Beiträge von schnauzermädel

    Also das ganze ist zwar kein Ausbildungskennzeichen, aber es kommt in die Leistungsurkunde und beim HF in den Sportpass, schließlich bekommt man auch mit diesen Prüfungen Punkte für das Sportabzeichen ;) .
    Außerdem braucht man ja einen Nachweis, weil auch diese Prüfungen in aufsteigender Reihenfolge gemacht werden müssen.
    Wenn man züchten möchte, stehen diese Prüfungen nicht in der Ahnentafel, weil es eben keine Ausbildungskennzeichen sind.
    Bei den "echten" Gebrauchshunden haben viele vor diesen Prüfungen Angst, weil es dann heißen könnte: "Netter Hund! Aber beißen tut er nicht!" :kopfwand:
    Dabei ist das auch für VPGler eine tolle Sache, weil man eine Sparte schonmal versuchen kann, wenn es in einer anderen noch nicht ganz passt. Außerdem ist es eine gute Möglichkeit für den veranstaltenden Verein die Prüfungskosten zu decken, wenn nur wenige Hunde für "echte" Prüfungen da sind, so ein Richter und der Terminschutz möchten ja auch bezahlt werden ;) .

    LG
    das Schnauzermädel

    Ab in den Baumarkt und eine Funkklingel kaufen :D .
    Hunde merken schnell, wenn ein Familienmitglied rausgeht und klingelt.
    Freunde haben bald keine Lust mehr spontan vorbeizukommen, zu klingeln und wieder zu gehen ;) .

    Klar rennt der Hund zur Tür, wenn es schellt. Da kommt ja jetzt auch ein interessanter Mensch.
    Man macht es sich also einfach, wenn man dem Hund ein gewüschtes Verhalten nahe bringt, während man nicht total gestresst ist, weil ja auch irgendwie flott zur Tür will.
    So kann man selbst klingeln, während man auf der Couch sitzt, kocht oder was auch immer :D .
    In der ersten Übungszeit ist es übrigens praktisch, wenn der Besuch statt zu klingeln, kurz das Handy zückt, wenn er vor der Tür steht.
    Wenn man weitergekommen ist, kann der Besuch kurz per Handy vorwarnen und dann die Klingel drücken.
    Mit ein wenig Fleiß findet Hund klingeln gar nicht mehr sooo spannend und man dringt mit einem kurzen Kommando zu ihm durch.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    das heißt, falls es eine ungerade zahl an teilnehmern im VPG bereich gibt, läuft ein hund separat die UO mit, damit immer ein hund abliegt und ein hund läuft... ist doch bei der BH schon so...
    aber damit besteht man bekanntlich keine prüfung...

    und eine fährte kann man natürlich einzeln machen, das nennt sich dann zb. FH1...
    eine UO1 gibt es jedoch nicht...

    Du meinst jetzt den "Blindenhund", der bei ungraden Teilnehmerfeld die UO macht, wenn der Prüfungshund in der Ablage ist. Das hat mit Prüfungen gar nicht zu tun und ist nur ein organisatorischer Ablauf.

    Es besteht seit einiger Zeit die Möglichkeit nach bestandener BH/VT Unterordnungsprüfungen, Fährtenprüfungen und Stöberprüfungen abzulegen. Die Unterordnungsprüfungen 1-3 entsprechen der Abteilung B VPG, die Fährtenprüfungen der Abteilung A. Reine Prüfungen in Abteilung C (Schutzdienst) sind nicht zulässig. Diese Prüfungen sind keine anerkannten Ausbildungskennzeichen im Sinne der Prüfungsordnung.
    Der Text, den TE zitiert, sagt nun nur aus, dass an einem Prüfungstag mindestens 4 Teilnehmer eine Prüfung zur Erlangung eines Ausbildungskennzeichens ablegen müssen, also BH/VT, VPG, IPO, FH. Wenn nun noch Platz ist (ein Richter darf nur eine bestimmte Anzahl Abteilungen richten, dann können zusätzlich Teilnehmer die "kleinen" Prüfungen ablegen.

    Hoffe, das ist halbwegs verständlich erklärt ;) .

    LG
    das Schnauzermädel

    Nein!

    In der VPG hast du für das Apportieren über Hürde/Schrägwand 4 Kommandos:
    Du begibst dich mit deinem Hund frei bei Fuß zur Hürde. Wenn du anhälst, sitzt dein Hund in der Grundstellung neben dir. Du wirfst das Holz und wartest einen Moment. Dann Kommando "Hopp" und Hund läuft los und springt. Bei meiner Wurftechnik gebe ich idealerweise das Kommando "Bring", wenn der Hund in der Luft ist :lachtot: . Danach sagst du nichts mehr, bis der Hund wieder mit Holz vor dir sitzt. Per Blick Freigabe vom Richter holen, Kommando "AUS" und Holz abnehmen, Holz wieder in die Rechte Hand, Arm hängen lassen, dann Kommando "FUß"
    Das du beim Üben nicht immer absolut still stehst, mehr Kommandos gibst und anfeuerst ist natürlich vollkommen normal. Aber bei der Prüfung bewegst du dich gar nicht mehr und sagst nur sehr wenig, das ist ja bei allen Übungen so, Bewegungen nur genormt, Kommandos ebenso.
    Noch eine praktische Anmerkung: In der Freifolge und bei der Leinenführigkeit BH ist das "SITZ" nach den 2 Winkeln und der Kehrtwendung KEINE Grundstellung, hier darf nicht gelobt werden. Nette Richter erklären das, andere ziehen gleich Punkte.

    LG
    das Schnauzermädel

    Durch die Langleine sieht es ähnlich aus, aber es verfolgt einen ganz anderen Zweck als die üblichen Reizangelspiele.
    Normalerweise nutzt man die Reizangel doch zum Aktivieren des Beuteriebes, zur Impulskontrolle und zur Beschäftigung.

    Hier geht es um etwas ganz anderes.
    Das Tragen der Beute ist zwar auch ein Teil des Jagdverhaltens von Hunden, aber vielen Hunden fehlt bei Spielzeug der Reiz, das auch zu zeigen.
    Wenn man die Scheibe nimmt, dann ist die hochinteressant, wenn der Mensch sie hat, sie MUSS gefangen werden wenn sie fliegt, da kann Hund schon fast nicht anders. Aber dann kommt das Problem: Jetzt ist das Ding vollkommen unattraktiv, es bewegt sich nicht mehr und Fressen kann Hund es auch nicht, also braucht man es auch nicht in Sicherheit zu bringen.
    Hier hat man wenige Möglichkeiten einzugreifen. Wer clickert, kann das Halten und Tragen clickern. Halte- und Trageübungen mit Lob und Lecker sind schon deutlich schwieriger und oft für alle Beteiligten frustrierend. Zwangsapport verbietet sich von selbst.
    Mit der Langleine an der Scheibe (Holz, Spielzeug, Ball, etc.) belebt man die langweilige Beute im Maul des Hundes. Plötzlich bekommt es für den Hund Sinn, das Objekt festzuhalten, es wehrt sich jetzt plötzlich und man kann es verlieren. Wenn man nun lange genug mit dem Hund läuft, das braucht schon Zeit und viele Wiederholungen, dann trägt der Hund seine Spielobjekte gern und freiwillig.
    Man kann das ganze toll ausbauen und Hund in 30 Meter Entfernung tragen lassen. So kann man auch das Herankommen und abgeben üben. Lässt er nach dem Ruf seine Beute fallen, ist sie weg ;) , das lernt Hund sehr schnell.
    Es ist keine Patentlösung, aber oftmals eine hilfreiche Vorgehensweise. Der Hund arbeitet (eigentlich ja eher spielt :D ) frei, reagiert einfach seinen Anlagen entsprechend und lernt dabei auch noch das gewünschte Verhalten.

    LG
    das Schnauzermädel

    Eine Scheibe opfern :D .
    Mach ein Loch in eine Scheibe und befestige eine Langleine o.ä. daran. Dann bewege die Scheibe für den Hund attraktiv über den Boden. Hat der Hund die Scheibe genommen, halte immer leicht Spannung auf der Leine und lauft zusammen.
    Wenn der Hund die Scheibe verliert, darf er sie nicht mehr erwischen, du nimmst sie und machst einige Sekunden Pause, bevor du wieder von vorne anfängst.
    Wenn die Beute nach dem Fangen "weiterlebt" und Hund sie auch verlieren kann, wird die Sache für den Hund deutlich attraktiver und er hält fest.
    Du hörst immer auf, wenn der Hund die Scheibe selbst losgelassen hat, "AUS" übst du erst, wenn das Tragen sicher sitzt.
    Mach immer nur kurze Einheiten, du musst aufhören, wenn der Hund noch ganz wild auf die Scheibe ist.
    Dazu viel mit einer Scheibe zergeln, richtig Spass macht eine Scheibe nur bei dir ;) .
    Das ist zwar kein Patentrezept, aber eine Möglichkeit dem Hund Apportieren von was auch immer schmackhaft zu machen, oft funktioniert es ;) .

    LG
    das Schnauzermädel

    Natürlich muss man von einem feuchteren Futter mehr geben als von trockeneren Sorten, bei denen wird ja mehr Wasser extra getrunken.
    Wobei mich sowieso immer erstaunt, wieviel Fertigfutter man geben muss :???:

    Ich nehme jetzt mal unseren Rüden, sehr aktiv, 45kg:
    Josera Optiness 700g/Tag
    Terra Canis 1800g/Tag ( das war fast das teuerste am Urlaub
    :lachtot: )
    Roh und frisch 1000-1200g je nach Fleisch,
    wenn ich Platinum geben würde, wären es wohl auch unglaubliche Mengen.

    Bei Welpen und Junghunden muss man eh ständig anpassen. Erst werden sie mit wenig zu moppelig, dann kommt ein Wachstumsschub und man kommt mit dem Füttern nicht hinterher, dann wird gezahnt und gleichzeitig massiv gewachsen, fressen will Hundi aber grad nicht wegen Zahnweh und schon steht das Leiden Christi im Wohnzimmer ;) .

    Je nach dem jeweiligen Hund und dem jeweiligen Futter können Fütterungsempfehlungen zu hoch, zu niedrig oder genau richtig sein. Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, gibt es Fertigfutter, bekommt der eine Hund automatisch mehr als angegeben und der andere etwas weniger, dann passt das grob und es fehlt nur die "Feinjustierung". Es sind übrigens ähnlich aktive, gleichaltrige Hunde gleicher Rasse :roll: .

    LG
    das Schnauzermädel

    onyxvl

    Würdest du bitte mal über den Tellerrand DEINES Vereins schauen?

    Es ist ja sehr entspannend, wenn man nur ungearbeitete, halbwegs veranlagte Hunde auf den Platz bekommt.
    Habe ich irgendwo geschrieben, dass es auf meinen Plätzen so läuft?

    Und Hunde, die einfach nicht mit einem fremden Spielen wollen, die keinen Sinn in einem Zerrspiel sehen und keinem Ball hinterherlaufen, die gibts nunmal. Wenn diese Hunde dann keine gemeinsame Action mit ihrem Halter beim SD empfinden und einfach nicht wollen, dann kann man das doch so stehen lassen?! Das ist deshalb doch kein schlechter Hund.
    Da kann ein Helfer auf Knien liegend ewig mit der Beute Rückwärtstendenz zeigen. Nur der Platz und der Helfer, wo die Antwort auf diese Probleme Schwitzgiebel oder Raiser heißt und auch noch nur nach einem kleinen "Videochoaching" eingesetzt wird, findet sich leider immer.
    Genau wie Plätz, wo über verbotene Hilfsmittel hinweggesehen wird.
    Wenn so ein Hund ankommt, dann sollte wohl ein Helfer ablehnen dürfen und nicht sagen müsse, das bekommen wir schon hin.
    Es ist ja schön, dass dein verein das auch ablehnt. Wenn du aber häufiger viele Plätze siehst, dann tun sich Abgründe auf. Nur das zu übersehen und einfach generell dagegen zu wettern, ist natürlich einfacher als sich der Realität zu stellen und dagegen zu arbeiten. Ich kann mich auch einfach hinstellen und sagen bei uns auf dem Platz gibts das nicht, das macht man nicht. DAS ändert aber nix!
    Wenn ein Ausbildungswart einen Hund in der UO die Hürde nicht springen lässt, weil dieser Hund Gelenkprobleme hat, dann schimpft niemand. Aber Hunde, die entweder durch ihre Vorarbeit oder durch ihre Nervenveranlagung besser keinen SD machen, die gibt es nicht? Das kann mir keiner erzählen, dafür sehe ich zuviel!

    wildwolf
    Die Logik ist ganz einfach.
    Wenn du einen Hund hast, der enorm schnell lernt, Spass an der Sache hat und seine Prüfungen immer im V läuft, dann geht der vor.
    Der andere Hund wird gearbeitet und macht auch seine Prüfungen, aber er hat eher andere Hobbies. Das ist für mich ok. Wenn ich nur diesen Hund hätte, dann wäre nach der 1 Schluss gewesen, jetzt arbeite ich ihn mit, weil er eh dabei ist, aber ein entspannter Spaziergang oder eine Ausstellung sind eher sein Ding. Dieser Hund liegt halt lieber entspannt in meiner Nähe und betrachtet seine Umwelt :lachtot: . Im SD wird er gerne eher ernsthaft und die Gehorsamsarbeit gefällt ihm wenig. Auch finde Pausen da recht angenehm.
    Es ist doch nicht schlimm, wenn man nicht den perfekten Hund hat. ich kenne seine Stärken und Schwächen und schätze ihn so wie er ist. Er hat vorher keine Prüfung geschafft, aber jede Schlechtigkeit kennengelernt, weil er ja "erfolgreich" sein sollte. Mir reicht es, jetzt einen entspannten Hund zu besitzen, der nicht mehr wild um sich beißt und mehr "Erfolg" hat, als in seiner ekeligen Zeit vorher. DAS ist nämlich der beste Beweis, dass gewisse Dinge einfach nix bringen!

    LG
    das Schnauzermädel

    Glücklicherweise kann man mittlerweile auch im klassischen Bereich mehr machen als nur stumpfe Gesamtprüfungen.
    Du kannst die reinen Unterordnungsprüfungen machen, also nur die UO von VPG 1-3, du kannst Fährtenprüfungen machen, das ist dann die Fährtenarbeit dieser Prüfungen. Du kannst natürlich auch die Fährtenhundprüfungen machen und dann gibts noch die Stöberprüfung.

    Je nach Veranstalter kannst du den Hund auch bei Pokalkämpfen führen, in der BH auf jeden Fall und oft auch in der VPG 1 in der UO mit einem Partner, der den SD übernimmt.

    LG
    das Schnauzermädel