Hmmmh, also ich gehe so weit mit, dass das Kontrolle übernehmen müssen nicht nur in dieser Situation zu klären ist sondern allgemein im Umgang.
Dass der Hund einem vertraut und einem Kontrolle überlässt erreicht man aber nicht, indem man ihm sein Leben ungemütlich macht und nun plötzlich ggf. auch noch wenig authentisch seinen Willen durchsetzen will, wo man es vorher nicht gemacht hat.
Draußen würde ich Abstand schaffen zu anderen Hunden, ihm die Sicherheit geben, dass er mit denen nicht interagieren muss. Bogen laufen, umdrehen und in die andere Richtung gehen, sowas. Erstmal als Management und erste Hilfe.
Drinnen bin ich wie Kleenes87 für ne Hausleine, damit ihr es leichter habt. Und dann immer nur Sachen machen, die ihr nachvollziehbar findet und auch selber so haben wollt. Es bringt nichts, dem Hund das Sofa zu verbieten, wenn man es eigentlich mag, dass er da drauf ist. Wo er sich ggf. auch total sicher fühlt, weil es auch euer Ruheplatz ist und sehr nach euch riecht.
Auf keinen Fall bitte schimpfen, wenn er knurrt oder schnappt. Ihr seid, wenn er zu solchen Maßnahmen greifen muss, eh schon zu spät und über seinen Wohlfühlbereich hinweggegangen. Er wird dann eher aufhören, euch zu warnen und schneller vehementer sein, weil ihr auf die subtilen Zeichen nicht hört. Du scheinst ihn prinzipiell ganz gut lesen zu können, das ist super! Nutze das und überlege dir in so Situationen immer gut, was du wie durchsetzen willst. Und ob du es in dem Moment überhaupt könntest, ohne ihn zu sehr zu bedrängen, was er offenbar sehr unangenehm findet.
Ich drück euch die Daumen!