Beiträge von staffy

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    Bei Hunden gerate auch ich noch in Stress, allerdings wird es langsam besser. DAS überträgt sich vielleicht auch auf Lucky, so dass er merkt, Frauchen steht gar nicht mehr so unter Strom......


    Das A und O, das Wichtigste im Training und das Schwerste zugleich: Selber ruhig bleiben !
    Aber glaub mir, wenn du so weiter machst, am Ball bleibst und an "eurem" Problem arbeitest, du wirst so gelassen ... dich kann nachher nix mehr schocken :D

    Gruß staffy, die das auch erst lernen mußte ;)

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    Wie hat man früher das Jagdproblem bei den Hunden in den Griff bekommen,..


    Ich weiß ja nicht, was bei dir früher ist !!
    Aber damals :D hatten Hunde noch eine Aufgabe, einen Job und wurden nicht als Vorzeigeobjekte, Kinderersatz oder -spielzeug, einfach nur so, ... gehalten. Die Grundvorraussetzungen waren anders und der Hund hatte einen "Herrn", der auch einer war. Ich denke, daß sehr viel Hundeverstand und Konsequenz abhanden gekommen ist. Ein beschäftigter Hund, der seine Grenzen kennt, der hat kein Jagdproblem !

    Ausserdem hätte sich früher niemand einen Hund zugelegt, den er von der Veranlagung her nicht brauchen kann ;)

    Gruß, staffy

    SirJack Oh, ups ... muß mich entschuldigen ... :ops:

    Ich hatte zig Fenster offen, das Telefon klingelte, ein Kollege kam dazwischen .. nicht richtig gelesen, verwechselt ..

    Alles kein Grund, ich weiß ... Sorry - nu hab ichs richtig und in Ruhe gelesen und da ich trotz Mod auch noch Mensch bin, meinen Faux pas nicht einfach lösche, hiermit meine Entschuldigung - war auf was anderes bezogen.

    Gruß, staffy

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    Nun kommen wir gerade von einem längeren Spaziergang, bei dem mein Hund durch die Gerüche von Kleintieren so abgelenkt war, dass er gar nicht mehr reagierte.


    Ob das jetzt wirklich ein ausgeprägter Jagdtrieb wird ... !!

    Wenn dein Hund erst seit einer Woche hier ist, vorher in Ungarn gelebt hat, dann überleg mal, welche Eindrücke jetzt auf ihn einstürzen ! Das er noch sehr abgelenkt ist und auch schonmal "geistig abwesend", das ist normal. Weißt du, wo der Hund vorher war ? In einer Familie, auf der Straße, nur im TH ?

    Wichtig ist nur: Vom ersten Tag an gibt es Regeln, die konsequent eingehalten werden. Sicher ist man noch etwas nachsichtiger mit einem solchen Hund, vieles muß er erst noch lernen. Aber bestimmte Hausregeln gelten sofort und immer - dazu gehört auch, dem Hund erst gar nicht zu ermöglichen, Fehler zu machen. Solange ihr nicht soweit seid, daß er verläßlich hört, gib ihm NIE die Möglichkeit zu jagen. Freilauf nur auf eingezäunten Plätzen, viel Beschäftigung, viel Lernen und ausreichend Hundekontakte.

    Nach einer Woche kannst du noch nicht viel sagen, aber Arbeit macht jeder Hund - sofern man ihm (weil gut erzogen) ein hundegerechtes Leben ermöglichen will.

    Wenn du aber nur annähernd den Gedanken hegst, das Handtuch zu werfen, melde dich, ich wohne nicht weit weg ;)

    Gruß, staffy

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    viel schlimmer ist das weglaufen im park, wenn sie andere hunde sieht..das macht sie jetzt seit 3-4 wochen...es ist ja nicht in sofern schlimm, weil sie nicht wegkommt,aber dass sie nicht zurück kommt, wenn man sie ruft.. :hilfe: soll hier die schleppleine ran????


    Yepp, sofort und ohne zu überlegen !
    Bleib jetzt konsequent, unterbinde jegliche Möglichkeit des "nicht gehorchens" solange, bis wieder alles funktioniert ... danach hast du dann 15 Jahre Ruhe ;)

    Gruß, staffy

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    Das ist ganz klar eine Spielaufforderung von ihr , wenn sie sich dabei hinlegt .


    Dieses hinlegen ist in dem Falle eine nicht freundliche Sequenz aus dem Jagdverhalten. Konsequentes, souveränes Verhalten ist hier gefragt. Sicher, aber bestimmt mit dem Hund umgehen und an den Ursachen forschen. Lies dir mal dieses durch https://www.dogforum.de/fpost6611653.html#6611653 , dann dürftest du schon ein paar Erklärungen und Lösungen für dich haben.

    Gruß, staffy

    Was machst du sonst mit Lucky ?
    Hat er ein Hobby, einen Job, der ihm Spaß macht ?
    Denn genauso wichtig, wie an den Problemen zu arbeiten ist es, ihn mit Übungen "psychisch" aufzubauen. Ein unsicherer Hund, der ein paar stressige Trainingsstunden hinter sich hat, ist evtl. nur noch frustrierter, da muß ein Ausgleich her. Der Hund kann nur souveräner und ruhiger werden, wenn er das nötige Selbstbewußtsein und -vertrauen hat. Wie sieht euer jetziger Ausgleich aus ?

    Gruß, staffy

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    Vielleicht kommen wir deswegen mit unserem Training nicht weiter: ich kann ihn dann einfach nicht mehr positiv bestärken........


    Futter ist zwar hilfreich, um Hunden Tricks beizubringen, aber um draussen ernsthaft zu arbeiten gibt es zig bessere, effektivere Möglichkeiten.
    Wie du deinen Hund motivierst und lobst, das solltest du selber am Besten wissen. Ob mit verbalem Lob, Spiel, einer Apportierübung, laufen, ... was auch immer, Bestätigung besteht doch nicht nur aus Futter !!

    Änder mal die Art der Motivation und Bestärkung, freu dich mal wenn etwas geklappt hat, setzt mal vermehrt Körper und Stimme ein - das ist vieeeel besser als "nur" Futter in den Hund zu stopfen.

    Zu deiner Kastrationsfrage:
    Die ausführliche Antwort wäre etwa 3 Seiten lang, die Kurzfassung: Das Verhalten würde sich mit großer Wahrscheinlichkeit verschlechter. Entweder würde er aus Unsicherheit richtig nach vorne gehen (unsichere, entmannte Rüden versuchen oft die fehlenden "Eier" durch Randale auszugleichen), oder er bricht richtig zusammen und traut sich gar nix mehr. Die chemische Kastration ist nicht mit einer operativen zu vergleichen, zudem gibt es eine Menge unterschiedlicher Varianten, die entsprechend auf unterschiedliche Bereiche Einfluß nehmen.
    Da sein Verhalten zu 100% erlernt ist, wirst du nur - da stimme ich Corinna voll und ganz zu - mit entsprechendem Training eine Besserung erlangen.

    Gruß, staffy

    Es gibt viele Gründe, warum ein Hund vorläuft. Der Hauptgrund wird vermutlich sein, weil er irgendwo hin will ;)

    Sicherlich muß man jeden Hund einzeln betrachten, aber grundsätzlich ist es "schietegal" wo der Hund läuft. Hab ich einen unsicheren Hund, gibt es andere Möglichkeiten ihm Sicherheit zu geben und die Entscheidungen abzunehmen, bzw. meine Kompetenz zu beweisen. Was wir doch möchten ist ein Hund, der in unsicheren Situation VON SICH AUS bei einem bleibt, Schutz sucht. Wenn ich das Vertrauen meines Hundes nicht habe, dann nützt auch das hinterhergehen nicht.
    Meine Hunde halten sich bei "Fuß" in meiner Nähe auf (+/- 1m), wenn nötig kennen sie auch ein "Zurück", um hinter mir zu bleiben. Aber alltags, da möchte ich sie im Blick haben, wissen, was sie denken und vorhaben und vor allem: Sehen, wenn sie mich fragend anschauen und mit ihnen leise kommunizieren, ohne mich umschauen zu müssen ....

    Denn vorlaufend achtet der Hund auf mich, fragt an Wegkreuzungen und wartet, wenn etwas auf ihn zukommt. Hinter mir - tja - was macht er da, ausser mir zu folgen ??

    Gruß, staffy