut:


    Ich finde eine (vernünftig) konditionierte negative Strafe auch um Längen besser als wild positiv zu strafen (das wäre ja vermutlich aus Impulsivität die häufigste Form der Strafe) eben weil einem der Kragen platzt.
    Die Nebenwirkungen und Fallstricke, die Strafe mit sich bringt kauft man zwar immer mit ein, aber halt kontrolliert.

    ch möchte, dass mein Hund Dinge für mich und uns tut, nicht für die Leckerlis - zum Glück hat er ein ausgeprägtes "will-to-please".

    WTP haben schließt aber keinesfalls aus, für seine Arbeit auch angemessen belohnt zu werden.
    Dieses "ich möchte, dass mein Hund es für mich tut" finde ich immer etwas seltsam.
    Warum legt man da eigentlich so viel Wert drauf?
    Mir kommt es ein bißchen so vor, als wäre das ein Ego-Ding (will ich jetzt niemandem speziell unterstellen, deshalb halte ich es allgemein): Es ist ja auf gewisse Weise schmeichelhaft, wenn Hund nur für seine Bezugsperson arbeitet, ohne profane Belohnung, nur aus Verbundenheit und Liebe.
    Für realistisch halte ich das nicht.

    Ich belohne gerne und viel, vor allem mittels Leckerlie. Mein Hund soll sich nicht vor Selbstaufopferung überschlagen, er soll nicht mir zuliebe arbeiten. Den Anspruch habe ich nicht.
    Ich glaube auch, mit diesem Anspruch wird man leicht Opfer von Enttäuschung und Frust.

    Heute gibts Fleischbällchen aus Rinderhack, Ei, etwas Paniermehl, Petersilie und Salz (in heißem Wasser 10 Minuten durchgezogen), dazu:

    Pellkartoffeln

    Brokkoli, Blumenkohl, Zuccini, 1/2 geriebener Apfel

    Eierschale, Kürbiskernöl, Kokosflocken, (Vitamine)

    Die Bällchen kann ich zusätzlich als Leckerlie nehmen für drinnen und draußen, sonst hätte ich das Hack einfach nur gebraten.

    Komm, laß dich einfach mal drücken

    Alles Gute!

    Ist beides angekommen! :bussi:

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    Gestern lief Cala trotz allem insgesamt über den Tag verteilt 35 Minuten.
    So schlecht ist das nicht!
    Das Ganze war aufgeteilt auf 4 Runden, die haben sich in den letzten Tagen konstant eingeschlichen - nun weiß ich aber nicht, ob Cala das nicht eventuell doch zuviel wird...
    Ich versuche, möglichst große Zeitabstände zwischen die einzelnen Runden zu kriegen, habe aber nunmal auch noch anderes zu tun. Ich kann nicht garantieren, dass wir strikt alle 4 Stunden eine Runde machen.
    Der Muskelabbau sitzt uns im Nacken, deshalb finde ich es wichtig, mehr Runden zu laufen, wenn die einzelnen schon kürzer ausfallen.
    Man muss halt auch bedenken, dass Cala verlorene Muskulatur vermutlich nicht wieder aufbauen kann.

    Dank dir auch, Sonja!
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    Es geht schon wieder los: Nach einer guten Runde heut morgen wars eben wieder voll daneben. Schleichmodus.

    Es macht mich wahnsinnig, dass ich kein Muster erkennen kann!
    Es ist so schwer zu akzeptieren, dass die Krankheit eine Eigendynamik hat, die sich jedem Berechnungsversuch und jedem guten Willen und überhaupt allem entzieht.
    Es ist so schwer zu akzeptieren, dass es Faktoren gibt, auf die ich null komma null Einfluss nehmen kann.
    Wenn ich wenigstens zB mit Sicherheit sagen könnte: Das liegt am feucht-kalten Wetter und wird verschwinden, wenn es wieder milder wird....aber es entzieht sich einfach meinem Einfluss- und Verständnisbereich.

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    Ich hatte hier im Thread von @asterix99 mal den Tipp bekommen, mich in einer Braunschweiger Klinik zu melden bezüglich Calas Erkrankung.
    Habe ich vorgestern getan mit der Absicht, die gesamten Unterlagen (plus Gangbildvideo) zur Beurteilung zum dortigen Oberarzt zu schicken.
    Mir wurde gleich am Telefon von diesem gesagt, dass er bei dieser Art der Myopathie auch keine Ideen hätte und ich die Unterlagen nicht schicken bräuchte.
    Er habe im Rahmen seines Studiums Erfahrungen mit CNM sammeln können und nannte die Krankheit "frustrierend".
    Frustrierend, weil man tun kann was man will, die Myopathie schreitet immer weiter und weiter fort und keine Physiotherapie, keine Medikamente, kein guter Wille hält sie dauerhaft auf.

    Ach, Kathi, ich lese ja nun von Anfang an hier mit und kann dir nur meinen Respekt zollen, wie Du das ständige Auf und Ab erträgst, nicht jeder wäre dazu in der Lage.

    Danke Gaby!

    Aber ganz ehrlich: Ich weiß auch nicht, wie ich (wir, mein Freund hängt schließlich auch mit drin) das eigentlich ertragen. Es ist teilweise so eine brutale Achterbahnfahrt - ich habe viel mit mir zu kämpfen um möglichst positiv gestimmt zu bleiben.
    Klappt natürlich nicht immer - und an Tagen wie den oben erwähnten ist es einfach ein Ding der Unmöglichkeit auch nur irgendwas sonnig zu sehen. Da überwältigt einen dieses Elend dann einfach.