Beiträge von anymouse

    Warum holt man sich sowas ?

    Das ist halt in vielen Fällen die Frage. Andererseits: Wäre es ein Unterscheid, ein relevante Unterschied, ob das jetzt ein "Pitbull Terrier" oder der genannte "Briard" wäre?

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    Ein Aspekt, den ich in Bezug auf die Gefährlichkeit von "Ex-Kampfhund-Rassen" interessant fände: Diese scheinen gegenüber Familienangehörigen deutlich weniger aggressiv zu sein als gegenüber Fremden (Menschen oder Hunden), wie ich das so etwas zwischen Zeilen lesen. Kann es daher sein, dass deren Halter dann deutlich überraschter sind, als beispielsweise bei Gebrauchshunden, die auch mal 'mit dem Halter diskutieren möchten'?

    Ich verwahre mich aber dagegen, dass man rumrennt und erzählt, es gäbe "genauso" lebensgefährliche oder gar tödliche Vorfälle mit Labbis oder Pudeln (oder Collies oder wasweißich) oder mit Klein- und Kleinsthunden (der gefährliche Chi) die aus irgendwelchen Gründen verschwiegen werden.

    [...]

    Jetzt mal wirklich vergleichbare Fälle zu Naarn. Gibts die?

    Keine Ahnung. Hier habe ich einen Link gefunden, dem ich erstmal glaube

    https://de.statista.com/statistik/date…n%20registriert.

    Hier wird nach Todesfällen durch ICD-10 W54 in Deutschland aufschlüsselt (Gebissen- oder Gestoßenwerden vom Hund); da ist auch "Hund springt an, Mensch schlägt mit Kopf auf Stein und stirbt an der Kopfwunde" auch mit drin. Dann sind es etwa 4 Fälle pro Jahr -- nicht 4000, nicht 400, sondern 4! Hier eine Statistik zu machen, liefert sehr unsichere Ergebnisse.

    Ich glaube, da müsste man auch schwere (vielleicht sogar leichte) Verletzungen mit in den Vergleich einbeziehen, um hier auch nur etwas belastbare Daten zu haben.

    Hundebiss-Statistik - Berlin.de

    Ist der Dachshund/Dackel oder ein Yorkshire Terrier so gefährlich wie ein Belgischer Schäferhund oder ein Golden Retriever?
    Von allen gab es 2022 in Berlin jeweils genau einen Vorfall, bei denen ein Mensch schwer verletzt wurde?


    Und dann (sofern die Rasse bei den statistischen Auswertungen verfügbar ist) auch mit der Gesamtpopulation der entsprechenden Rasse/Gruppe in Deutschland (oder dem betreffenden Gebiet) in Relation setzen.

    Es gab etwa 2-3 so viele Vorfälle zu "Deutscher Schäferhund" als mit "American Staffordshire Terrierer". Ist der Deutsche Schäferhund also gefährlicher, oder vielleicht nur häufiger?

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    P.S.: In Deutschland scheint es gleich wahrscheinlich zu sein, durch einen Hund zu sterben wie durch einen Blitz.

    Erdhummeln suchen ziemlich tief nach Nistplätzen.

    Nicht nur die beiden Arten "Dunkle Erdhummel" und "Helle Erdhummel" nisten möglichst Bodennah oder direkt im Boden, sondern eigentlich fast alle.

    Höher siedeln sich normalerweise nur Baumhummeln an.

    Und wichtiger noch wie sieht so ein Kasten komplett aus und in welcher Höhe hängt man ihn auf??

    Zu den weiteren Details verweise ich mal auf Pollenhöschen (pollenhoeschen.de)

    Kenn mich in dem Bereich nicht aus, aber gibt’s für Skripte von Podcasts eventuell schon ne KI App?

    Schon länger ... das ist ja "einfach nur" Sprache-zu-Text, d.h. Spracherkennung -- das gibt es schon lange, wie Alexa und Siri. Und dann es redaktioniell überarbeiten ist kein großer Aufwand.

    Durch KI wird das nur deutlich besser.

    Der Abriss wird jetzt also doch verschoben. Hoffentlich gibt es da wirklich bald Zaunkönig Nachwuchs.

    Vielleicht -- vielleicht auch nicht. Wir hatten den selben Fall: Zaunkönignest aus Moos auf der Veranda auf eine Steckdose. Und da wir Tiere im Garten versorgen, und daher täglich mindestens einmal da durch gehen, hat uns das schon etwas gewundert.

    Daraus geworden ist aber nicht. Zaunkönige bauen mehrere Nester, und lassen danach die Königin das passende auswählen.

    Zaunkönig – Wikipedia

    Also nicht zu viel erwarten.


    (P.S.: Im super-optimalen Fall findet ER für jedes Nest eine Königin.)

    Was ich in der Berichterstattung irritierend finde ist, dass der Hund vorher scheinbar völlig unauffällig, nach den Vorfall aber extrem aggressiv und nicht resozialisierbar.


    Woher kommt das?

    Liegt es an mir, dass ich denke, für so ein Verhalten muss es einen Auslöser (oder eine langsame Entwicklung) geben und das kann nicht einfach so aus dem blauen raus passieren?

    Der Auslöser könnte einfach die Herausnahme aus seiner vertrauten Umgebung in eine sehr unfreundliche sein.

    Zumindest bei den ersten beiden Punkten, wo jemand in dein Grund und Boden eindringt, wärst du sicherlich nicht wegen Fahrlässigkeit dran

    Doch, wenn es nach "Es ist etwas passiert, DESWEGEN war das Handeln fahrlässig." geht, eben schon! Denn auch in diesen Situationen hatte ich keine "ausreichende Kontrolle über den Hund". Ich hätte ja auch den Hunden einen Maulkorb aufsetzen können, wenn sie auf dem eingezäunten Grundstück frei laufen. Das ist eben die Bedeutung der von *Sascha* genannten Aussage!

    Glücklicherweise war es so nicht, und wird hoffentlich auch nicht so, sondern: Es wird geprüft, welche Sicherungsmaßnahmen waren vorhanden, welche wären aufgrund einer kompetenten Person notwendig gewesen, und aus dieser Beziehung ergibt sich eine Fahrlässigkeit oder auch nicht.

    Welche realistischen Situationen bleiben da noch übrig?

    Mindestens die, wo sich andere Personen unverantwortlich verhalten.

    • Person überklettert oder den Zaun des Anwesens, um den Hund zu streicheln.
    • Kind wird von Elternteil über den Zaun gehoben um den Hund zu streicheln.
    • Personengruppe stürmt auf den Hund zu

    Das ist halt das Problem bei "Fährlässigkeit und Strafbarkeit, WEIL etwas passiert ist." (unabhängig von einer Berücksichtigung des Verhalten des Hundehalters).

    Und das ist halt der feine und riesige Unterschied zu "Verhalten war fahrlässig, weil ein sorgfältiger Halter das nicht gemacht hätte, UND DESWEGEN ist etwas passiert."

    Wenn ein Kind über den Hundeplatz während einer Übung läuft, und der Hund verletzt es, ist bei 1) der Halter strafbar wegen Fahrlässigkeit, der Hund hätte während der Agility-Übung einen Maulkorb tragen oder Barrieren hätten ein Betreten der Fläche durch das Kind verhindern müssen. Bei 2) würde man sagen, dass diese Situation vom Halter nicht voraussehbar war und ihn deswegen hinsichtlich des Strafrechts keine Schuld trägt, und vielleicht gab es jemand anderen, der eine Schuld trägt.

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    Und vielleicht zur Verdeutlichung: Es geht mir nicht um das Strafmaß (auch wenn ich den Abstand 15 Mon zum anderen oben genannten Fall mit 18 Mon nicht für sehr groß halte).

    Ich erwarte aber eine gute Begründung, warum das Verhalten der Halterin nicht nur fahrlässig, sondern GROB fahrlässig war.

    Diese Begründung erachte ich nicht für besonders schwer, aber trotzdem für notwendig. Und diese Begründung muss mehr sein als "Es ist etwas sehr schreckliches passiert."

    Hier habe ich noch etwas gefunden:, allerdings aus Deutschland und Zivilrecht, also auch eher falsch:

    Die erforderliche Sorgfalt entspricht nicht notwendigerweise der üblichen Sorgfalt (vgl. dazu u.a. BGHZ 8, 141; BGH NJW 65, 1075). Eine Nachlässigkeit ist jedoch bereits ausreichend für die Verneinung der erforderlichen Sorgfalt (so BGHZ 5, 319), ebenso wie das Bestehen eines „verbreiteten Brauchs“ (vgl. BGHZ 23, 290). Eine erforderliche Sorgfalt ist jedenfalls immer dann gegeben, wenn man sich so verhalten hat, wie es von kompetenten Fachleuten empfohlen wurde (vgl. BGH NJW 71, 1882).