Eigentlich, bevor man hier jetzt das Verallgemeinern verurteilt, mit den immer vorhandenen Ausnahmen argumentiert, Rassen und Veranlagungen anführt ... sollte man erst einmal den Begriff
Jagdproblem
spezifizieren ! Was ist denn ein Jagdproblem ? Fängt das beim unerzogenen Hund, der hinter der Katze herrennt an, oder erst beim selbständig stöbernden Hund, oder reden wir hier von richtigen Wilderern, die sich alleine auf die Socken machen, stöbern, jagen und töten ?
Jagdverhalten hat soviele Fascetten, ein bisschen davon hat jeder Hund und natürlich ist es ein riesiger Unterschied, welche Erfahrungen ein Hund hat. Einen Profijäger, als Welpe "richtig" erzogen kann ich von allem abrufen, einen 08/15-Mix, der Selbstversorger war, werde ich selbst mit viel Training, Beschäftigung und Arbeit nie zu 100% kontrollierbar bekommen.
Die nächste Frage: Meine Hunde habe ich relativ
gut im Griff, aber der plötzlich aufspringende Hase ... da kann ich zu langsam sein. Ist selten, aber kommt vor und auf die Art haben schon 2 ihr Leben lassen müssen (jedesmal unmittelbar vor meinen Füßen
). Aber deshalb finde ich nicht, daß ich ein Jagdproblem habe. Ich habe zwei Hunde, die -vernachlässigt - wildern würden, aber mit dem jetzigen Verhalten, also dem immer vorhandenen Risiko (das es passieren könnte, wenn plötzlich, ich gerade abgelenkt bin, ...) kann ich hervoragend leben und betrachte uns nicht als Problemfall.
Gruß, staffy