Wie soll ein Züchter das machen?
Also ich nehme jetzt schon einen engagierten Züchter, der nicht nur einfach verkauft, wenn ein Interessent kommt. Auch der kann einem Käufer nur vor den Kopf gucken.
Ich meine, man kann sich ja schlecht hocharbeiten. Wenn ein Spezialist passt, dann passt der auch im Erstversuch. Sicherlich macht man Fehler, man ist Mensch, die würde man aber auch bei einem "einfacheren" Hund machen. Wobei "einfach" ja immer relativ ist. Ich verzweifle bei über 25 Jahren Erfahrung mit Hunden trotzdem gerne mal am Kleinteil. Das ist einfach ein ganz anderer Hundetyp, leider nicht meiner.
Und bei allem Reden und Gucken, man kann nicht 100% wissen, ob der Interessent wirklich die Nerven, Lust, Zeit, etc. für so einen Hund hat. Vor allem wenn Hund sich eben dann doch eher mit Haken und Ösen entwickelt, das kann ja passieren. Nervöser Mensch und Hund mit extrem niedriger Reizschwelle ist z.B. eine schwierige Kombination, wenn die Selbstdisziplin des Menschen nachlässt, es kann auch ein extrem feinfühliges Dreamteam sein. Oft sind das Nuancen die entscheiden.
Der Erzeuger meines X-ers hat auch Bauchweh gehabt und gewettet, dass ich ihm den Hund wiederbringe, noch bevor er 6 Monate alt ist. Er sah zwar generell kein Problem, also keines das er benennen konnte. Aber die Tatsache deutsch zu sein, die lässt ihn zweifeln. Deutsche sind in seinen Augen zu weich und zu inkonsequent, lassen den Hunden zu viele Freiheiten, die dann bei unklarer Führung in seinen Augen Probleme verschärfen. Und durch den "lockeren, deutschen" Umgang entstehen die Probleme zwangsläufig, findet er. Hätte er mir jetzt keinen Hund geben dürfen? Oder war es eben doch ok?
Ok war jedenfalls, dass er seine Meinung offen gesagt hat.
LG
das Schnauzermädel