Beiträge von lilactime

    Danke ihr Lieben! :bussi:

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    Hier sind ja nun Leute vertreten, die Calas Geschichte fast oder ganz von Anfang an verfolgt haben.
    Ich habe ein Thema zu ihrem Problem mit anderen Hunden eröffnet, vielleicht hat ja einer von euch noch eine Idee?

    Einfache Umorientierung oder gezielte Gegenkonditionierung?

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    Calas erneute physiotherapeutische Begutachtung/Behandlung hat leider noch nicht stattgefunden, unsere Therapeutin ist verhindert.
    Momentan laufen wir etwa 30-40 Minuten pro Tag. Ich ziehe die 4 Gassigänge durch.
    Auffällig ist, dass grundsätzlich der zweite Gang gegen Mittag eher schlecht ist. Woran das auch immer liegen mag. Das Problem mit dem Mittagsgang hatten wir ja schonmal über einen langen Zeitraum - auch da bin ich nicht hinter das Problem gekommen.
    Natürlich frage ich mich, ob ich Cala eventuell überfordere. Dagegen spricht, dass das Mittagsgassi auch bei drei Gängen nicht wirklich toll ist. :ka:

    Hihi, fast schon witzig dass bei einer Hülsenfrucht (auch wenn es nur Linsen sind und durchaus viele Hunde die ja ohne Blähbauch vertragen) bei dem gezeichneten Hund eine Windwolke dahintergemalt is

    Hey, das ist doch mal ein wirklich ehrliches Produkt! :D

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    Hier gabs zum Frühstück Dose "Brimo Hirsch". Desweiteren:

    Rindergulasch, Harzer Käse

    Salzkartoffeln

    Fenchel, Möhren, geriebene Gurke

    Knochenmehl, Kokosflocken, Kürbiskernöl, (Vitamine)

    Hallo! :smile:

    Meine Cala hat ein Problem mit anderen Hunden - dies zeigt sich seit etwa einem Jahr, seit bei ihr eine Muskelerkrankung ausgebrochen ist, welche mit Erschöpfung und vermutlich auch Schmerzen einhergeht.

    Taucht ein fremder Hund auf der Bildfläche auf, richtet sich erstmal alles an Cala nach vorne: Körperschwerpunkt, Ohren, Rute dabei hoch über der Rückenlinie.
    Wagt der entsprechende Hund es, näher zu kommen, beginnt Cala mit einer Art Grunzen (kein Knurren, kein Bellen) - man hört dabei die Empörung förmlich heraus.
    Das alles passiert vor allem, wenn in nächster Nähe unerwartet Hunde um die Ecke biegen - auf größere Entfernungen haben wir bereits eine funktionierende Umorientierung zu mir.

    Da das alles mit viel Stress einhergeht, wäre es mir vor allem wichtig, dass mein Hund den Anblick anderer Hunde mit einer möglichst positiven Emotion verbindet.
    Stress ist Gift für Calas Krankheitsbild - anhaltenderer Stress löst bei ihr Schübe/Erschöpfungszustände aus.
    So dachte ich dann in Richtung Gegenkonditionierung/Zeigen und Benennen.
    Allerdings habe ich nun den Denkanstoß bekommen, dass so eine Gegenkonditionierung zum einen langwierig ist, zum anderen schwierig zu bewerkstelligen (Zeitpunkt vor jeglicher Erregung des Hundes abpassen) und auch wiederum mit Stress behaftet.
    Mir wurde vorgeschlagen, es bei einer einfachen Umorientierung zu belassen. Also: Hund erblickt Auslöser - Umorientierung zu mir - Click - mit Alternativverhalten aus der Situation herausführen (zB "Fuß" oder Handtarget).

    Meine Bedenken dabei sind, dass es ja an der grundlegenden Emotion anderen Hunden gegenüber nichts ändert. Ich betreibe doch einfach nur Management und nehme auch nicht unbedingt die Anspannung von ihr?

    Wir arbeiten momentan wieder verstärkt an einem Signal für die konditionierte Entspannung - vielleicht ist das in Zukunft ja auch ein Weg für uns.
    Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir aber noch beim Aufbau.

    Dazu muss ich sagen, dass Cala krankheitsbedingt maximal 12 Minuten am Stück laufen kann. Viermal am Tag laufen wir in unterschiedlichen Umgebungen, öfters fahren wir auch in hundelose Gegenden, das ist aber nicht immer möglich. Komplett vermeiden (um Stress zu entgehen) kann ich also auch nicht.

    Ich habe aufgrund der kurzen Gassizeiten auch nicht alle Zeit der Welt, Situationen zu üben und Alternativen zu festigen - in einem bestimmten Maß schon, aber halt nicht unbegrenzt.

    Nun geht es mir, wie gesagt, hauptsächlich um einen Lösungsweg, um Cala einen Teil des Stresses zu nehmen ohne dass jeder zweite Gassigang ein Spießrutenlauf wird, weil wir ständig nur ausweichen müssen.

    Denkanstöße sind höchst willkommen! =)

    Hühnerbrust, 1 Parmesan-Spiegelei

    Quinoa-Nudeln

    Fenchel, Rübchen, Petersilienwurzel, 1/2 geriebener Apfel

    Wildfett, Salz, Arganöl, Eierschale, (Vitamine)

    So sieht Cala im Moment aus (wenn man sich mehr Muskulatur dazudenkt, finde ich sie eigentlich ganz ok so):

    Externer Inhalt lh4.googleusercontent.com
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    Ich weiß nicht, ob es hier schon irgendwo steht: Hast du mit ihm nur die klassische ZOS-Anzeige geübt, also Anzeige durch Ablage und verharren mit der Schnauze am Gegenstand?
    Vielleicht liegt ihm dann ja auch einfach nur diese Art der Anzeige nicht?
    Bei der Geruchsidentifizierung, die ich mit Cala gemacht habe, habe ich sie zB einfach durch verharren am Geruchsgegenstand anzeigen lassen. Sie konnte dabei stehen bleiben, es ging eher darum, dass sie Zeit beim Gegenstand verbringt, weniger um eine bestimmte Bewegungsreihenfolge (identifizieren-ablegen-Schnauze platzieren-so verharren) - vielleicht wäre das ja etwas für euch? Es ist halt ein nicht ganz so strenges Ritual und besteht aus weniger Einzelschritten.


    Ich denke, daß die emotionale Haltung des Halters bei der Erziehung und Ausbildung eine sehr wichtige Rolle spielt. Zunächst dient die Belohnung dazu dem Hund zu verdeutlichen welches Verhalten erwünscht ist. Später aber, wenn der Hund ein Kommando beherrscht ist es nicht nur die Belohnung (Leckerli), sondern auch die emotionale Reaktion des Halters die für den Hund extrem wichtig ist.

    Ich glaube auch, dass das "emotionale Milieu", welches dem Hund geboten wird, eine große Rolle spielt.
    Allerdings wird ja die freudige Reaktion des Halters für den Hund zum sekundären Verstärker. Halter freut sich - Hund bekommt ersehnte Belohnung - Freude des Halters hat ab da Ankündigungsfunktion für primären Verstärker.
    Ob es da also wirklich die Freude des HH an sich ist, für die der Hund arbeitet?
    Ich will ja gar nicht bestreiten, dass es Hund gibt, für die die reine Begeisterung des Hundehalters die ersehnte Belohnung darstellt...nur ist dies meiner Meinung nach eher selten der Fall.