Wenn du eine echte, neue, anerkannte Rasse züchten möchtest, dann dauert das Jahrzehnte, erfordert viele Menschen, die an einem Strang ziehen, viel Geld und viel Zeit.
Denn der Weg zur FCI-Anerkennung ist weit.
Früher, in den Anfängen der Rassehundezucht, da war das leichter. Aber auch wenn die Rassehundezucht noch sehr jung ist, die Regeln haben sich doch recht schnell deutlich verschärft.
Nehmen wir als Beipiel mal den Riesenschnauzer. Schnauzerartige, kleinere Hunde gab es in Süddeutschland schon ewig, das war eben ein typischer Landschlag da. Ende des 19. Jahrhunderts zeigte jemand in München auf einer Ausstellung einen "Riesenschnauzer". Ein völlig neuer Hund, anders als die bisher bekannten gezeigten Hunde. Das griffen andere Züchter auf und machten auch Riesenschnauzer. Was sie dort nun alles vermischt haben, das kann niemand mehr wirklich nachvollziehen. Dogge kam in den bekannten Landschlag, Großpudel wohl auch, jeder hatte da seine eigene Idee. Bals gab es mehr Hunde des neuen Typs, ein Verein wurde gegründet, ein Standard festgelegt und die Reinzucht begann. Jetzt wurden nur noch Hunde verpaart, die so aussahen wie ein Riesenschnauzer. Man legte sich schnell auf erlaubte Farben und den Verwendungszweck fest, kurz nach der Geburt der Rasse, waren es auch schon anerkannte Diensthunde.
So geht das heute nicht mehr. Heute müssen 8 unabhängige Blutlinien her, ein Rassegutachten, eine deutliche Unterscheidung zu bestehenden Rassen, hunderte recht standardgerechte Nachkommen sein, es ist ein echtes Großprojekt.
Aktuell ist z.B. in der Schweiz der Continental Bulldog so ein Projekt, wo versucht wird, eine neue Rasse zu schaffen.
LG
das Schnauzermädel