Beiträge von lilactime

    55 Kg :shocked: Wahnsinn :respekt: :bindafür: Wie konservierst Du? Einkochen? Trocknen?

    Einkochen vor allem.

    Habe bisher etwa 30 Gläser mit Tomate pur (passiert und stückig) und zwei Sorten Ketchup.

    Nun soll noch Tomatensuppe folgen, ein Gewürzketchup und eine Ofensauce...also, alles zum Einwecken.

    Mit den Chilis die jetzt so abreifen probier ich auch an einer anständigen Hot Sauce herum, irgendwie will sie mir aber nicht überzeugend gelingen.

    Getrocknete Tomaten mag ich überhaupt nicht.

    Im Dörrer mache ich (neben Chilis für Pulver trocknen) aus trockenen Fruchtfleischstreifen der großen Fleischtomaten dann auch Pulver.

    Heute habe ich für ein paar Parteien jeweils einen Tomatenkarton zusammengestellt, als Geschenk.

    Vor kurzem beschwerte ich mich noch über die ausbleibende Reife der Tomaten, inzwischen habe ich etwa 55 Kilo von den Pflanzen geholt und verarbeitet, was nicht gleich gegessen wurde.

    Nachher geht's wieder los, abernten.

    Das Wetter hat sich bei uns stark verschlechtert, es ist kalt und die Pflanzen trocknen gefühlt nie richtig ab...ich denke, die Braunfäule steht auf Abruf.

    Trotzdem war es insgesamt ein erfolgreiches Jahr - ich bin gespannt, ob ich mein Ziel erreichen werde, bis Anfang Juli nächsten Jahres keine Tomatenprodukte dazukaufen zu müssen.

    Oh, eine Viecherfrage hätte ich auch an euch :

    Irgendwo ganz bei uns in der Nähe (vllt 100m im Radius) ruft jede Nacht ein Eulenvogel. Kauz?

    Ab etwa 23.00 Uhr gesellt sich eine weitere Vogelstimme dazu, so ein quäkiger Doppellaut.

    Habe jetzt schon nachts irgendwelche Datenbanken für Töne von Eulenvögeln durchgehört um zu vergleichen,bin aber nicht schlauer.

    Vielleicht ein Bettelruf? Bis wann bleiben junge Eulen/Käuze bedürftig?

    Viel schlauer als "es ist keiner unserer Spatzen, der seinen Absacker nicht hatte" bin ich leider nicht.

    Kennt sich jemand damit aus?

    Bei Fleisch- und größeren Salattomaten würde ich neue Blüten und Triebe jetzt vielleicht auch kappen, wenn wirklich noch überhaupt nichts umfärbt.

    Cocktails/Cherrys würde ich einfach machen lassen. Sobald die Pflanze sich für den Reife-Startschuss entscheidet, geht alles ja ganz fix.

    Die Verzögerung in der Reife wird von überall berichtet in diesem Jahr (deutschsprachiger Raum, aber auch in Osteuropa wohl).

    Bei uns lag es ziemlich sicher am saukalten Mai. Nach den Eisheiligen konnte erst vor Kälte nicht ausgepflanzt werden, dann wuchsen die Pflanzen nicht vernünftig an und stagnierten lange im Wachstum.

    Die fehlenden Wochen wurden nicht aufgeholt, alles hängt hinterher.

    Irgendwie ist neuerdings nicht mehr als ein abgeschlossenes Buch im Monat drin.

    Pendel etwas lustlos zwischen "Mr Aufziehvogel" (immernoch...) von Murakami und "Das Licht" von TC Boyle.

    Beides nicht das Gelbe vom Ei, wobei ich TC Boyles Schreibstil zumindest gern hab. Den Aufziehvogel lese ich nur weiter, weil ich schon jenseits von Seite 600 bin.

    Die angerissenen Handlungsstränge werden einfach immer mehr und mehr. Die Geschichte ist restlos überladen, was vielleicht bei einem leidenschaftlichen und schwungvollen Erzählstil gar nicht so stören würde.

    Derselbe ist aber hölzern und irgendwie unsympathisch und unauthentisch und keine Ahnung.

    Langweilig. Nicht zu kaschieren durch eine Unmenge an aufgeplusterten Erzählansätzen, die sich stapeln statt sich mal überzeugend zu verbinden.

    "Das Licht" ist ganz ok. Leider aber trotzdem kein guter Boyle.

    Säckchen kommt über die noch komplett geschlossene (aber bereits möglichst weit herangewachsene) Knospe.

    Bei Tomaten kann man gleich einen ganzen Blütenstand so verhüllen, bei Paprika/Chili ist es mit den Einzelblüten etwas fummeliger.

    Nachdem die Blüten innerhalb des Säckchens verblüht sind und sich eine erkennbare Frucht gebildet hat, kann das Säckchen ab und die einzelnen Früchte werden mit einem Stück Faden markiert, einfach direkt über den Kelchblättern um den Stengel wickeln.

    Die entsprechenden Früchte werden dann bis zur Voll-/Überreife an der Pflanze belassen, anschließend kann man das sortenreine Saatgut entnehmen und trocknen.

    Bei Kürbisgewächsen mag zu bedenken sein, dass bei Verkreuzung was Ungenießbares rauskommen könnte - bei Tomate, Chili, Paprika ist die größte Gefahr, dass es aufgrund einer Verkreuzung lediglich nicht die angegebene Sorte wird. Uneingeschränkt essbar bleibt ja trotzdem alles.

    Um Verkreuzung zu verhindern, verhüte ich die Blütenstände mit Organza-Säckchen und nehme dann das Saatgut eben nur von den entsprechenden "sicheren" Früchten.

    Das Herz der noch verbliebenen (und vergangenen) Nutzpflanzenvielfalt bestand ja immer gerade darin, dass man im Laden eben nicht ständig neue Tütchen kaufen musste, sondern selbst gewonnenes Saatgut weitergab und erhielt. Theoretisch finde ich das so auch viel schöner, solange sich beim Tausch an ein paar grundlegende Spielregeln gehalten wird.

    Bei den Tomaten lasse ich das Saatgut mit Gallerte und einem Schluck Wasser so 2-3 Tage vergären. Die keimhemmende Schicht (der Glibber) löst sich so ab. Anschließend abspülen und auf Kaffeefiltern oder Backpapier etwa ne Woche trocknen lassen.

    Vernünftig gelagert sollte die Keimfähigkeit einige Jahre lang in hohem Maße gegeben sein.

    Ich habe das Saatgut inzwischen im Kühlschrank eingelagert.

    Klar, theoretisch braucht man bei samenfesten Sachen, die auch noch im ersten Jahr gleich Samen ausbilden, nur ein Starterpaket an Saat. Anschließend läuft es ja.

    Weiß auch nicht, was ich mit 20 Korn Habanero anfangen soll, da hatte von einem gesetzten Korn eins gekeimt, ich habe eine Pflanze draus für Verzehr, Saatgut und vielleicht Überwinterung.

    Außerdem noch 19 Korn in der Tüte, die überflüssig sind.

    Werde die im Herbst bei Tauschaktionen als Geschenk zupacken, denk ich.

    Gleich geht es ins Gewächshaus, muss nur noch die Hunde überzeugen.

    Es läuft tatsächlich immernoch schleppend mit dem Reifeverlauf der Tomaten, bisher habe ich etwa 8kg abnehmen können - schätze, dass insgesamt noch um die 100kg grün hängen.

    Gestern habe ich den zweiten Ketchup dieses Jahres gekocht und bin irgendwie mit den Nelken und dem Piment ausgerutscht.

    Hoffe, ich kann nachher noch ein halbes Kilo Frucht zusammenkratzen um das Zeug zu strecken und dann einzukochen.

    Mehr als drei kleine Gläser werden trotzdem nicht bei rumkommen, dieser Volumenschwund ist immer etwas deprimierend...