Top 3:
1. Heinz Strunk - Der goldene Handschuh
2. Stefan Zweig - Ungeduld des Herzens
3. Ralph Rothmann - Im Frühling sterben
Flop 3:
1. Haruki Murakami - Mr Aufziehvogel
2. Fuminori Nakamura - Die Maske
3. Benedikt Wells - Vom Ende der Einsamkeit
Top 3:
1. Heinz Strunk - Der goldene Handschuh
2. Stefan Zweig - Ungeduld des Herzens
3. Ralph Rothmann - Im Frühling sterben
Flop 3:
1. Haruki Murakami - Mr Aufziehvogel
2. Fuminori Nakamura - Die Maske
3. Benedikt Wells - Vom Ende der Einsamkeit
Nachdem ich hier darauf aufmerksam wurde, habe ich gestern "Winter in Maine" von Gerard Donovan abgeschlossen.
Gehört es in die Kategorie "Nature Writing"?
Öh...das musste ich erst googeln.
Von der etwas unklaren Definition ausgehend würde ich sagen : Nein.
Ich komme gerade kaum von Ralph Rothmanns "Im Frühling sterben" los und kann es jetzt bereits wärmstens empfehlen.
Seine Sprache schafft eindrücklichste, glasklare Bilder.
Selten eine solche Dynamik im Text erfahren dürfen, bin begeistert.
Bisher beschäftigt sich das Buch mit dem "letzten Aufgebot", das '45 noch schnell verheizt wurde: Junge Männer, die nach drei Wochen Blitzausbildung in Bataillone der Waffen-SS gestopft und an die Fronten gekarrt werden.
Also keine leichte Kost.
Aufgrund der feinen, intensiven Beschreibungen zum Teil sogar eher grenzwertig für mich (zu verarbeiten).
Nachdem ich hier darauf aufmerksam wurde, habe ich gestern "Winter in Maine" von Gerard Donovan abgeschlossen.
Ich konnte es flüssig runterlesen ohne das gefürchtete ins-Stocken-geraten, bei dem ich ein angefangenes Buch manchmal wochenlang vernachlässige und letztendlich keine Lust mehr habe, mir den Zugang wieder zu erarbeiten.
Die Geschichte um einen Mann, der sein Leben in Abgeschiedenheit in den Wäldern Maines verbracht hat und dessen Hund eines Tages von einem Fremden erschossen wird, ist auf eine merkwürdige Weise ohne Tiefe.
Das heißt aber keineswegs, dass sie schlecht ist - im Gegenteil. Es entwickelt sich eine bemerkenswert distanzierte Atmosphäre beim Leser (ok...beim Leser = bei mir), die dazu führt, dass man auch blutigere Passagen unbeeindruckt runterliest.
... genau das empfand ich, da konsequent durchs ganze Buch sich ziehend, aber auch als den entscheidensten Schwachpunkt:
Der Tod des Hundes fungiert als Initialzündung für einen erschreckend willkürlichen und fast gelangweilt wirkenden Amoklauf.
Der ist sehr interessant gestaltet, durch diese komplette Wertungsfreiheit und die scheinbare Unbeteiligtheit des Amokläufers.
Leider nimmt man ihm dadurch aber auch die große Verbundenheit zu seinem toten Hund nicht ab, die ständig als Reminder in unterschiedlichen Versionen in die Geschichte eingewoben wird.
Das hat für mich nicht funktioniert.
Das Fehlen des Hundes und die Hinrichtung eines Menschen per Kopfschuss - beides bleibt blutleer.
Während das bei den Morden sehr gut funktioniert, funktioniert es beim Bezug zum Auslöser der Morde (der Hund) überhaupt nicht.
Trotzdem ist das eher Jammerei auf hohem Niveau - ich habe das Buch gerne gelesen.
Was sind eure Favoriten bei den Beerensträuchern (ausgenommen rote/weiße Johannisbeere)?
Und warum sind sie es?
Ich möchte mir im nächsten Jahr gerne um die 5 Sträucher holen.
"Spieltrieb" von Juli Zeh habe ich gelesen...bzw mich durchgequält.
Anschließend fühlte ich mich unsagbar dumm, das weiß ich noch.
Weite Passagen habe ich einfach nicht kapiert - und das ist auch die einzige Erinnerung an das Buch.
Da ich mich nur ungern von Büchern demütigen lasse, werde ich die Dame zukünftig großzügig umlesen. ![]()
(Die Aufgeblasenheit ist mir zudem noch im Gedächtnis, das war aber vermutlich nur ein Schutzmechanismus gegen das Gefühl meiner Blödheit:
"Du bist gar nicht so blöd, die Autorin ist lediglich so dermaßen in ihren Intellekt verknallt, dass du diese Selbstbeweihräucherung kognitiv nicht verarbeiten kannst...")
Wie auch immer, ich mag Juli Zeh nicht.
Stoff gekauft:
Hans Fallada - Jeder stirbt für sich allein
Gerard Donovan - Winter in Maine
Ninni Holmqvist - Die Entbehrlichen
Agota Kristof - Das große Heft
Christian Kracht - Faserland
Ralf Rothmann - Im Frühling sterben
Marlen Haushofer - Wir töten Stella und andere Erzählungen
Vorfreude! <3
Momentan lese ich noch "Kurze Interviews mit fiesen Männern" von Foster Wallace
(schwankt zwischen schräg, genial, komplett unverständlich und anstrengend)
Außerdem "Lug und Trug" von Robert Gernhardt
Basilikum und Kresse ist kein Problem, kann man beides recht problemlos selbst aus Samen ziehen.
Beim Basilikum pikiere ich die Jungpflanzen zu etwa 10 Stück in nährstoffreiche Erde. Basilikum ist einer der wenigen Starkzehrer unter den Küchenkräutern.
Schneidet man beim Ernten den Trieb grundsätzlich oberhalb einer Blattachsel komplett ab, treibt die Pflanze immer wieder aus und wird immer buschiger.
(Also nie einfach die Blätter abpflücken.)
Oregano und Schnittlauch würde ich auf der Fensterbank nicht aussäen, wenn als Pflanze kaufen und weiterpflegen.
Mein Oregano fand die Bedingungen indoor leider doof, innerhalb kürzester Zeit gab es Mehltau.
Das Verhältnis meiner Oma (98) zu Hunden ist mal mehr mal weniger erfrischend pragmatisch.
Beide Hunde waren im Oktober krank und um ein Haar hätte ich deshalb ein Kaffeetrinken absagen müssen, das sie organisiert hat.
Kurz vorher am Telefon ("Oma, ich weiß nicht, ob ich vorbeikommen kann, Nelly geht es nicht gut, wir waren heute nacht in der Tierklinik...") hätte ich fast die Nerven verloren.
Oma war natürlich nicht begeistert von der drohenden Absage.
Sie schlug vor, man könne den "Jachthund" (Nelly, Labrador, braun) doch vielleicht angesichts seines sehr hohen Alters (!) auch mal einschläfern, wenn er krank sei.
Von dem Vorschlag war wiederum ich nicht so angetan, das merkte Oma anscheinend auch.
Beim Kaffeetrinken dann, das ich doch noch mitnehmen konnte, versuchte Oma sehr feinfühlig-pragmatisch einzulenken:
"Kathi....der Jachthund...der wird wieder gesund. (Punkt!)"
"Meinst du, Oma? Wir hoffen das sehr."
"Der wird wieder gesund. Das wird so kommen."
"Okay."
Und so wurde es dann auch gemacht.
Der Jachthund gesundete.
Oma hatte ein Machtwort gesprochen.