Beiträge von schnauzermädel

    Wenn Hund sich an einem kompletten Beutetier den Bauch so vollschlagen darf, wie er möchte, also z.B. Riesenschnauzer meets Schaf, dann kannst du damit rechnen, dass Hund etwa 5kg auf einen Schlag frisst. Durchaus zuerst den Bauch. Das führt zu einem sehr flüssigen Output nach ca. 4 Stunden. :hust: Da sollte man dann einen Garten haben, bzw. eine Lösemöglichkeit in Hausnähe, weit kommt ein so vollgefressener Hund nämlich nicht.

    LG
    das Schnauzermädel

    Aber bei diesem Konzept liegt man wieder bei den ganzen Beutetieren, die man hierzulande schlecht bekommt und in Wohnungen auch eher schlecht verfüttern kann. Auch sind geviertelte Kühe in den wenigsten Gärten nachbarschaftskompatibel. Ich weiß jedenfalls, dass das Füttern ganzer Hühner, Kaninchen oder Lämmer in einem üblichen Siedlungsgarten eher schwierig ist. :hust:
    Dazu sind auch hier wieder Tischreste gefragt, als Simulation des Mageninhaltes. Der ist wiederum bei unseren "Hochleistungstieren" nicht wirklich gesund und abwechslungsreich gefüllt.
    Und man hat wieder Probleme, wenn man einen leistungsfähigen Hund braucht und es gibt durchaus Problem den Output zu managen, wenn man berufstätig ist.

    LG
    das Schnauzermädel

    Wieso sollten Nudeln nicht verwertet werden? Nicht weiter als hochaufgeschlossener Weizen, erst feinst vermahlen und dann auch noch gekocht. Das ist leichter verdaulich als Brötchen oder Toast. ;)
    Proteine allein sind nicht zur Deckung des Energiebedarfs geeignet. Proteine können verstoffwechselt werden, aber es ist Schwerstarbeit für die Leber, erzeugt viel Wärme und verbraucht viel Wasser. Es ist ineffizient und wird auch bei Hunden erst bei Mangel an Fett und Kohlenhydraten genutzt.
    Ausgelegt ist ein Hund auf die Energiegewinnung aus Fett, er kann es aber auch sehr gut über Kohlenhydrate. Hunde sind keine "Wundertiere", sie verbrauchen bei Belastung ebenso Glycogen wie z.B. Menschen. Bei Belastung bekommt man nun 2 Probleme: Die Glycogenspeicher sind schnell leer, Proteine nutzen ist sehr aufwändig und erzeugt noch mehr Wärme und erhöht nochmals des Wasserbedarf. Das ist eher kontraproduktiv. Zusätzlich stehen die Proteine dann nicht mehr ausreichend für die üblichen Synthesevorgängen zur Verfügung.
    Wie man nun "richtig" füttert?
    Das kommt ganz auf den Hund und seine Belastungen an.
    Hunde in Ausdauersportarten brauchen wenig Kohlenhydrate, da reichen trotz hoher Leistungsabfrage 15% des Energiebedarfs über Kohlenhydrate zu decken.
    Hunde, die dagegen schnell Energie mobilisieren müssen, brauchen dagegen bis zu 50% ihrer Energie aus Kohlenhydraten.
    Daher hat sich bisher so als "Faustformel" ergeben, dass "normale Begleithunde" Protein angepasst an den Bedarf bekommen sollten, 15% der Energie aus Kohlenhydraten, den Rest über Fett, auch an Tagen, wo mal mehr Bewegung war. Der Proteinbedarf steigt zwar bei Belastung, aber nur sehr moderat.
    Einfach möglichst viele Proteine verschiedener Wertigkeit zu mischen und Fett zuzugeben, das funktionert eher schlecht und belastet Leber und Niere.
    Das sind übrigens rein wissenschaftliche Werte ohne Einbeziehung einer Fütterungsart. Die meisten Fertigfutter sind nicht so zusammengesetzt, die wenigsten Dosenfutter und Barf-Rationen meist auch nicht. ;)

    LG
    das Schnauzermädel

    Du musst bei der Hundeernährung 2 Dinge schaffen. Einerseits braucht Hund die passende Nahrungszusammensetzung, andererseits braucht er zur Verdauung die passende Darmflora und auch die braucht Nahrung, damit sie das liefern kann, was Hund braucht. Ca. ein Drittel eines Hundehaufens sind tote Darmbakterien. Da sieht man dann erst richtig, wie wichtig die sind. Und wie schwer eine funktionierende Darmflora zu erhalten ist, das zeigen die unzähligen "kotverbessernden" Zusätze im Fertigfutter. Abwechslungsreiche Fütterung dagegen hält die Darmbewohner fit.

    Hunde können zwar keine pflanzlichen Zellwände verdauen, die Inhaltsstoffe verwerten sie aber doch, wenn man die Zellwände vor dem Verfüttern aufbricht. Und die Darmbakterien nehmen eh fast alles.

    Ich selber füttere sehr flexibel.
    Ich achte auf eine ordentliche Versorgung bei Calcium und Phosphor, gebe recht angepasst Innereien zur Deckung des Vitaminbedarfs, passe die Fleischmenge grob dem Proteinbedarf an, leichte Überversorgungen stören mich da nicht sehr, Obst und Gemüse gibt es mal gegart, mal püriert, Kohlenhydrate nach "Vorkommen", das sind gerne Reste von uns, mal gibt es Fertigflocken dazu. Den Energiebedarf decke ich über Tierfett, pflanzliche Öle gibt es im Wechsel. Ansonsten gebe ich wenig Zusätze. Gerne verfüttere ich komplette Tiere, aber es gibt auch einfach mal Trofu in den Napf.
    Mir sind einige Eckdaten wichtig, den Rest regelt bei mir die Abwechslung. Gefüttert wird nach Beanspruchung der Hunde und den Zutaten, die Vorratskammer, unser Speiseplan und Kühltruhe hergeben. :D

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Jain. Eher mir in die Hand geben bzw. es sich ohne Widerstand wegnehmen lassen (er rennt dann immer weg oder ich darf es ihm aus dem Maul pulen)

    Gleiches Problem wie vorher auch.
    Macht man ein Apportierobjekt zum Beuteobjekt, dann hat Hund einen Konflikt, denn ehrlich gefangene Beute abzugeben, das ist eben nicht normal.

    LG
    das Schnauzermädel

    Kohlenhydrate braucht nicht unbedingt der Hund, aber seine Darmflora. Sonst wird das nichts mit der Verdauung. Außerdem sammeln auch Wölfe z.B. Beeren.
    Proteine sind nicht zur Deckung des Energiebedarfs geeignet, das kann Hund zwar, Mensch kann es auch, aber dauerhaft gesund ist es eben nicht
    Für den Energiebedarf muss anderes her, Fett oder Kohlenhydrate, sonst funktioniert auch ein Hund nicht.
    Nehmen wir als Beispiel eine Maus: Proteingehalt nur etwa 15%, aber 10% Fett und 1-2% Kohlenhydrate liefert sie auch noch. Und trotzdem ist sie nicht 100% optimal zusammengesetzt.

    LG
    das Schnauzermädel

    Gruppengassi mit einem "Fremden". ;)
    Meine Schnauzer hätten dich auch alle an den Rand der Verzweiflung gebracht, dabei waren/sind sie alltagstauglich erzogen. Trotzdem hätten sie bei einer Nicht-Bezugsperson bei entsprechender Ablenkung ihr Ding gemacht, den Zweibeiner ignoriert oder eben getackert, wenn er "zu sehr stört".
    Vom X-Mechelaar reden wir besser gar nicht, Klein-Greg sieht Fremde feindlich, die werden ignoriert, sollten ihn aber auch bitte zufrieden lassen.
    Bei keinem dieser Hunde wäre ich je auf die Idee gekommen, sie einem Gassigänger mitzugeben. Sie sind einfach ungeeignet dafür. ;)
    Kleinteil dagegen würde nur gucken, ob die Regeln auch da gelten und sich dann fügen. Die ist ein völlig anderer Hundetyp.

    LG
    das Schnauzermädel

    Wenn du wenig Fleisch und viel Fett fütterst, dann könnte das gehen.
    Allerdings bekommt man dann ein recht "bröseliges" Fleisch, das die meisten Hunde wenig attraktiv finden, sonst stimmen die Verhältnisse wieder nicht, da streut man dann massig Pülverchen. Und man bekommt in d kaum Fleisch, dass diese Erfordernisse erfüllt, Fett wird hier zu gut getrennt.
    Und nicht jeder Hund kommt mit diesen Fettmengen zurecht, viele haben damit ein deutliches Verdauungsproblem.

    LG
    das Schnauzermädel