Beiträge von lemming

    Zunächst Mal: melde es deiner Haftpflicht, genau für sowas ist die doch abgeschlossen. Teilweise hat man relativ hohe Selbstbeteiligung, aber das kommt darauf an was für einen Vertrag du abgeschlossen hast. Es kann gut sein (wenn beide Hunde ohne Leine waren), dass deine Versicherung nur die Hälfte der Kosten übernimmt. Dann fände ich es einen feinen Zug, wenn du die andere Hälfte aus eigener Tasche bezahlst. Schließlich ist, auch wenn es rechtlich um geteilte Haftung gehen dürfte, recht klar, dass dein Hund der alleinige Verursacher ist.

    Dann finde ich deine Idee Einzeltraining zu nehmen absolut sinnvoll. Maulkorb würde ich auf alle Fälle auftrainieren, das lernen meine Hunde auch ohne Vorfall. Gehört für mich zur Grundausbildung jedes Hundes.

    Ich würde bis zum weiteren Training auf aufgeregtes, grobes Spiel mit anderen Junghunden verzichten und die Hundekontakte auf bekannte und entspannte Hunde begrenzen. Gemeinsames schnüffeln und miteinander Spazierengehen ja, wildes toben nein.

    Wie sicher bist du dir, dass es nur daran liegt, dass du weg gehst? Du sagst ja Welpi kann kurze Absenzen von dir schon ab. Wie sieht es aus, wenn Julie mit dir geht - zum Klo oder durch eine andere sich schließende Tür?

    Zum Tragen: probier es doch Mal aus.

    je nach Welpengemüt kann das super entspannt möglich sein, oder die vollständige Reizüberflutung darstellen.

    Ich habe 5 Jahre mit meiner deutschen Schäferhündin im 3. Stick gewohnt. Kürzlich sind wir umgezogen und müssen nun keine Treppen mehr steigen.

    Wir waren, da Sporthund, regelmäßig zum checkup bei der Hundephysiotherapie. Keine starken Probleme, immer nur Kleinigkeiten zum nachjustieren an ihren Schwachstellen. Aber: seit wir umgezogen sind, verschwinden die Anzeichen für ihre "Schwachstellen" mehr und mehr.

    Wir hatten Glück in den fünf Jahren, nur Mal ein leichtes humpeln, wofür schon Unterstützung beim Treppen runter gehen ausreichend war.

    Ich würde nach den Erfahrungen der letzten Monate nicht mehr ohne Not mit großem Hund in ein höheres Stockwerk ziehen (sprich: mir in der Wohnsituation keinen großen Hund holen und, wenn Hund schon da und Umzug nötig, nach einer Wohnung mit Fahrstuhl oder ohne Treppen suchen. Wenn die Entscheidung zwischen Treppen steigen, schon vorhandenen Hund abgeben oder obdachlos sein zu treffen wäre, würde ich die Treppen wieder in Kauf nehmen.)

    Meine Ersthündin wiegt nur 10-11kg - mit der hatte ich wenig Bedenken wieder in eine Wohnung mit Treppen zu ziehen - den Hund, auch dauerhaft, zu tragen ist viel weniger einschränkend im Alltag.

    Während ich zurate und weiterhin sagen würde: Probier’s mal mit zweimal am Tag rund eine Stunde Bewegung am Stück. Fünfmal „für kurz raus“, wie Du das seit Tagen durchziehst, ist’s nach meinem Verständnis der Dinge nicht, was ihm gerade hilft. Er kann die Beine nicht langmachen, er bekommt den Kopp bei diesen Bewegungshappen nicht „durchgelüftet“, und seine Erwartungshaltung läuft notorisch ins Leere. Ich stell’s mir tatsächlich stressender vor als jede hier behauptete Problematik eines etwaigen Überreizangebotes auf Feld, Wald und Wiese, wenn ein Hund fünfmal am Tag das Geschirr-an-Leine-dran-Vorfreudegehampel durchspielt und dann doch nur kurz rausgestellt wird.

    Und - für mich gleichermaßen wichtig - er kommt so nicht auf Ruhephasen, in denen er schlicht nix erwartet, weil er als Neuzugang die Chance bekommt, in Kürze zu lernen, dass sich offenbar nicht lohnt, irgendwas zu erwarten, weil, jedesmal aufs Neue, genau, gar nichts passiert. Der daher pennt, chillt und vielleicht mal bräsig gemütlich die Plätze zum Dösen, Pennen, Chillen wechselt. Dieses Lernangebot wird mE notorisch unterlaufen, wenn ich alle zwei Stunden mit Geschirr und Leine für den nächsten Bewegungs-Snack vor dem Hund stehe.

    Ich würde also immernoch sagen, dass der Malinois, von dem wir reden, davon profitiert, dass ich ihn zweimal am Tag für eine längere Runde mit nach draußen nehme. Um das Ding mit der Leine herauszufummeln. Um ihn kennenzulernen - also er mich und ich ihn. In der Art, wie ich mich im Raum bewege, ihn einnehme, hergebe, wegnehme, wieder hergebe … und wie er all das tut.

    Günstigerenfalls in einer Umgebung, in der ich selbst vielleicht ja auch ein bisschen ruhiger atme als in den Wänden meiner Wohnung, mit einem fremden Hund, der mit großen („Tun wir was?“-)Augen vor meinem Sofa hockt - und mir im Grunde sturzunheimlich ist.

    Was mir in deiner Analyse hier fehlt ist, dass auch die, die gesagt haben "Programm bitte runterfahren" mitnichten davon gesprochen haben die Kleinrunden fünfmal am Tag aufrecht zu erhalten - bloß soll die Gesamtzeit draußen eben genauso wie die Häufigkeit verringert werden.

    Meine Schäferhündin war nie Einzelhund, durfte aber von Anfang an das Alleinebleiben mit Zweithund genauso wie ganz alleine lernen.
    Meine Ersthündin war auch bei der Vorbesitzerin schon als Einzelhund ans alleinsein gewöhnt und konnte das im neuen Zuhause auch gut umsetzen.

    In fremder Umgebung bleiben beide in ihren Stoffboxen gut alleine, ohne möchte ich gar nicht wirklich ausprobieren - dann muss ich mir keine Gedanken machen, was sie alles anstellen könnten und die Hunde sind in ihren bekannten Höhlen gut aufgehoben und zufrieden. Lange müssen sie an fremden Orten eh nicht alleine bleiben.

    Besonders verhängnisvoll ist diese Entwicklung, da der einzige Grund Möpse weiter zu züchten, obwohl noch über Generationen gesundheitliche Einschränkungen zu erwarten sind, der immer wiederkehrende Verweis auf das einzigartige Wesen des Mopses ist. Wenn das aber in der Zucht gar nicht mehr weiter beachtet wird, sondern hinter gesundheitlichen Verbesserungen zurücktreten soll, dann kann man es auch gleich lassen und bei einer gesunden Rasse ein gutes Begleithundwesen zu festigen.

    Bei meiner Hündin reichten die Schmerzmittel, die sie nach der Kastration bekommen sollte, definitiv nicht aus! Sie brauchte stärkeres.

    Es ist definitiv im Bereich des Möglichen, dass deine Hündin einfach noch Schmerzen hat und dadurch eine kurze Zündschnur und gereizt ist.

    Hormonelle Änderungen dürften sich nicht so spontan zeigen, da die Hormone sich eigentlich langsamer verändern sollten.

    Klingt nach Mammatumor - zumindest der, der tiefer und nicht an der Haut sitzt.

    Meine Hündin hatte nun schon zwei langsam wachsende, bösartige Tumore. Einer davon in der Mammaleiste und sehr, sehr klein. Ein anderer, ebenso kleiner, in der Mammaleiste war gutartig. Man steckt nicht drin. Früh rausnehmen bedeutet wenig Zeit für den Tumor zu streuen, falls er überhaupt bösartige ist, und vermutlich recht kurze und leichte OP mit guter Prognose. Ich sehe keinen Grund einen Tierarztbesuch aufzuschieben.

    Ich will nichts aufschieben, ich habe den Termin erst nächste Woche, daher kann ich erstmal nur abwarten weil auch die am Telefon meinte das bei der größe noch keine gefahr besteht.

    Sorry, da hab ich wohl die letzten Beiträge nicht mehr gründlich genug gelesen - in einer Woche ist doch völlig ok. Die Größe ist vermutlich gut zu operieren, wenn der Tierarzt das für sinnvoll hält. Und wenns nicht schnell wächst ist eine Woche kein Zeitraum, bei dem man sich weiter Sorgen machen muss. Alles Gute!

    Klingt nach Mammatumor - zumindest der, der tiefer und nicht an der Haut sitzt.

    Genau was du beschreibst hatte meine sieben Jahre alte Hündin auch. Bei ihr war der Verdacht bösartige Tumore. Am Ende waren sie gutartig,aber wir haben die ganze Milchleiste bei der Kastration mit rausgenommen.

    Aber wie kann sowas Mini kleines bösartig sein? Bösartige Tumoren wachsen doch eigentlich schnell.

    Meine Hündin hatte nun schon zwei langsam wachsende, bösartige Tumore. Einer davon in der Mammaleiste und sehr, sehr klein. Ein anderer, ebenso kleiner, in der Mammaleiste war gutartig. Man steckt nicht drin. Früh rausnehmen bedeutet wenig Zeit für den Tumor zu streuen, falls er überhaupt bösartige ist, und vermutlich recht kurze und leichte OP mit guter Prognose. Ich sehe keinen Grund einen Tierarztbesuch aufzuschieben. Die Mammatumor OP wurde hier ganz locker weggesteckt und es ist bisher nichts nachgekommen.

    Puh, ja, mit langfristigem Training und Medikation lässt sich da sicher was machen. Aber ganz ehrlich: ich denke nicht, dass ihr euch euer Leben mit Hund auch nur ansatzweise so vorgestellt habt. Und für den Hund wird der Weg, evtl. auch in einem neuen Zuhause mit Medikation, deutlich leichter, wenn er ihn in einem ruhigen Haus mit Garten, ab von der Großstadt und vielleicht mit einem souveränen Hund an der Seite, gehen darf.

    Ich würde ganz ernsthaft über eine Abgabe nachdenken, um euch und eurem Hund das Leben zu erleichtern...