Beiträge von lilactime

    Ich sehe in der Haltung mehrerer Hunde (ok, es sind bei mir nur zwei, aber trotzdem) inzwischen nur Vorteile im Vergleich zur Einzelhaltung.

    Dabei geht es weniger darum, dass ein ständig verfügbarer Sozialpartner gleicher Art wirklich GEBRAUCHT wird.

    Es ginge auch problemlos ohne, der Mensch ist für die meisten Hunde ja ohnehin der Sozialpartner der Wahl - auch wenn sie eher wenig Mitspracherecht dabei haben.

    Die Dynamik mit und zwischen zwei Hunden ist mMn (wenn es denn zwischen ihnen passt) etwas ganz wunderbares.

    Ich würde es nicht mehr anders haben wollen.

    Zum Kontakt außerhalb unserer Gang:

    Beide Mädels freuen sich, wenn sie gelegentlich auf Hunde treffen, die sie kennen, einschätzen können und mögen.

    Bei Nelly greift bei Fremdhunden allerdings der Grundsatz "Was ich nicht kenn, das fress ich", während Cala auf diese eher mit Ignoranz reagiert.

    Somit gibt es keinen Kontakt zu fremden Hunden, zu halbbekannten Hunden und zu bekannten Hunden, die die Mädels nicht ausstehen können.

    Der kleine Bekanntenkreis reicht vollkommen aus, viel wichtiger ist den beiden eh der Kontakt zu ihrer Familie und untereinander.

    Der Rest mag nett oder eben doof sein, vor allem ist er ziemlich egal.

    Ich finde das so vollkommen in Ordnung und angenehm.

    Ich stimme euch zum Teil zu, bleibe aber bei meiner Haltung, dass eine Auseinandersetzung mit dem Holocaust mE anders aussehen sollte. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich so viele Werke der sogen. Holocaust-Literatur gelesen haben, Zeitzeugen zugehört und Ort des Schreckens besucht habe.

    Ich fand es grade interessant, nach Celan, Levi, Frank, Wiesel so etwas zu lesen.

    Mich hatte zB "Ist das ein Mensch" von Primo Levi durch die extreme Nüchternheit in der Berichterstattung irritiert.

    Aus dem satirischen Herangehen von Hilsenrath sprach (wie schon erwähnt) die Wut, bei Celan viel Verzweiflung...alles eben Emotionen, die ich sofort nachvollziehen konnte, die eine Art Solidarität zum Autor erzeugen während man ihn liest.

    "Ist das ein Mensch" lies mich dann emotional etwas ratlos zurück, da es mehr Report ist als Erlebnisbericht.

    Ich verstehe aber, warum man den Nazi + Friseur leicht abstoßend und indiskutabel finden kann.

    Deine Meinung dazu will ich auch nicht antasten, es ist eben von Leser zu Leser unterschiedlich.

    Wenn das Problem bei der frühen Anzucht das Kunstlicht ist:

    Das brauchen an sich nur Chilisorten, die deutlich vor Februar in die Erde müssen um noch vor Saisonende vernünftig getragen zu haben.

    Alle Gemüsepaprika und Chilis wie Jalapeño, Cayenne, Pimientos de Padron (...) gehören einer Capsicum - Art an, die schnellwüchsig genug ist, um auch im Februar ausgesät noch gut zu produzieren. Ohne Kunstlicht dann, die Tage werden ja fix länger.

    Exotischere Sachen (Capsicum chinense und Capsicum pubescens vor allem) brauchen sehr lange um aus dem Quark zu kommen.

    Die bring ich dann schon im Dezember in die Erde.

    Das Überwintern lohnt sich dann allein aufgrund der etwas mühsamen Anzucht schon.

    Wenn du dir unsicher wegen der Sortenzugehörigkeit bist:

    Einfach die Sorte googeln, bei den Online Anbietern steht immer die genaue botanische Art der Pflanze dabei.

    Tolle Überraschung:

    - Cerise Rouge (unglaublich ertragreich und robust, von einer Pflanze um die acht Kilo - trotz Cocktail-Größe)

    - Brandywine Yellow (gelbe wunderschöne, kartoffelblättrige Fleischtomate)

    - Rosa Bulgarische (pinke Fleischtomate, die Pflanze war ein Monstrum, extrem produktiv)

    - Clarita (tolle klassische Salattomate)

    - Besser (kirschgroße Früchte, geschmacklich unüberholbar)

    - Artisan Green Tiger (köstlich)


    Enttäuschungen:

    - Pink Thai Egg (roh ungenießbar)

    - Sunrise Bumblebee (unspektakulär trotz hübschem Aussehen, kränkelnde Pflanze)


    Zu Chili (und Paprika) :

    Ich überwintere in diesem Jahr fünf Pflanzen.

    Heute die erste zurückgeschnitten, Laub komplett weg, kleiner getopft

    Sie überwintern dann kühl und recht dunkel, nur eben geschützt vor Frost.

    Ich habe keine Lust, mit Laub zu überwintern und ständig wegen Schadgetier aufpassen zu müssen...

    Novemberpünktlich hat der Frost die Tomaten Saison beendet.

    Ich durfte insgesamt 132,5 Kilo aus 43 Pflanzen ernten.

    Einerseits habe ich nun erstmal die Schnauze voll, andererseits schiele ich schon auf die Aussaat im kommenden März.