Beiträge von lilactime

    Ich denke von mir behaupten zu können, dass ich einen recht guten theoretischen Background habe, was Lerntheorie, Ausdrucksverhalten, Möglichkeiten der Problemlösung etc. anbelangt.

    Eine Herangehensweise über reine Intuition ist ja eigentlich nur möglich, wenn man sich möglichst frei macht von Erlerntem.
    Das andere Extrem wäre eine fortwährende Analyse anhand von erworbenem Wissen und ein Umgang, der ausschließlich systematisch auf diesem Theorie-Paket aufbaut.
    Ist mir beides fremd.

    Mein Konzept seit einigen Jahren ist, kein Konzept zu haben.
    Zwar habe ich ab und zu noch gezielt an einem bestimmten Problembereich meiner älteren Hündin gearbeitet - ansonsten genieße ich das Leben mit meinen Hunden ohne lästigen Masterplan.

    Das beste Zeichen, dass das bei uns funktioniert, ist, dass wir einen entspannten, von Vertrauen geprägten Umgang miteinander haben, für den es keine theoretische Abhandlung und keine halbgaren intuitiven Impulse benötigte.

    Ich mach mir einfach keinen Stress und vertraue darauf, dass mein Wissen auf der einen Seite und mein (meist) gesunder Menschenverstand auf der anderen Seite das regeln.

    Funktioniert.

    Die San Marzano ist eine klassische Tomate zur Verarbeitung. Wenig Samen, viel Fruchtfleisch. Führt dazu, dass Soßen etc schön sämig werden.
    Von der Optik her gibt es allerdings noch eine ganze Reihe anderer Sorten, muss keine San Marzano sein.
    Meine Andenhorn sieht fast genauso aus, zB.

    Ich habe vor ein paar Tagen Ketchup gemacht.
    Grundrezept:

    Auf 1 Kilo Tomaten 150ml Weißweinessig, Piment nach Belieben, 1-2 EL Senfkörner, Knoblauch/Zwiebel nach Belieben, Tomatenmark 1-2 EL, Lorbeerblatt, 1-2 TL Salz, Zucker nach Belieben (habe Vollrohrzucker genommen und aufgrund der vollreifen Tomaten nur sehr wenig gebraucht)

    Essig mit Gewürzen aufkochen, Tomaten, Zwiebeln/Knoblauch, Mark dazu, etwa 30 Minuten auf kleiner Flamme einkochen.
    Anschließend durch ein feines Sieb streichen (und pürieren, wer mag), nochmal zur gewünschten Konsistenz einkochen.

    Ich habe eine Variante klassisch, eine mit Thai-Curry und eine mit Chili gemacht.

    Ich führe dieses Jahr Buch über Ertrag und Pflanzengesundheit in Verbindung mit dem Standort und der Düngung.
    Bisher habe ich von der Freilandgurke etwa 7 Kilo ernten können, 1kg Tomaten sind auch schon zusammen. Eigentlich wollte ich ja so einiges einkochen, ich ess das aber immer sofort. Muss das Konzept nochmal überarbeiten.

    Besonders zeitintensiv find ich es bisher nicht - die Fachlektüre mal außen vor.
    Einmal die Woche wird beim Düngen ausgegeizt wenns notwendig ist, zusätzlich frühmorgens wässern, gut ist.
    Das Pikieren bzw Umtopfen war da noch der größte Zeitfresser und das ist ne einmalige Sache.

    Ich würde sagen, die meiste Zeit nimmt das Essen und Zubereiten des Krams in Anspruch. Das finde ich aber durchaus nicht unerträglich. ;)

    Dieses Jahr hat es mich mal so restlos erwischt.
    Inzwischen habe ich 23 Tomaten aus 16 Sorten stehen, Paprika und Chili, Freilandgurken, diverse Kräuter, Salate etc.

    Am meisten haben es mir die samenfesten Tomatensorten angetan. Die Vielfalt ist erschlagend.
    Ich habe eine Testreihe mit drei verschiedenen organischen Flüssigdüngern begonnen, zwei davon selbst hergestellt.
    Fürs nächste Jahr ist die Herstellung einer Erde nach dem Terra Preta-Prinzip geplant, ich muss nur noch einen vernünftigen Ort zum Ablagern suchen.

    Wenn ich Glück habe, kann ich ein Gartengrundstück zusätzlich pachten, treffe mich morgen mit dem Besitzer zur Begehung.
    Sollte das funktionieren, möchte ich in der nächsten Saison um die 30 Tomatensorten ziehen...ein kleines Gewächshaus sowie eine Hochbeet-Erweiterung wäre auch toll.

    @Sacco : Unser Kater und unsere Katze mussten beide innerhalb der letzten zwei Jahre gehen. Daher momentan keine Katze hier.

    Die Geschichte geht noch weiter, wie es scheint.
    Ich weiß jetzt zu welchem Wurf der Kleine gehört hat und werde das Vet Amt einschalten.