Beiträge von lilactime

    Na sicher möcht ich das! Hab mich nur net getraut zu fragen weil ich nicht wußte ob sie das vielleicht stressen würde...

    Menschen sind das Größte für sie!
    Treffen wir einen ihr gut bekannten Hund (den sie auch mag) mit dem jeweiligen Halter, begrüßt sie grundsätzlich den Halter zuerst und sehr ausgiebig, der Hund ist komplett abgeschrieben. :D

    Also ich denke da dann sofort daran das eine dauerhafte Fehlstellung eben Schäden nach sich zieht.

    Ich weiß nicht, ob es eine direkte Fehlstellung ist - auf jeden Fall ist es aber auffällig!

    Ne, die meine ich nicht. Nicht rechts-links, sondern nach unten gezogen und gleichzeitig recht-links.

    Ich erwähnte es ja schonmal: Ich bin komplett betriebsblind!
    Schaue ich mir das Video an, erfreue ich mich eher daran, dass sie (aus meiner Sicht) so gut läuft. Und vor allem so lange gut.
    Ich sehe mit Ach und Krach das Schlängeln der Wirbelsäule, beim Rest denk ich mir: Ja, halt Cala! :ka:

    Bei uns sinds beidseitig lädierte Gastrognemiussehnen. Verknöchert und rechts entzündet. Dazu kommen Verspannte Muskeln im Lendenwirbelbereich und arthotische Veränderungen in der Wirbelsäule (leichte aber reichen wohl für unbehagen)

    Ach je...das klingt vor allem sehr schmerzhaft!
    Physiotherapie macht ihr ja? Kann man da sonst noch etwas tun?

    Wegen Aoleons Beitrag Edith: Wirf ihr mal ein paar Leckerlies auf den Boden und film das mal bitte... Ganz normales Leckerlie suchen.

    Kriegst ne PN! ;)

    Hmm, es gibt auch beim Menschen Erkrankungen, die eine totale Wesensänderung nach sich ziehen und sozusagen zum Krankheitsbild gehören. Hast Du mit den diversen Tierärzten darüber gesprochen?

    Ich habe die Wesensveränderungen in der Zusammenfassung erwähnt, die ich für München und Hannover geschrieben habe, ja.
    Bis jetzt hat niemand etwas dazu gesagt.

    Nach so langer Zeit verändert sich einfach die Psyche eines Hundes auch....genau wie der Mensch wird alles empfindlicher!

    Ich finde es ja sogar nachvollziehbar! Hätte ich permanent Schmerzen oder wäre ich einfach nur unendlich erschöpft, hätte ich auch weder Bock auf Leute, die mich blöd anquatschen (Cala reagiert ja so extrem auf Fremdhunde) noch auf DInge, die mich erschrecken, verängstigen oder was auch immer.
    Und natürlich wäre ich auch reizempfindlicher!
    Es ist nur so ein unheimlicher Kontrast zur "alten" Cala.

    Ab Minute 12 (Asphalt) dürfte sie Schmerzen haben, ihr Gesichtsausdruck wirkt gestresst (sie leckt auch über die Schnauze) und ich hatte das Gefühl, sie geht als würde der gesamte Körper verkrampfen, vor allem ab dem Bereich der Schultern den ganzen Körper entlang.

    Das Schnauze lecken kommt immer dann vor, wenn sie nicht mehr kann.
    Was genau es bedeutet - ob es direkt Schmerzen anzeigt oder einfach ein allgemeines Unwohlsein (Schwäche) - weiß ich nicht.
    Du hast Recht, sie zeigt einen gestressten/etwas gequälten Gesichtsausdruck, das fiel mir gestern auch auf.
    Das mit dem "verkrampfen" sagte die Professorin in Hannover auch - sie beschrieb es nur als fortschreitende Steifheit des ganzen Körpers, abhängig von der Belastung.

    Mensch, ich seh das einfach nicht von alleine. :???:
    Vermutlich weil ich den ganzen Tag mit ihr zusammen bin und es zur Normalität gehört.

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    Nochmal zum Video:

    Ihr habt meine Begeisterung ja nun etwas gedämpft! :D
    Ich schaute mir den Streifen an und dachte: Wow, das ist toll, sie läuft prima und lange, ist total umweltinteressiert, schnüffelt was das Zeug hält.
    Mit den negativen Aspekten leben wir einfach ohne sie noch groß wahrzunehmen, habe ich den Eindruck...

    Das sie durch die Umweltreize so durch ist macht es natürlich nicht einfacher, ganz im Gegenteil.

    Nein, und vor allem versteh ich einfach nicht, woher diese extrem hohe Reizempfindlichkeit kommt!
    Sie war immer eine so coole Socke, dann kam die Krankheit und es war mit einem Schlag vorbei! Ich verstehe natürlich, dass Schmerzen/Erschöpfung sich aufs Allgemeinbefinden auswirken.
    Aber so unglaublich krass??

    Kannst du Cala eigentlich kurz allein, bzw mit deinem Freund allein lassen? Oder bist du komplett an die Wohnung gefesselt?

    Alleine mit meinem Freund bleibt Cala auf jeden Fall!
    Sie bleibt auch alleine mit meiner Mutter oder einer Freundin, die öfter einspringen, wenn Jan und ich einfach mal raus müssen.

    Denn so rein theoretisch wären wir im Juli wohl mal wieder in Aerzen und mal ehrlich, das ist ja eigentlich fast nebenan. Und dann würden wir gaaanz zufällig durch eure Straße fahren und du könntest ja vielleicht mal kurz aus der Wohnung springen und das Blümchen knuddeln.

    Jaaaa, wie obergeil das wär! :D
    Wenn du möchtest, kannst du Cala dann auch mal Hallo sagen! Die freut sich wahnsinnig über Menschen!

    Wobei ich vor zwei Wochen aber auch ein bezauberndes Whippet Mädchen kennengelernt habe, die war so toll dass sogar Cala sie mochte!
    Seitdem habe ich ein bißchen über Whippets gelesen, Fotos geguckt - neben dem Barsoi die für mich ansprechendste Windhundrasse!
    Aaaalso, wenn Hamilton auch dabei ist - den würd ich schon gerne mal live sehen! :smile:


    Wir beide fragen uns ob das normale ist wie eng Cala die Hinterpfoten beim Laufen hat?Es sieht echt so aus als würden sie schon fast aneinanderreiben...

    Nein, das ist nicht normal - sie steht schon immer so eng mit den Hinterläufen.
    Das fällt auch wirklich auf wenn man sie live sieht, ich habe das schon von einigen Leuten gehört.
    Aber ob das irgendeinen Einfluss hat auf ihr Problem: :ka:


    Und ich habe das Gefühl das sie ihr Becken irgendwie nach vorne/unten schiebt beim Laufen, der Mann meinte eben es sähe aus wie ne Frau mit Unterleibskrämpfen, dieser Gang.

    Kann natürlich sein, dass das noch von den Rückenbeschwerden herrührt. Auf jeden Fall macht sie nach dem Pinkeln, wenn sie sich hingehockt hat und aufsteht, öfter noch nen Buckel.
    Oder aber das was du siehst ist ihre Schonhaltung, bei der sie diese schlangenartigen Hüftbewegungen macht.

    Behandelbar ist aber leider nicht wirklich oder zumindest schwer. Auch wenn wir eine Diagnose haben müssen wir mehr oder weniger damit zurecht kommen.

    Darf ich fragen, was ihr für eine Diagnose habt? :smile:

    Tue doch mal was für dich. Und nun rate ich dir das selber.

    Ich muss ganz klar noch lernen, werde gemütliche 15 Minuten Gänge mit Cala machen, Musik hören, lesen, Jan hat dann auch irgendwann Urlaub - wir kriegen das hin! :smile:

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    So langsam gehen euch die Gangbild-Videos sicher auf den Geist. =)
    Ich hab allerdings noch eins von heute, auf dem im Prinzip alles an Problemen aber auch guten Momenten versammelt ist: Sie pöbelt ein Fahrrad an, verfällt in einen Schnüffelrausch, läuft den Großteil der Strecke hervorragend, man sieht allerdings auch deutlich das Zittern in der Vorderhand und ab Minute 12 etwa fällt ihr alles wieder sehr schwer...

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    Wenn ich lese, dass Ihr 2 Menschen völlig fertig mit der Welt seid, Du ja sogar schon Appetit-Störungen hast und auch Cala im Grunde von der ganzen Diagnostik sehr mitgenommen ist und es ihr derzeit vor allem durch die Medis, Selbstheilungskräfte oder Aoleons Zauberei (die ich richtig, richtig lieb finde) erst mal wieder deutlich besser geht - was spricht dagegen, b.a.W. eine Diagnostik-Pause einzulegen?

    Nichts! Nichts spricht dagegen und das wir auch passieren!
    Uns beiden geht es zwar inzwischen wieder besser - Cala hat sich ja stabilisiert - aber jetzt ist mal Pause. Es muss Pause sein, weil wir uns aufreiben an der Sache: Emotional und auch finanziell.

    Auch den Alltag, körperliche Belastungen, etc. kann man nach Einschätzung des aktuellen Allgemeinzustandes einrichten, auch da braucht man nicht zwangsläufig eine Diagnose für, lediglich ein gutes Gespür für seinen Hund.

    Ich denke, ich kann inzwischen perfekt einschätzen, was ich meinem Hund im Alltag (nicht in der Diagnostik) zumuten kann: Ich sehe sie 5 Sekunden laufen und weiß sofort, welchen Gassiweg wir einschlagen. Ich sehe sofort, was sie schaffen wird, wofür die Kraft reicht.
    Nur ist das auch eine Anpassungsleistung für uns, die erstmal erbracht werden muss - wir haben unser Leben schon ziemlich umgekrempelt seit der Fehldiagnose letztes Jahr.
    Aber: Es ist ok so! Wir machen das gerne, weil wir wissen wofür.
    Für Cala.

    Genausogut kann es passieren, dass Ihr nie eine Diagnose bekommt, egal, welche Untersuchungen noch gemacht werden.

    Das macht mir wirklich Angst!
    Es muss doch ein Ergebnis geben bei so viel Sucherei!
    Ich glaube, mit einer am Ende fehlenden Diagnose hätte ich ärgste Probleme!
    Dann säße mir immer der Gedanke im Hinterkopf, etwas übersehen zu haben, ihr doch noch helfen zu können, wenn ich mich ein bißchen mehr "anstrengen" würde usw...


    Grad Gedankenansätze, die so völlig gegenläufig zu den eigenen sind, können einen manchmal dazu bringen, inne zu halten und nachzudenken, ob es nicht möglicherweise auch noch andere Wege/Abzweigungen gibt, die man einschlagen kann.

    Das Telefonat mit diesem gegenläufigen Gedankenansatz war erstmal ein kleiner Schock.
    Ich hatte gar nicht in diese Richtung gedacht: Für mich war es selbstverständlich, dass wir das nun bis zum bitteren Ende durchziehen.
    Und dann kommt jemand und verlangt ein "Stopp!". Mir hatte es jedenfalls kurz die Sprache verschlagen...

    er hat immer noch schlechte Tag (wobei wir die letzten 4 immerhin mal gute hatten), er hat immer noch Schmerzen, er rutscht immer noch auf dem Boden aus dass ich denke ihn hauts zusammen, er läuft immer noch nicht weiter als zuvor und er schwankt auch immer noch so wie zuvor.... aber irgendwie kann ich seit dem besser damit umgehen.

    Ich blicke bei euch noch nicht so ganz durch: Ihr habt auch keine Diagnose? Ist das richtig?

    Was spricht dagegen mal mit Cala über das Wochenende mal für 2 Tage einen Gardinenwechsel zu machen?

    Vielleicht mal etwas wegfahren? Nur mal ein paar Tage raus, ein kleines Häuschen irgendwo und dort Kraft sammeln? Euren Rhytmus ganz bewusst leben?

    Nichts wäre cooler als das!
    Wenn Cala das mitmachen würde, würde ich sie mir schnappen und hoch an die See fahren.
    Das war letztes Jahr regelrecht eine fixe Idee von mir: Du musst mit Cala an die See!
    Wir waren zweimal auf Sylt mit ihr und es war das Paradies. Für Cala und für uns. (Da war sie allerdings noch gesund)

    Seit einem Jahr sieht es nun so aus, dass Cala jeder Ortswechsel massiv stresst.
    Wir können nicht mal hier in der Kleinstadt an jeden beliebigen Ort fahren. Manche Orte (mit hoher Hundedichte) machen sie einfach fertig. Es müssen dann aktuell nicht mal Hunde da sein. Es reichen schon unterschiedlichste Markierungen und sie ist durch den Wind.
    Es äußert sich in schneller Erschöpfbarkeit, extremen Anzeichen von Stress und "grundlosem" Pöbeln in die Luft.

    Mental ist sie genauso angeschlagen wie körperlich - was ja sicherlich zusammenhängt.
    Fahren wir ins 7 Kilometer entfernte Dörfchen, in dem mein Vater lebt (und in dem sie aufgewachsen ist), können wir die Abendrunde oft streichen. So fertig macht sie das.

    Es schaut also so aus, dass mein Freund und ich seit einem Jahr nicht mehr groß aus dem Dunstkreis Bad Pyrmonts herausgekommen sind.
    Wir können den Hund ja auch nicht in irgendeine Pension stecken. Und unsere engen Freunde haben alle Hunde - auch unmöglich.


    Grade weil Cala ja etwas hat was recht eindeutig auf den Bewegungsapparat hinzeigt und da gibts ja nun doch einige Sachen die man unterstützend tun kann wenn man halt weiß was es ist.

    Ich glaube inzwischen ja wirklich fast, dass zwei Problematiken vorliegen: Eine im Rücken (das stimmt, das ist eindeutig) und irgendetwas fieses, bislang unerkanntes - vermutlich muskuläres.

    Die Frage ist doch die: Könntest du eine Pause machen?Wie fühlst du dich beim Gedanken daran?
    Einfach mal nur mit Cala leben, während das Labor arbeitet und versuchen an garnichts anderes zu denken außer an dich und Cala. Einfach mal alles ausblenden.
    Kannst du das? Oder würde dich das noch nervöser machen?

    Es ist inzwischen absolut ok für mich, diese Pause!
    Ich hab mich mit dem Gedanken angefreundet. :gut:

    Das Blümchen schickt dir sein breitestes Lächeln als kleine Aufmunterung:

    Hach, ein Bulli-Grinsen!
    Ich bin ein großer Bullterrier Freund! Die machen einfach glücklich! :herzen1:

    Cala schickt ihren treudoofsten Blick zurück:

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    Ich meine nur, dass das nicht der erstrebenswerte Zustand für mich wäre, an dem ich das Suchen nach einer Diagnose einstellen würde.Da eben noch z.B. MRT eine Möglichkeit wäre.

    Ist das jetzt besser verständlich?

    Ok, dann hatte ich das falsch verstanden! :smile:
    Ich werde die Suche nicht einstellen! Auf keinen Fall! Wir machen uns jetzt drei Wellness-Wochen, dann schreib ich gemütlich meine Abschlussprüfung und anschließend müssten die MG-Ergebnisse da sein.
    Dann sehen wir weiter.

    Für mich wäre es keine Lösung einfsch weiter das Zeug in den Hund geben und nur 15 Minuten laufen. Sicher, wenn die Mittel ausgeschöpft sind, dann ja, aber MRT könnte ja tatsächlich noch sehr hilfreich sein.

    MRT ist auch definitiv noch nicht vom Tisch!
    Habe ja auch ein schlechtes Gefühl dabei, sie mit Schmerzmitteln zuzuballern - ebenso sind die 15 Minuten Runden mehr als belastend, auch wenn sie dabei gute Momente hat.
    Aber momentan geht einfach nichts mehr. Wir sind alle (inklusive Cala) heilfroh, dass wir wieder ein bißchen Ruhe haben.

    Aber Dein Hund ist eben nicht nur anders, er hat auch Schmerzen. Und (weit und schnell) laufen können ist für Hunde extentiell... nicht so einfach was, was mit "dann ist es halt so" aufgegeben werden kann.

    Dass das Laufen für Hunde ein Grundbedürfnis und unendlich wichtig ist, ist einer der Punkte, die mich sehr belasten.
    Ich kann nicht in sie hineinschauen - aber ihre Lebensqualität ist drastisch verringert durch die kurzen Runden. Da bin ich mir sicher.
    Die Schmerzen haben wir momentan - soweit meine TÄ und ich das beurteilen können - gut im Griff.

    Daher würde ich auf jeden Fall weiter Diagnostik betreiben.

    Das will ich auch.
    Aber jetzt ist erstmal Pause.
    Ich habe mit meinem Freund gesprochen und wir machen - falls es keinen dramatischen weiteren Einbruch mehr geben sollte - nun drei Wochen lang nichts mehr bis die Ergebnisse des MG Tests da sind.


    Mal ne Frage: wie sensibel reagiert Cala eigentlich auf deine Gefühle dabei?Ist sie da sehr sensibel und leicht beeinflussbar?

    Die Frage stelle ich mir schon seit Ewigkeiten. Entweder ich bin völlig betriebsblind oder Cala lässt sich nicht so leicht in die Karten gucken: Ich weiß nicht wie sehr es sie belastet, wenn es ihren Bezugspersonen nicht gut geht, insbesondere mir.
    Meine Vermutung ist aber, da sie in anderen Bereichen hochsensibel ist, dass sie es (natürlich) registriert und dann irgendwie verarbeitet.
    Am liebsten wäre es mir ehrlich gesagt, wenn es ihr sch...ßegal wäre, denn ein allzu empathischer Hund kann ja auch zur Last werden...sich selbst und uns.

    Es ist mir ein bißchen peinlich, dass ich diese Frage nicht klar beantworten kann, ehrlich gesagt. Ich lebe seit fast 7 Jahren in einer Symbiose mit diesem Tier und weiß trotzdem nicht wirklich was in ihr vorgeht.

    Habt ihr im Moment Alltag? Oder hat sich für Cala vieles verändert, seit sie krank ist?

    Es hat sich alles verändert! Wir haben Alltag - aber halt Krankheitsalltag.
    3-4mal am Tag 10-15 Minuten laufen...aufgrund ihrer enormen Verlassensängste (seit Ausbruch der Erkrankung) muss immer irgendwie jemand da sein...pünktliche Medikamentengabe...keinerlei Ausflüge mit ihr, da sie das mental nicht packt (Stress!!)...kaum Hundekontakte, kein Toben mehr...Sorge beim Gassigehen, dass irgendein Tutnix in sie reinbrettert, sie beißt oä...wenn mein Freund und ich abends mal wegwollen, brauchen wir nen Babysitter für Cala usw...

    Mit Cala die kurzen Runden gehen, sie schlafen lassen, vielleicht bisschen knuddeln, wenn sie es zulässt, und nicht mit Gefühlen wie Angst, Unsicherheit, Trauer, etc. ihr begegnen (ich weiß, das ist leichter gesagt als getan, aber man kanns ja mal versuchen ). Damit sie aber nicht noch zusätzlich zu den Schmerzen, psychisch belastet wird.

    So werden wir die nächsten drei Wochen verbringen! :smile:

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    Ich schreibe noch weiter, schicke nun aber erstmal ab, sonst wird es so ein Monster-Post....

    Versuch die schönen Momente wirklich zu genießen und Kraft daraus zu ziehen.
    Und so schwer es dir auch fallen wird: nehm dir auch mal ne halbe Stunde Zeit für dich. Vielleicht wenn Cala eh gerade schläft, gönn dir ne ausgiebige Dusche, oder leg dich in die Badewanne mit Musik und nem guten Buch. Muss nicht lange sein. Hauptsache du kommst mal für ne halbe Stunde auf andere Gedanken. Danach geht es oft schon wieder leichter und der Kopf ist freier um vielleicht auch neue Gedanken und Ideen zu entwickeln.

    Wenn die Krankheit ein Gutes hatte, dann ist es, dass ich das wirklich gelernt habe:
    Gute Zeiten genießen. Bewußt genießen!

    Die Zeit für mich muss ich mir nehmen, das stimmt. Ich kann mich nicht komplett für meinen Hund "aufopfern".
    Ich habe mir erstmal wieder neue Musik besorgt und werde die in aller Ruhe durchhören. Am besten mit Kopfhörern. :smile:

    Die letzte Woche hat echt Kraft gekostet und irgendwie tank ich das schon wieder auf! :gut:


    Ich denk es ist menschlich, dass man wissen will, was seinem Tier fehlt und vor allem wie man ihm dann helfen kann!

    Ja, das denke ich im Prinzip auch.
    Die Frage ist nur, bis zu welchem Punkt man wirklich im Sinne seines Tieres handelt - und ab wann man es nur noch für sich tut. Um sich nicht schlecht zu fühlen oder eben fürs eigene reine Gewissen. :/

    Schneller Ermüdung, Pfoten schleifen, schrecklich ungleichmäßigem Gangbild, (an schlimmen Tagen) Zittern beim Stehen, (vor allem später) extremem Muskelabbau der Gesichtsmuskulatur.
    An ganz schlimmen Tagen fiel es ihr schwer, sich auf dem Laminat zu halten.
    Nach Ruhephasen war es eigentlich immer besser.


    Die markierten Punkte treffen auf Cala auch zu.
    - Schnelle Ermüdung - keine Frage, hat sie
    - Zittern beim Stehen - sie zittert seit Ausbruch der Erkrankung abwechselnd in den Vorderläufen, mal links, mal rechts, - ich habe das Gefühl, sie zittert immer da, wo sie gerade entlastet
    - nach Ruhephasen geht es Cala meistens (nicht immer) erheblich besser, wie gesagt: Schon 5 Minuten im Auto machen den Unterschied

    Die restlichen Punkte konnte ich bei Cala nicht beobachten.

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    Ich habe gerade ein Telefonat mit einer Person hinter mir, auf deren Meinung ich viel Wert lege.

    Das Thema war äußerst schwierig.

    Die erste Reaktion der Person auf die aktuelle Cala-Geschichte war: Lass doch den Hund in Ruhe.
    Ihre Argumentation war: Test auf MG ist ok, aber ich soll Cala keinen extrem stressenden belastenden weiteren Untersuchungen mehr unterziehen.
    Wenn der Test auf MG negativ ausfällt, soll ich akzeptieren, dass ich halt einen Hund habe, der "anders" ist - der eben nur 15 Minuten maximal laufen kann.

    Sie meinte, sie mag sich gar nicht vorstellen, wie schlimm MRT und OP mit Klinikaufenthalt (beispielsweise) für einen Hund sein müssen, wenn es schon für die meisten Menschen eine Katastrophe ist - und denen kann man erklären, was mit ihnen passiert und wieso.

    Mal ganz ehrlich: Übertreibe ich mit der Ursachenfindung?
    Sollte ich mal nen Gang zurückschalten?
    Richte ich vielleicht mehr Schaden an, als sinnvolles zu tun?

    Hätte mir das ein x-beliebiger Hundehalter auf nem Spaziergang an den Kopf geworfen, ich hätte abgewunken und wäre gegangen.
    Aber die Meinung besagter Person ist mir schon teuer...

    Ich schreibe das nicht, weil ich nun Lobeshymnen auf meine Unermüdlichkeit erwarte - es verunsichert mich einfach.

    Cala ist einfach kein Normalfall...

    Nein, nie gewesen, in keiner Beziehung.
    Mein Ausnahmehund.
    Dass sie jetzt allerdings in Sachen Krankheit so eine hochkomplizierte, undurchschaubare Show hinlegt - ich hätte es lieber gesehen, wenn sie in anderen Bereichen mein Ausnahmehund geblieben wäre.

    Und jetzt tanze ich solange mit dem Stab wedelnd und Zaubersprüche singend durchs Wohnzimmer bis es Cala besser geht!

    Auch wenn es zeitlich nicht 100prozentig hinkommt: Cala hatte wohl deinen Gesang im Ohr, als sie mit uns die Abendrunde gelaufen ist. ;)
    Sie lief toll! So gut wie schon lange nicht mehr - es war sooo schön und ich habe es so genossen, dass sie mich an der Schleppleine hinter sich hergezerrt hat.
    Sie darf zerren, betteln, pöbeln - Hauptsache, es geht ihr gut. Wie sich doch die Prioritäten verschieben.
    Leinenführigkeit? Pffff....sowas von egal...

    Momentan hat sie noch Leinenknast - ich hab Bedenken, dass sie es im Freilauf plötzlich in den Kopf kriegen könnte, jagen zu gehen oder den kleinen Nachbarsterrier auseinanderzunehmen. Und sich dabei wieder was im Rücken tut. (Äh...ok...und für den Terrier wärs halt auch Mist...)

    Und wehe das hilft jetzt nicht....

    Wenn wir die Morgenrunde gelaufen sind, kann ichs dir abschließend sagen! :D
    Bis jetzt jedenfalls ist der Hund hervorragend drauf, er brachte mir eben ungefragt meine Wasserflasche und machte Party damit....

    kann nur das frühere Angebot wiederholen, wenn du ne übernachtungsmöglichkiet brauchst für Hannover, dann sag bescheid.

    Ich kann nur wiederholen, dass das ein wahnsinnig liebes Angebot ist! :bussi:
    Wir fahren aber zum Glück nur etwas über eine Stunde nach Hannover.

    Jetzt habe ich hier im Thread Übernachtungsangebote aus Hannover, Berlin und München gesammelt - danke für die Unterstützung! :smile:

    Es ist heftig durch was ihr durch müsst und ich hoffe doch sehr, dass das bald ein Ende hat.

    Das Ding mit dem Zusammenbruch vor einer Woche hätte echt nicht mehr sein müssen.
    Es geht einfach an die Reserven. Ich stelle es mir so vor, dass man ein gewisses Kraft und Nerven-Kontingent für bestimmte Situationen hat - und sich das langsam aufbraucht.
    Bei uns - sowohl bei meinem Freund als auch bei mir - ist dieses Kontingent einfach aufgebraucht. Irgendwann reichts. Irgendwann gehts einfach nur noch an die Substanz.
    Und das ist bei uns beiden im Moment der Fall.

    Ich bin auch echt Diagnostik-müde geworden. Die Blutabnahmen, eine nach der anderen, das Warten auf die Ergebnisse, der Stress den man sich vorher macht - nee, sowas brauch man echt nicht. :/

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    A propos Blutabnahme: Unsere TÄ war gestern nach Feierabend hier und hat dem Hund ordentlich Blut entwendet.
    Cala war wahnsinnig kooperativ - nach der Aktion leckte sie erst die Hände unserer TÄ vom Blut sauber, um sich dann selbst akribisch zu putzen und wieder in den gelben Originalzustand zu bringen.
    Nach meiner Einschätzung war der Stress gleich null. Ich bin froh, dass ich ihr die Praxis nicht angetan habe.

    Das Blut wird nun über das Labor Idexx in die USA geschickt.
    Es heißt mal wieder: Warten.

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    Ich habe noch ein wenig zum Thema MG rumgesucht.
    Manches passt ja wirklich erschreckend gut. Besonders das: Die belastungsabhängige Schwäche kann innerhalb von Stunden variieren. (Calas Zustand kann ja innerhalb von wenigen Stunden komplett wechseln)
    Außerdem erholen sich die Hunde nach kurzer Ruhephase wieder. (Das passt ebenfalls - nach 5 Minuten im Auto kann Cala meist wieder traben)

    Nunja, wir werden sehen...

    Hast du dich denn nun für den kurzen oder den langen Test entschieden?

    Es wird der lange Test sein, das Blut wird also in die USA geschickt vom Labor Idexx.
    Laboklin bietet den kurzen Test an - aber die Neurologin sagte mir nochmal, dass der nicht so zuverlässig ist.


    Ich kenne solche Situationen, manchmal bräuchte man einen Dukatenesel im Garten.....

    Inzwischen ist irgendwie alles egal. Werde mir Geld in der Familie borgen. :|