Beiträge von lilactime

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    Han Kan - Die Vegetarierin

    Ein stiller und selbstmörderischer Versuch einer jungen Frau, sich den Erwartungen und Ansprüchen ihres Umfelds und ihrer Kultur zu entziehen.
    "Kafkaesk" zum Teil, rührend oft, grausam zuletzt.


    Atwood - Der Report der Magd

    Ich habe den Eindruck, dieses Buch kennen die meisten hier schon.
    Es hat einen starken Sog entwickelt über die Seiten bei mir. Die konstruierte neugeschaffe Ordnung, in der "Die Magd" ihre Zeit fristen muss, hat durch ihre Absurdität ziemlich Eindruck auf mich gemacht. So eine Dystopie muss man erstmal erschaffen können.
    Gelesen habe ich das Buch sehr gerne, der Schluss war dann leider nicht mein Fall.
    Zu vage alles.

    Lunde - Die Geschichte der Bienen

    Ein absolutes Glückstreffer-Buch für mich.
    Die kurzen Kapitel verbunden mit den Sprüngen zwischen verschiedenen Epochen führen zu einem fiesen Lesezwang.
    ("Es ist halb zwei nachts, nach dem Kapitel ist dann mal gut...." Jaja.... kennt man ja)
    Die Geschichte wirkte wie aus einem Guss, ohne Absacker oder Längen. Ein Buch, das mir einfach sehr viel Spaß gemacht hat.


    McCarthy - The Road

    Hatte ich schonmal etwas zu geschrieben.
    Pechschwarze Post-Apokalypse, die Welt ist ein Haufen Asche.
    Ein Vater und sein Sohn (noch im Kindesalter) durchstreifen die zerstörten Landschaften, sehen unfassbare Grausamkeiten, stehen ständig an der Schwelle zum Hungertod - das wunderbare an diesem Buch ist deshalb auch einzig und allein die nackte, verzweifelte Liebe, die Vater und Sohn aneinanderschweißt.
    Alles ist in Auflösung und Chaos begriffen, trotzdem setzen die beiden ihre Suche nach Nahrung und Unterkunft fort. Weil sie sich haben.


    Hanya Yanagihara - Ein wenig Leben


    Ein Wälzer, der ziemlich polarisiert hat.
    Die Geschichte um den New Yorker Anwalt Jude und seinen Freundeskreis.
    Jude zerstört sich systematisch selbst.
    Im Laufe der fast 1000 Seiten kommt seine komplette Geschichte ans Licht und die hat es ziemlich in sich.
    Der Kampf um Judes Leben ist der Kampf derer, denen Jude etwas bedeutet.
    Er selbst scheint sich seinem Ende unaufhaltsam entgegenzurecken.

    Ich fand das Buch sehr gut, habe allerdings ein paar Punkte gehabt, die mich auch im Nachhinein noch stören.

    (Handy macht gleich schlapp, mache in einem zweiten Post weiter)

    Gute Besserung @leserinmithund !


    Bin jetzt etwa bei der Hälfte von "Der Nazi und der Friseur".

    Irgendwie irritiert mich diese Herangehensweise ans Thema Holocaust/ Kriegsverbrechen dermaßen, dass ich mir keine Meinung zum Buch bilden kann.
    Man kann dieses Buch an sich gar nicht mögen. Nichts daran ist angenehm, es ist zu keiner Zeit "schön" zu lesen, der Typ um den es geht ist widerlich, die geschilderten Grausamkeiten zum Teil so abstoßend, dass ich die Lektüre abbrechen wollte etc...

    Es ist alles eine einzige bösartige Groteske, so überzogen und klischeegetränkt und...jetzt gehen mir die Adjektive aus.
    Dass das ein entscheidendes Stilmittel bei diesem Buch ist, wird schon schnell deutlich - ändert aber nichts daran, dass ich meine Probleme damit habe.
    Alle drei Seiten denke ich: "Moment mal. Darf der das? Darf der sowas schreiben? Geht das in Ordnung?"

    Mal schauen wie es sich weiterentwickelt. Ich ahne jedenfalls böses...

    Ich wollte euch mal meine Capsicum-Pioniere für '19 zeigen. :smile:
    Dreimal Chili, dreimal Gemüsepaprika
    Vor etwa zwei Wochen in 9x9cm Töpfe pikiert, wachsen bei 20° mit Pflanzenlicht-Unterstützung

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    @Munchkin1 :
    Weil nicht jeder der Ansicht ist, dass ein Bild seines verstorbenen Hundes für andere ein Ärgernis sein könnte.
    Da geht es doch wirklich nur minimal darum, mal hinter dem eigenen Standpunkt zurückzutreten und nach links und rechts zu gucken.
    Das was man da sieht muss ja nicht gefallen, aber es ist eben da und hat seine Gründe und seine Berechtigung.