Beiträge von schnauzermädel

    Weder VPG/IPO noch Mondio/Ring machen einen Hund gefährlich. Es sind reine Sportarten.
    Mein bisher bester Sporthund (der auch ab und an mal in den Niederlanden trainieren darf :D ) schützt im echten Leben überhaupt nicht. Ich kann das sagen, denn der Hund hat es bewiesen ;) . Was ich aber vollkommen ok finde, denn es ist zuerst ein Familienhund und dann eben auch noch mein Sportpartner, mehr muss mein Hund nicht leisten.
    VPG/IPO ist für den Hund leichter, es gibt weniger Übungen, die finden in immer fester Reihenfolge statt und sind extrem ritualisiert.
    Bei Ring/Mondio sind erheblich bessere Nerven gefragt, der Hund muss im erlernten Rahmen selbstständiger arbeiten. Dazu kommen die viel schwereren körperlichen Anforderungen, ich denke nur an die Hindernisse. Mein "Supersportler" macht das ganz lässig, unser 2ter Hund, der solide VPG läuft, würde das höchstens mit Starkzwang machen. Daher genießt er dort nur die weiten Flächen zum Rennen und Toben.
    Ich finde, egal was man machen möchte, man muss die Grenzen des jeweiligen Hundes erkennen und respektieren.

    LG
    das Schnauzermädel

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    @ schnauzermädel

    Ich habe mich mit dem System durch Basco intensiver befasst und bin der Meinung das es sehr viel über die Hunde aussagt. Bei vielen seiner Vorfahren sind ja die Wertmessziffern noch mit aufgeführt und die Hunde sind bzw. waren eher linkslastig.

    Zum Thema Mali, schöne Hunde - ich selbst bleibe aber lieber beim DSH.
    Die sind doch "klarer im Kopf", besonders mein Ossi.


    LG Iris + Schäfis

    Das System der Wertmessziffern war richtig schön. Vor allem weil schön schnell in der Ahnentafel alles wichtige sieht. Wenn man versucht die Körberichte zu den Ahnen zu bekommen, wird das ja leider schwierig bis unmöglich.
    Bisher waren alle meine Riesen mehr oder weniger linkslastig, das sind/waren tolle Hunde. Jetzt habe ich zum ersten mal einen Hund, dem man klar im Wesen eine 5 geben würde. Ich muss sagen, das ist ein Traum. Immer freundlich, immer fröhlich und belastbar ohne Ende :D , aber das ist eben ein Glücksfall.

    Zu Ring/Mondio: Das ist eine supertolle Sportart. Die Hunde müssen viel mehr mitdenken und werden erheblich mehr gefordert, als bei unserem relativ langweiligen VPG-Sport. Aber abgesehen von den rechtlichen Problemen hier in D, gibt es hier wohl nur sehr wenige Hunde, die den Anforderungen gewachsen wären. Hier werden in Zucht und Ausbildung ja ganz andere Schwerpunkte gesetzt.
    Wobei mir das Wesen der im Ausland gezüchteten Malis besser gefällt. Wegen der anderen Anforderungen sind sie ruhiger, abgeklärter aber dabei nicht weniger arbeitsfreudig.

    LG
    das Schnauzermädel

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    Nur noch ein kleiner Hinweis: bei der Hundehaftpflicht wird auch immer gefragt, um was für eine Rasse es sich handelt.

    Sokabesitzer haben da also auch tiefer in die Tasche zu greifen, als der Besitzer des "normalen" Hundes.

    Nicht wenn sie bei der Versicherung ein wenig suchen ;) , es gibt gute Angebote, die generell nicht sonderlich teuer sind und keine Rasselisten haben. Spontan fällt mir die Agila ein, es gibt aber bedeutend mehr Auswahl.

    LG
    das Schnauzermädel

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    Wie kann in einer Zucht, bei der sehr viel auf innere Eigenschaften selektiert wird, so eine Spanne an Hunden rauskommen?

    Hallo Murmelchen,
    kennst du das alte System der Wertmessziffern in der DDR?
    Hier mal ein Überblick: http://www.vondenwelfen.de/wertmesssystem_DDR.htm
    Beim Wesen liegt der ideale Hund bei 5, aber du siehst, wie schnell es in ungünstige Bereiche abdriftet. Dazu muss man beim reinen Arbeitshund sehen, dass die Bereiche 2-4 über entsprechenden Gehorsam für Dienst und Sport immer noch brauchbar sind, während in die andere Richtung bei der 6 auch schon Schluss ist. Dazu wird Unsicherheit, die durch Aggression nach vorne umgesetzt wird, häufig auch nicht richtig gedeutet und der Hund wird besser gesehen, als er eigentlich ist.
    Züchterisch ist es ungefährlicher eher in den "linken" Bereich zu kommen, diese Hunde finden noch Abnehmer, weil man sie arbeiten kann, als im "rechten" Bereich, das sind eher keine Sport- und Diensthunde.
    Aus diesem alten System kommt übrigens der Ausdruck rechts- bzw. linkslastig im Hundesport.

    LG
    das Schnauzermädel

    Ich bin in der Situation, wo es nur bei Hündin und Rüde klappen kann.
    Meine Hündin ist draußen total charmant und verspielt, Geschlechter sind ihr vollkommen egal.
    Wenn aber ein Hund mit in unsere Wohnung kommt, mutiert Madame zum Biest. Sie animiert den neuen zum rennen, lenkt ihn rempelnd zu ihrem Platz, stürzt sich auf ihr Kissen und verteilt einen Satz heiße Ohren.
    Sie liegt irgendwo und weist den Neuling zurecht, nur weil er da vorbeigeht.
    Sie vertreibt in beim Füttern nachhaltig von seinem Napf, frißt dann in aller Seelenruhe ihre Portion und dann seine :lachtot: .
    Sicherlich kann und muss da ständig erzieherisch eingreifen, aber mir war die Kombination mit einer weiteren Hündin zu heiß. Wenn man doch mal nicht vorausschauend genug ist, wie lange läßt eine erwachsene Hündin sich so etwas gefallen? Unsere Dame braucht immer etwa 4 Monate, bis sie es aufgibt und akzeptiert, dass der neue Hund bleibt. Nach einem weiteren halben Jahr sind sie ein Herz und eine Seele :D . Und Rüden lassen sich meist eherblich mehr von den Damen gefallen.

    Es kommt also wirklich ganz auf die jeweiligen Hunde an. Alles kann super klappen oder immense Probleme machen.
    Günstig ist es aber immer, wenn der Ersthund den "Neuen" auf neutralem Boden beschnuppern und aussuchen darf. Wenn es da nämlich Schwierigkeiten gibt, dann sieht es Daheim meist übel aus.

    LG
    das Schnauzermädel

    Hallo!

    Beide Prüfungen wirst du an einem Tag nicht machen dürfen, weil ein Hund nur eine Prüfung pro Veranstaltung absolvieren darf.

    Generell ist es aber gar kein Problem 1-3 zu machen.
    Die 1 entspricht der BH ohne Leinenführigkeit und plus Apportieren ´(Holz 650g).
    Bei der 2 kommt das Steh(danach zurück zum Hund, Zeichen des Richters abwarten und Hund in der GS sitzen lassen) dazu und beim Bringen auf ebener Erde wird das Holz 1000g schwer.
    Bei der 3 wird das Platz aus der Bewegung nach einer Entwicklung aus dem normalen Schritt nach weiteren 10-15 Laufschritten gezeigt, das Steh wird aus dem Laufschritt direkt aus der GS gezeigt und der Hund wird danach abgerufen, das Holz ist beim Apportieren auf ebener Erde 2000g schwer.
    Es kommt also nicht wirklich viel dazu. Allerdings muss die Ausführung deutlich präziser werden, was bei der 1 noch sehr gut ist, wird bei einer 3 nicht unbedingt als gut gewertet ;) .
    Warum wagst du dich nicht an die Fährtenhundprüfungen? Nasenleistung bringt auch ein älterer Hund. Durch die alterbedingte Ruhe, ist so ein Hund eher in der Lage so lange Fährten gut zu suchen, er spult sich nicht so auf und kann sich besser konzentrieren. Bei den Gegenständen kann man gut etwas Pause machen :D . Wenn meine Hunde am Gegenstand zur Seite sehen, warte ich, bis sie wieder auf die Fährte schauen, erst dann lasse ich weitersuchen. Sie haben gelernt, dass sie sich hier selbstständig eine Verschnaufpause nehmen können, wenn sie sie brauchen.

    LG
    das Schnauzermädel

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    Einziger Nachteil. Ich kenne jmd. dessen Hund zieht- mit der Leine gibt das ziemliche Blasen an den Fingern- das Gummi reizt dann die Haut

    EDIT: ihr meintet schon diese, oder?:

    Das kann ich so nicht bestätigen. Ich benutze diese Leinen auch zur Hetzarbeit im Schutzdienst und bin sehr zufrieden.
    Bei den normalen Leinen musste ich immer an Handschuhe denken, damit ich mir nicht die Hände verbrenne, wenn es doch mal durchrutscht.
    Jetzt gehts ohne Handschuhe und ich muss weniger fest zufassen, die Leine rutscht bereits mit weniger Kraftaufwand in der Hand nicht durch.

    LG
    das Schnauzermädel

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    Jedem das Seine. Qualitäten lege ich anders fest und mache sie nicht daran fest was ICH unbedingt will. Denn damit würde ich einen Hund zu einem reinem "Objekt", ob nun Sport- oder Zucht, degradieren.

    Obwohl ich so einige Rassen toll finde bin ich ein "Zuchtgegner" geworden weil dies Dimensionen erreicht hat was ich nicht mit gutem Gewissen gutheißen kann.

    Ist aber nur meine Meinung, keine Verurteilung.

    Da kommt es wohl sehr auf die Sichtweise von "Qualität" an.
    Ich rede dabei nicht davon, dass der Hund mehrfacher Schönheitschampion wird oder außergewöhnliche sportliche Erfolge hat. Wenn das so ist, dann ist das toll.
    Ich meine etwas anderes: Ich habe durchaus wegen solch schwerer Entscheidungen des Züchters einen komplett gesunden Hund, der ein supertolles Wesen hat, genau wie es in dieser Zucht angestrebt wird. Dieser Hund lebt zuverlässig in der Familie, ist ausnehmend engagiert im Sport und kann auf dem Spaziergang von einem Kindergartenkind geführt werden. So einen Hund wollte ich und solche Hunde werden dort gezüchtet. Wenn man sich ansonsten bei den Leistungshunden "meiner" Rasse umsieht, dann wird ein so problemloses Leben eher unwahrscheinlich. Nur zählt das Wesen der potentiellen Mutter dabei eben extrem, da sie ihren Welpen in den ersten Wochen das angemessene Verhalten auf Umweltreize zeigt. Eine unsichere Mutterhündin ist z.B. nicht akzeptabel.
    Das ganze hat für mich gar nichts mit Hund als Ware oder Statussymbol zu tun. Es geht einzig und allein um ein möglichst unkompliziertes Zusammenleben.
    Wir haben immer einen sorgfältig ausgewählten Züchterhund und einen Nothund. Unsere Nothunde sind immer Hunde, die von ihren Besitzern eingeschläfert werden sollten, weil sie mehrfach in der Familie gebissen haben. Komischerweise stammen diese Hunde alle von Züchtern, die wegen außergewöhnlicher Schönheit oder besonderer sportlicher Leistung der Elterntiere wenig Augenmerk aufs Wesen gerichtet haben. Es sind Züchter, bei denen wir nicht kaufen würden. Wenn so ein Hund in unerfahrene Hände kommt, dann hat man ein echtes Problem. Bezahlen muss meist der Hund.
    Da ist es mir lieber, ein Züchter sorgt für ein gutes Zuhause für eine ungeeignete Hündin. In unserem Züchterfreundeskreis ist es üblich in so einem Fall nach einem geeigneten Heim rumzufragen. Da wird in den Ortsgruppen nachgeforscht, ob jemandem, der keinen Welpen mehr möchte, evtl. ein Hund gestorben ist und evtl. Interesse an einem jungen Hund mit Grunderziehung besteht. Diese Hunde werden doch nicht verschachert, man sucht eine bequeme Couch bei den passenden Menschen ;) .

    Wenn, wie in Silkes Fall, alte Hündinnen abgegeben werden, nur weil sie nicht mehr zuchtfähig sind, DANN finde ich das schlimm. Ehemalige Zuchthündinnen haben ein Recht auf ihren Rentnerplatz im Rudel!

    Das Hobby Hundezucht erfordert, wenn es seriös betrieben wird, Kopfentscheidungen, die unter Umständen emotional sehr schwer sind! Es gehört soviel mehr dazu, als nur Welpen seiner Hündin haben zu wollen.
    Das kann man mit der Hundehaltung allgemein überhaupt nicht vergleichen.

    LG
    das Schnauzermädel