Beiträge von lilactime

    "Moby Dick" ist schon länger her, ich mochte es aber sehr gerne.

    (Jetzt versuche ich krampfhaft, noch irgendwas zusätzlich erhellendes dazu zu schreiben...weiß aber lediglich noch, dass ich es eben sehr mochte :D)

    "Bartleby, der Schreiber" ist eine der großartigsten Erzählungen, die ich kenne. Ein Meisterstück.

    "I would prefer not to" hatte ich mir sogar mal aufs T-Shirt geschrieben.

    Ich habe gestern in einem Rutsch "Ein Tag zu lang" von Marie NDiaye durchgelesen und fühlte mich anschließend mies.

    Tatsächlich ziemlich mies.

    Das Buch ist einfach komplett verstörend und unkomfortabel. Das las ich nicht aus Freude dran weiter, sondern weil ich mich nicht lösen konnte. Es entwickelt schon einen Sog.

    Vater, Mutter und Sohn überziehen ihren Sommerurlaub irgendwo im französischen Niemandsland um einen fatalen Tag. Sie verweilen einen Tag zu lang.

    In der Folge verstrickt sich der Vater (seine Frau und sein Sohn sind auf unerklärliche Weise einfach verschwunden) immer tiefer in der grotesken und beängstigenden Parallelwelt des Urlaubsdorfes.

    Die Anklänge an Kafka sind allgegenwärtig. Auf der Suche nach seiner Familie wird er von allen dörflichen Institutionen abgewiesen.

    Man legt ihm nahe, sich in das Dorfleben einzufügen. Dann könne er vielleicht damit rechnen, Frau und Sohn noch einmal wiederzusehen.

    Ihm wird prophezeit, in gewisser Weise würden sie noch am Leben sein.

    In der Folge wird es immer bizarrer und verstörender.

    Das Buch beinhaltet keine Elemente von Horror oder Thriller, es ist wirklich ziemlich genau das Stimmungsbild, was Kafka erschuf: Das Fremde und die Selbstentfremdung, eine bedrohliche Schemenhaftigkeit, bizzares muss als neue Wirklichkeit angenommen werden.

    Ganz arg.

    Das wird mir nachhängen.

    Hach, diese eine Mitarbeiterin beim Penny. Ich mag sie ja total, gerade weil sie so äh forsch ist....manchmal macht sie mir aber auch ein wenig Angst.

    Ich angel den letzten Kabeljau, eingeschweißt, Pappkarton kaputt, aus der Tiefkühltruhe.

    Für Fish & Chips ist er unverzichtbar, also lauf ich mit Kabeljau in Plastik und zerrissenem Karton zur Kasse.

    Erkläre an der Kasse, dass ich ihn bereits in diesem Zustand vorgefunden

    habe.

    Mitarbeiterin schaut sich den Fisch von allen Seiten an, beäugt den demolierten Karton, schaut mich an :

    "Möchten Sie eventuell einen Preisnachlass wegen der beschädigten Verpackung?"

    Ich: "Ach, wenn das so üblich ist - warum nicht. Klar."

    Mitarbeiterin: "DAS GEHT NICHT!"

    (Komplette Kunden-Schlange hinter mir an der Kasse verstummt und steht stramm.)

    O-Ok.

    Muss ja auch nicht...

    Ich habe ein paar keimfaule Paprika/Chilisorten gestern nachgesät und schon die ersten pikiert.

    Somit sind die Capsicum für 2020 bereits fertig, 20 Paprika aus 10 Sorten und 14 Chili aus 7 Sorten.

    Du müsstest eben eine weibliche Blüte mit einer männlichen Blüte derselben Pflanze bestäuben und anschließend das Organzasäckchen drummachen (um sicherzugehen).

    Da du dann bei der weiblichen Blüte die noch geschlossenen Blütenblätter entfernen müsstest, kann sich noch nichts verkreuzt haben.

    Genau, die Kreuzung ist ein Genmix, der zwar im Samen der entsprechenden Frucht schon verankert ist, die Frucht an sich aber nicht betrifft.

    Müsste nochmal genau nachschauen, meine aber, dass Kreuzungen die zur Ungenießbarkeit führen nur bestimmte Kürbisarten (Gartenkürbisse) betrifft.

    Andere Arten sind wohl gar nicht kompatibel mit Pollen, der die Kreuzung dann ungenießbar macht.