"Jakob der Lügner" hat mich fertiggemacht.
Das Spiel mit der Hoffnung...
"Jakob der Lügner" hat mich fertiggemacht.
Das Spiel mit der Hoffnung...
Was du zu "Mittagsstunde" geschrieben hattest, unterschreibe ich. Kann gar nicht aufhören.
Tatsächlich toppt es "Altes Land" scheinbar noch, hätte ich nicht für möglich gehalten.
Heute kam ein neuer Schub Bücher, antiquarisch:
- Anton Cechov - Meistererzählungen
- Agota Kristof - Der Beweis
- Agota Kristof - Die dritte Lüge
- Marie NDiaye - Ein Tag zu lang
- Julian Barnes - Vom Ende einer Geschichte
- Marguerite Yourcenar - Der Fangschuss
- Marlen Haushofer - Begegnung mit dem Fremden (gesammelte Erzählungen)
- Sandor Marai - Die Glut
- Rohinton Mystry - Das Gleichgewicht der Welt
- Doris Lessing - Anweisung für einen Abstieg zur Hölle
sowie aus Versehen auf Englisch bestellt
- Roberto Bolano - 2666
(Wer es haben möchte, kann sich gerne melden. Ich würds verschenken.)
Die Story kenn ich definitiv, leider weiß ich nicht genau, in welchem Sammelband sie ist.
Ich lese Erzählungen grundsätzlich sehr gerne, ärgere mich aber immer darüber, dass es irgendwann so unübersichtlich wird:
Dann gibt es zig Ausgaben mit unterschiedlicher Zusammenstellung. Manchmal werden nur mehrere Bände zusammengelegt, manchmal wird aber auch neu gemischt, so dass ich keine Ahnung habe, was ich jetzt schon kenne und was nicht.
Anhand der Titel der Geschichten ist das ja nicht immer gleich nachvollziehbar.
Habe gerade mal nachgeschaut:
10 seiner 16 Romane habe ich gelesen.
Empfehlen kann ich :
Drop City
Wassermusik
Grün ist die Hoffnung
America
Willkommen in Welville
Doof fand ich:
Das Licht
Dr Sex
Talk Talk
Von den beiden anderen weiß ich lediglich, dass ich sie gelesen habe.
Die Kurzgeschichten von ihm sind zudem klasse, da gibt es inzwischen eine ganze Menge von.
Alles anzeigenMein Favorit von ihm neben "Wassermusik".
Ich denke nicht, dass Boyle das Prinzip einer Kommune blöd findet!
Im Buch wird doch vielmehr die grenzenlose Naivität aufs Korn genommen, mit der das Vorhaben angegangen wird.
Quasi der bittere Absturz infolge einer nicht zuende gedachten Idee.
Ich fands hervorragend.
Da magst du recht haben.
Irgendwie bin ich leider einfach nicht warm geworden mitndem Buch.
Ich behalte "Wassermusik" mal im Hinterkopf oder meinst du, das ist dann auch nix für mich?
Schwer zu sagen.
"Wassermusik" ist wunderbar tragikkomisch, anders als zB "Amerika" von ihm, das ohne diese Leichtigkeit ausgestattet ist und vergleichsweise düster und bitter.
Was den Unterhaltseffekt anbelangt, ist Wassermusik unverrückbar in meiner Top 5, da konnte man sich so richtig drin suhlen, fand ich.
Ich bin durch mit "Drop City" von Boyle. Und bin etwas enttäuscht.
Es zieht sich einfach hin. Was Boyle mMn von der Idee des Kommunenlebens hält, nämlich nichts, merkt man irgendwie auch.
Schade.
Mein Favorit von ihm neben "Wassermusik".
Ich denke nicht, dass Boyle das Prinzip einer Kommune blöd findet!
Im Buch wird doch vielmehr die grenzenlose Naivität aufs Korn genommen, mit der das Vorhaben angegangen wird.
Quasi der bittere Absturz infolge einer nicht zuende gedachten Idee.
Ich fands hervorragend.
Ich mach jetzt einfach mal was:
Buch: Sein eigener Herr
Autor: Haldor Laxness
Um 1930 herum erschienen
"Sein eigener Herr" ist eine teils satirische Antwort auf die heile, überhöhte Welt verromantisierter Bauernromane. (insbesondere wohl ein Seitenhieb gegen Knut Hamsun)
Die Geschichte um einen (Entschuldigung) rotzsturen isländischen Schafzüchter, der für sein Ideal eines autarken Daseins seine komplette Familie ins Unglück stürzt, fiel in Deutschland in den 30ern den Flammen zum Opfer - klar, Kritik am Sinnbild der eigenen, fruchtbaren Scholle kam nicht so gut an.
"Sein eigener Herr" ist ein störrisches Buch, mit dem ich anfangs ziemlich zu kämpfen hatte. Isländische Sagen fließen zB komplett nahtlos in die Erzählung ein. Der Autor führt seine Figuren fast genüßlich in Elend und Verderben.
Wer vorher auch nur einen Funken Romantik im Bauerntum sah, dürfte recht schnell kuriert werden.
Der Stil hat etwas so eigenes, dass ich dieses Buch gerne empfehle. Ich habe viel daran gewonnen.
Watership Down würde ich mit Zähnen und Klauen als unbedingten Klassiker verteidigen.
Buch sowie Film sind Meisterwerke!
Meine Schmerzgrenze liegt normalerweise unterhalb des 19. Jahrhunderts - was älter ist, hat es bei mir schwer.
Einige Griechen mussten wir im Lateinunterricht wiederkäuen, da hielt sich meine Begeisterung auf Bodenniveau.
Auf meinem arg geschrumpften SuB liegt momentan in Klassiker-Hinsicht:
- Heinrich von Kleist - Michael Kohlhaas
- Dostojewski - Die Dämonen
- Canetti - Die Blendung
- Tolstoi - Krieg und Frieden
Im vergangenen Jahr war ich begeistert von Theodor Storms Schimmelreiter.
"Altes Land" war hervorragend, das Lesejahr fängt gut an.
Habe heute "Das Kleid meiner Mutter" von Anna Katharina Hahn begonnen und tendiere bisher zu "naja".
Die Eltern einer jungen Frau versterben, diese transformiert daraufhin in den Augen der Öffentlichkeit zu ihrer Mutter - welche aber nunmal in Wirklichkeit tot neben ihrem Mann im Elternschlafzimmer in einem Sessel sitzt.
Was die besagte Tochter auch einfach so belässt. Im spanischen Hochsommer.
Eine glaubwürdige surreale Stimmung kommt nicht auf, weshalb ich auf irgendeine Form von Auflösung tippe.
Außerdem bin ich mit "Anus Mundi" von Wieslaw Kielar beschäftigt, das ich aufgrund der Thematik (fünf Jahre Auschwitz) mit längeren Pausen zwischen den Kapiteln lese.
Ich versuche immer, 2-3 Bücher parallel zu lesen, die sich thematisch bzw in der Schwere unterscheiden.
Dann habe ich je nach Stimmung Ausweichmöglichkeiten.