Beiträge von lilactime

    Ich habe eure gesammelten Vorschläge jetzt ergoogelt und einiges meiner Kaufliste hinzugefügt.
    75 Bücher stehen da momentan drauf.

    Letzte Woche habe ich mit dem Mann zusammen begonnen, unsere Bücher zu sortieren und auch auszusortieren.
    Von seiner Oma haben wir jahrelang neue, gebundene Exemplare bekommen, die nie gelesen wurden und die auch nicht unsere Interessensgebiete bedienen.
    Die Oma hatte irgendeine Art Abo abgeschlossen, daher regelmäßig Nachschub.
    Jetzt wissen wir nicht, wohin damit.
    Ein Teil kommt auf jeden Fall in einen öffentlichen Bücherschrank.
    Einiges ließe sich vielleicht verkaufen, ich weiß da aber keine Anlaufstelle (außer vielleicht Antiquariat).
    Kennt ihr noch Anlaufstellen?

    Ah, endlich mal jemand, der diese Form schätzt.... ;)
    Schau mal nach
    Kurt Kusenberg, sicher nur noch antiquarisch
    Dorothy Parker, Tagebuch einer New Yorker Lady (lieferbar)
    Alice Munro


    Ich kaufe eh ausschließlich antiquarisch, werde bei meinem Lieblingsladen Ausschau halten, danke schonmal!

    Für Kurzgeschichten habe ich sehr viel übrig.
    Fing mit den genialen Sachen von Roald Dahl an, glaube ich. Mein Vater hatte "Küsschen Küsschen" im Schrank stehen und ich habs inhaliert.

    @olianda :

    Ich googel das gleich mal, hab von dem Titel noch nie gehört.

    Wo ihr bei Dürrenmatt seid:

    "Der Tunnel" hatte ich ein paar Seiten zuvor schon erwähnt, ist eine Kurzgeschichte von ihm.
    Mir ist sie nachhaltigst im Gedächtnis geblieben, weil sie eine extrem garstige, verstörende Wucht hat.
    Lohnt mMn sehr.

    Bin nur gerade der Ansicht, dass wir vor der Haustür schon genug Dystopie haben und scheue die schwere Kost :/


    Mich zieht es schon immer in diese Ecke - obwohl ich es teilweise gar nicht so gut vertrage.
    Lassen kann ich es aber auch nicht.

    Idee:
    Habt ihr Empfehlungen für mich?
    Unbedingt lesenswerte Bücher, bei denen man vorher nicht abwägen muss, ob man antidepressiv optimal eingestellt ist?
    Sehr gerne auch Kurzgeschichten-Sammlungen.

    "Der Report der Magd" habe ich erst vor kurzem abgeschlossen, fand ich recht gut.
    In der Dystopie-Richtung konnte ich mit "Alles was wir geben mussten" überhaupt nichts anfangen, mit "1984" und "The road" aber dafür sehr viel.
    "The road" ist ein pechschwarzer Brocken in einem sehr reduzierten, präzisen Sprachstil.
    Ich habe wirklich selten ein dermaßen dunkles Buch gelesen - das trotzdem Liebe zum Thema hat. Eine verzweifelte, herzzerreißende, hoffnungslose Liebe.
    Nachdem ich das Buch irgendwann nachts beendet hatte, musste ich erstmal heulen.
    Passiert mir sonst nicht so häufig.

    "1984" hat mich komplett geplättet, ich würde es nicht nochmal lesen - fand es aber sehr sehr gut. Schließt sich ja gegenseitig nicht aus.

    So, wenn ich schon bei den großen Autoren des letzten Jahrhunderts und den Lieblingsbüchern meiner Jugend bin: John Steinbeck war für mich ganz, ganz wichtig.


    Wenn es so weitergeht, müssen wir beide spätestens gegen Nachmittag mal vor die Tür und was klären - Früchte des Zorns müsste ich dringend mal weiterlesen und schauen, ob es doch noch die Kurve kriegt.
    ;)

    Thomas Mann hat bei mir Hesse etwas abgelöst (von dem ich Einiges mitgenommen habe). Auch wenn Mann mir unglaublich unsympathisch ist, er hat großartige Bücher geschrieben. Der Faustus z. B. - ich hole bei jedem Lesen was Neues raus.


    Sehr interessant, dieses "Hesse-Prinzip".
    Man hört sehr oft, dass Hesse im Rückblick etwas belächelt wird oder dass er auf magische Weise seinen Zauber verliert, sobald sein Leser 20 wird. :D

    Mit dem Steppenwolf, Siddartha oder gar dem Glasperlenspiel (abgebrochen!) konnte ich nie etwas anfangen.
    Mein Hesse war immer Unterm Rad.
    Der Rest hatte diese Esoterik im Abgang, die ich nicht vertrage.
    Unterm Rad allerdings würde ich nach wie vor mit allen Mitteln verteidigen.


    Thomas Mann gehört (wie auch auch Grass) zu den Autoren, die ich verweigere.
    Ich habe mich durch Buddenbrooks gequält, es war für mich eine dermaßen gestelzte, öde, biedere Leseerfahrung.....nein, nicht nochmal.

    Frisch abgeschlossen:

    "Der General der toten Armee" von Ismail Kadare

    Grober Inhalt: Zwanzig Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs erhält ein italienischer General den Auftrag, seine gefallenen Landsleute in Albanien zu bergen und die Überreste in die Heimat zu überführen

    Mein Leseeindruck:
    Mir gefiel, wie über die gesamte Länge des Buches Stück für Stück das heroische Selbstverständnis und die militärische Arroganz des Generals dekonstruiert wurde.
    Angefangen beim heiligen Dienst an den gefallenen Helden - endend mit restloser Desillusionierung und an der Grenze zum mentalen Totalschaden.
    Das Buch ist durchsetzt mit Einschüben, die den Hauptfaden (die Grabungsarbeiten und die Reise durch Albanien) unterbrechen und Einblicke in das unmittelbare Kriegsgeschehen geben.
    Die schroffe albanische Landschaft wird nach und nach Abbild des geistigen Zustands des Generals (der namenlos bleibt).
    Insgesamt ist das Buch eine Abwärtsspirale, die jede Form von verklärtem Militarismus gründlichst zerdeppert - sowohl in den Köpfen der Protagonisten als auch in den Schilderungen des unendlichen Kriegselends.

    @Teetrinkerin :

    Am liebsten hätte ich zunächst ein gutes Buch über die Grundlagen der Botanik.
    (Wäre schön, wenn es auch für Biochemienichtversteher geeignet wäre)
    Vielleicht gibt es so etwas ja auch zugeschnitten auf Kulturpflanzen?

    Sonst interessiere ich mich sehr für Kompostkreisläufe.
    Ich überlege, ob ein Wurm - Komposter etwas für mich wäre. Fachbuch dazu bereits gelesen.

    Danke für den Kontakt - Tipp!