Beiträge von lilactime

    Es geht aber doch darum, dass der Hund die Absicht dahinter versteht, wenn ich (richtig) massregele und nicht darum, dass ich das genauso wie ein Hund in der gleichen Situation machen kann/soll/muss.

    Ich kann doch z.B. dem Hund körperlich deutlich machen, wo meine Grenzen liegen bei beispielsweise Anspringen oder Anrempeln.

    Nein, ursprünglich ging es darum, dass aus Hundeverhalten eine Legitimation für das eigene Vorgehen hergeleitet wird und um Gründe, warum diese Herleitung hinkt.

    Das ist ja aber ein ganz anderer Punkt.

    Dass Hunde Meister sind in der Deutung ihrer Menschen, hat nichts damit zu tun, dass Menschen mit der Imitation von Hundeverhalten nach einer Rechtfertigung für "artgerechte Maßregelung" suchen.

    Oder andersrum: Gerade weil Hunde so enorm gut in zwei Kommunikationswelten zurecht kommen, gibt es gar keinen Grund, seinen Hund für so beschränkt zu halten, nur mit Imitationsverhalten zurecht zu kommen.

    Ich denke wir interpretieren das Geschriebene schlichtweg unterschiedlich.

    Ich lese nirgendwo dass der Mensch den Hund in seinem Verhalten imitiert, sondern dass der Mensch es grundsätzlich als "Erklärung"nimmt, dass Hunde untereinander auch nicht immer nett zeinander sind wenn sie sich maßregeln, und somit keine Veranlassung besteht als Mensch den Hund nur mit Samthandschuhen anzufassen.

    Das habe ich jetzt aus dieser häufig gehörten Begründung abgeleitet: Imitation von Hundeverhalten im Sinne des erwähnten "Kann ich draufhauen, machen die untereinander nicht anders".

    Man muß nicht irgenwie blöd zu seinem Hund sein, um Grenzen zu setzen. Zum Thema "aber Hunde untereinander und die Hundemutter etc.", Menschen sind keine Hunde. Sie können gar nicht die feine Kommunikation zeigen, die Hunde untereinander ausüben, die meisten Menschen können ja nicht mal die Ohren bewegen! Damit begründen zu wollen, daß man blöd zu seinem Hund sein darf, weil Hunde untereinander ja auch..., funktioniert nicht, es ist einfach kein Argument. Sachen auf Hunde zu werfen geht meiner Meinung nach überhaupt nicht!

    Irgendwie beißt sich das. Wenn ich einen anderen Hund nachahmen würde, der ja laut Deiner Aussage ganz fein kommuniziert, dann ist doch nicht das Fazit, dass ich mich wie ein Elefant im Porzellanladen verhalte? :denker:

    War das Argument nicht, dass der Rückschluss "Hunde maßregeln sich innerartlich, folglich rechtfertigt das, dass ich das imitiere oder versuche zu imitieren" einfach Quatsch ist?

    Aber es darf auch nicht ausser acht gelassen werden, wie anpassungsfähig ein Hund ist und wie schnell er raus hat uns Menschen zu lesen. Auch wenn ein Mensch nicht mal im Ansatz die deine Kommunikatio , wie Hunde sie untereinander ausüben, drauf hat, lernt der Hund dennoch sehr schnell feinste Nuancen des Menschens zu lesen und verstehen. Wir brauchen den Hund nicht nachzuahmen und er versteht uns trotzdem, sofern das Timing stimmt und keine Fehlverknüpfungen entstehen.

    Das ist ja aber ein ganz anderer Punkt.

    Dass Hunde Meister sind in der Deutung ihrer Menschen, hat nichts damit zu tun, dass Menschen mit der Imitation von Hundeverhalten nach einer Rechtfertigung für "artgerechte Maßregelung" suchen.

    Oder andersrum: Gerade weil Hunde so enorm gut in zwei Kommunikationswelten zurecht kommen, gibt es gar keinen Grund, seinen Hund für so beschränkt zu halten, nur mit Imitationsverhalten zurecht zu kommen.

    Natürlich ist eine Identifizierung mit den Protagonisten unmöglich (bzgl. Kevin) oder schwierig (bzgl. der Eltern).

    Es ging mir wirklich um den Mangel an Sympathie - vor allem der Erzählerin, der Mutter, gegenüber. In ihrer Berichterstattung schiebt sie immer wieder relativierende Selbstreflexionen ein, auch sehr selbstkritische. Trotzdem bleibt sie für mich ein abstoßender Charakter - und gar nicht mal wegen der Kevin -Sache. Habe schon überlegt, ob sie einen (überzeichneten) bestimmten Typ Mensch der amerikanischen Oberschicht repräsentieren soll, der mir einfach nicht geläufig ist.

    Bin gespannt, was du zum "Finale" des Buches sagen wirst.

    Die kleinfrüchtigen Wildsorten sind auf jeden Fall härter im Nehmen, wenn sie verpilzen, dann meist erst sehr spät im Jahr. Immer von der Witterung abhängig, natürlich.

    Ich habe "Wir müssen über Kevin reden" abgeschlossen und muss das erstmal sacken lassen.

    Schwierig fand ich die komplette Abwesenheit auch nur annähernd sympathischer Charaktere.

    Herausragend fand ich die Dichte und den Aufbau des Buches.

    Wenn ich mich richtig erinnere, war das Buch hier bereits Thema? Wer hatte es denn schon gelesen - und mit welchem Fazit?

    Die Eigenschaft wurde nicht rausgezüchtet, die ist bei vielen Kultursorten lediglich vermindert. Aktuell wird auf dem Gebiet der Freilandeignung sehr viel züchterisch gearbeitet.

    Tomaten haben ja auch kein Regenproblem, sondern ein Pilzproblem. Braunfäule-immune Sorten gibt es nicht, lediglich robustere und weniger robuste.

    Sagt mal...glaubt ihr, dass es Menschen gibt, die so derartig weit beim Thema Hund drinnen sind, dass man sie quasi mehr oder weniger alles fragen könnte und sie drauf eine Antwort wüssten. Egal ob Rasseeigenschaften, Pflege, Erziehung, Resozialisierung, Tierschutz, Ausbildung (auch jagdlichen und alle Sportarten), Körpersprache und Verhalten, Welpenaufzucht usw.

    Hintergrund: eine Bekannte meinte letztens, Hunde sind keine Wissenschaft und so schwierig kann das ja nicht sein und mit ihrer Erfahrung (gut 20 Jahre die diversesten Hunde aus dem Tierschutz), habe sie alles gesehen was es zu sehen gäbe, nichts stelle sie vor eine Herausforderung, zum Thema Hund wisse sie quasi alles.

    Ich bezweifle das mal, trotzdem will ich ihr nicht zu Unrecht was unterstellen. Was glaubt ihr?

    Jemand der der Meinung ist, er weiß schon alles, hat aufgehört, Neues dazuzulernen.

    Es ist ja aber nunmal doch eine Wissenschaft. Zu unendlich vielen Teilaspekten rund um den Haushund gibt es unendlich viel zu lernen und zu erfahren - wenn man da geneigt wäre, in die Tiefe zu gehen.

    Das fängt bei A-ggressionsverhalten an und hört bei Z-ucht auf und zwischendrin gibt es Universen voll mit Wissen, die sich mit Sicherheit niemand mal eben so draufpackt.

    Das beste Indiz dafür, dass deine Bekannte lediglich faselt, ist, dass sie ernsthaft Universalwissen für sich beansprucht.

    Wegen der Radieschen:

    Die bilden häufig keine Knolle, wenn sie in irgendeiner Form gestresst sind: Zu eng beieinander gesät, zu heiß, Boden hat zuviele Nährstoffe (...)

    Außerdem sollten sie nicht zu tief gesät werden, dann schießen sie ins Kraut und bilden nur so einen kleinen Hubbel oder gar keinen.

    Was meinst du denn mit pikieren, hast du sie vorgezogen? Am besten funktionieren die mit Direktsaat, was zu dicht steht kann man dann rausnehmen und ggf versetzen.

    Du kannst die aber auch einfach in Blüte gehen lassen, im Anschluss bilden sie kleine grüne Schoten, die total köstlich sind. Wie eine Mini-Erbsenschote mit Radieschengeschmack.

    Lässt du die Schoten an der Pflanze reifen und trocknen, hast du neues Saatgut.