Beiträge von lilactime

    Wir haben gestern den kleinen Solo auf seiner Pflegestelle besucht und ihm ein riesiges Carepaket mitgebracht.
    Er lag die ganze Zeit im Arm meines Freundes und nuckelte mit geschlossenen Augen an seinem Pulli.
    Leider scheint er zusätzlich noch eine ältere Beule auf dem Kopf zu haben, schon verschorft allerdings.
    Ich hatte es für verfilztes Fell gehalten.

    Wir überlegen, ob wir ihn mit 12 Wochen dann adoptieren sollten.

    @Disney92 :

    Ich wünsche euch eine möglichst rasche Wiedervereinigung.
    So etwas ist einfach nur mies.

    Ich war nun mit dem Katerchen (ist ein Kater, jawoll...und heißt Bezug nehmend auf die Umstände "Solo") zusammen mit der Dame von der Katzenhilfe bei unserer Tierärztin.
    Zwerg ist in einem super Zustand. Seit Samstag hat er sagenhafte 35g zugelegt.

    Nun wird er auf einer PS der Nothilfe zusammen mit anderen Kätzchen aufwachsen.
    Ich darf ihn besuchen kommen.
    Trotzdem heule ich jetzt.

    Ja, ich massiere nach jedem Fressen und zwischendurch auch.
    Wegen des Kotabsatzes (der immernoch ausbleibt) habe ich mit der Katzennothilfe und deren TA Rücksprache gehalten.
    Morgen sollte dann schon was passiert sein.
    Morgen, so der momentane Plan, treffe ich mich aber eh mit der Vorsitzenden der Nothilfe und wir gehen zusammen mit Zwergi zum TA.

    Gestern schrie Baby durchgehend und suchte.
    Heute ist es wesentlich entspannter und es kommuniziert eher als dass es ziellos in alle Richtungen brüllt.
    Der enorme Hunger scheint etwas gestillt zu sein, 3/4 jeder Mahlzeit werden trotzdem verputzt.
    Baby schnurrt, wenn es in der Halsbeuge liegt.
    Und es spielt mit Händen.

    Guten Morgen!

    Tja...gestern nachmittag fand ich doch tatsächlich ein Katzenbaby.

    Ich war zu Besuch bei meiner Oma und suchte in ihrem Garten nach Blumentöpfen.
    Durch Zufall hörte ich aus dem hinteren Gartenbereich Katzenschreie.
    In einer Fichtengruppe stand ein winziges, triefnasses Kätzchen, schrie und schlotterte.
    Bemerkenswert war, dass der gesamte Gartenbereich knochentrocken war. Keine Pfütze, keine Tränke, nichts....aber eben ein triefendes Kätzchen.
    Vielleicht möchte ich gar nicht wissen, was genau passiert ist.
    Im Umkreis war keine Spur von Mutter oder Geschwistern zu finden.

    Ich informierte meine Tierärztin und unseren Katzennothilfe-Verein.
    Gestern besorgte ich Kittenmilch zum Anrühren und eine Nuckelflasche mit verschiedenen Aufsätzen.
    Das Baby ist pechschwarz und scheint maximal vier Wochen alt zu sein. Es passt in eine Handfläche und wiegt lediglich 340g.

    Es frisst bzw trinkt wie ein Scheunendrescher. Trotz Massage hatte es bisher keinen Kotabsatz, Urin aber schon.
    Ich stehe in engem Kontakt mit der Päppelstation und es war geplant, dass ich das Baby heute dort abliefere.
    Derweil schläft es zwischen den Mahlzeiten in einer dick gepolsterten Katzenbox mit einer eingepackten Wärmflasche.

    Sowas ist mir auch noch nicht passiert....

    Ich habe die Chico-Diskussion in den sozialen Netzwerken verfolgt und bin schockiert. Nicht unbedingt wegen dem "Mitgefühl", das ihm entgegengebracht wird, nicht wegen den Petitionen, dem Aktionismus, dem gesamten Sturm im Wasserglas an sich...


    Ich finde die schwarz-weiß Sicht erschreckend. Die Aggressivität mit der diskutiert wird, die Abwehr rationaler Argumente.
    Eine ganze Menge an Leuten mit handfester Erfahrung bezüglich auffälliger Hunde hat Statements dazu hinterlassen. Mir ist keine Aussage bekannt, die eine "Chance für Chico" befürwortet....jedenfalls nicht von den Leuten, die ICH für kompetent halte.


    Es ist unfassbar, wie viel Energie darauf verwendet wird, krampfhaft einen vermeindlichen Präzedenzfall zu schaffen GEGEN die Einschläferung.
    Lustigerweise funktioniert die Zusammenrottung GEGEN etwas meist viel besser als FÜR etwas, zumindest im Rahmen solcher Empört-euch-Aktionen.


    Ich warte gespannt, wann die Chico-Gedächtnis-Stiftung ins Leben gerufen wird, in der sich die zigtausend Maulhelden dann hoffentlich langfristig, nachhaltig und ohne Getöse für auffällige Hunde einsetzen und gegen untragbare Haltebedingungen.
    Warum habe ich nur die Befürchtung, dass so etwas nicht passieren wird?

    Nachts, 2:30 Uhr:
    Seltsame Geräusche.
    Licht in der Küche.
    Ein Hund gurrt um Hilfe. Es klingt nicht panisch, eher etwas ratlos - und optional:
    "Wenn gerade zufällig jemand wach ist, wäre JETZT der geeignete Zeitpunkt, um mal kurz nach mir zu schauen.
    Nur, wenn es keine Umstände macht!"


    Aufwachen, Beine durchzählen und sortieren, die üblichen Fragen klären ("Wer bin ich? Wo bin ich? Wie spät ist es?") geht unter diesen Umständen schnell.


    Nelly klemmt UNTER der offenen Kühlschranktür.
    "Klemmen" ist hier vielleicht nicht das passende Wort. Besser wäre :
    Nelly hat sich gründlich und sorgfältig UNTER der offenen Kühlschranktür verkantet.
    Das kalte Licht aus dem Schrank macht die Szene noch etwas dramatischer.
    Nellys Blick ist herzzerreißend. Sie gurrt vor sich hin.
    Der Mann muss kommen und den verkanteten Hund vorsichtig unter der Tür hervorziehen. Nelly klemmt.
    Während ich beruhigend auf den Hund einrede und ihr Köpfchen kraule, entkantet Jan Stück für Stück.
    Nelly ist sehr tapfer.


    In dem Moment, in dem sie sich wieder frei bewegen kann, springt sie auf, schüttelt sich und wechselt nahtlos von "armer Hund" in "hungriger Hund".
    Sie bekommt eine Hand voll Leckerlies und wir versichern ihr, dass sie die feinste, mutigste Nelly aller Zeiten ist.


    Trotzdem bleiben gewisse Fragen offen.
    Egal, wie ich es auch drehe und wende: Ich komme nicht darauf, wie der Hund das geschafft hat.
    Zu Nellys Gunsten gehe ich davon aus, dass sie harmlos vor dem Kühlschrank schlief, als die (an sich gut schließende) Tür plötzlich aufsprang, sich durch einen Windstoß (woher der kam, muss ich noch rausfinden) über Nelly schob, verkantete und.......ja. So wird es gewesen sein.
    Tapfere, tapfere Nelly!!

    Achso, ne Nutria-Geschichte ich auch noch:

    Ich bin kurzsichtig und trage meine Brille nicht immer.
    Wir sind am Wasser.
    Ich überwache die Hunde.
    Nelly schwimmt.
    Cala prügelt sich am gegenüberliegenden Ufer wild strampelnd auf Leben und Tod mit einem kleineren Lebewesen.

    Mein Herz setzt aus.

    Während ich hinrenne, versuche ich mich an einer kleinen Realitätsüberprüfung:

    1. Kathi, du hörst keinerlei Kampfgeschrei.
    2. Kathi, du bist kurzsichtig. Du weißt im Prinzip nicht mal, ob das da hinten Cala ist oder ein sehr gelber Haufen Kuhscheiße.
    3. Kathi, Cala prügelt sich nicht.
    4. Kathi, du neigst zu hysterischen Kurzschlüssen.
    (....)

    Keine Chance.
    Je näher ich komme, desto klarer wird: Der Hund liefert sich mit einem Fuchs (ja, es muss ein Fuchs sein) sein letztes Gefecht.

    Ich schwitze, mein Atem überschlägt sich. Mein Herz droht an, zu kündigen.

    Bei Cala (Ha! Es IST Cala! SO kurzsichtig bin ich halt doch nicht!) angekommen, klärt sich die Situation dann doch relativ rasch.

    Cala wälzt sich hingebungsvoll in einer toten, steifen Nutria. So hingebungsvoll, dass das tote Tier ab und zu vom Boden abhebt. Cala hat Spaß dabei. Schön für sie.