Mir erscheint die Diagnose komisch.
Dieser Hund ist von Menschen recht isoliert aufgewachsen, grade wichtige Phasen waren "menschenfrei".
Solche Hunde haben oftmals starke Schwierigkeiten mit der Fremdsprache "Menschlich".
Sitz und Platz sind eine unlösbare Aufgabe, weil solche Hunde oftmals nur die Endung auf TZ hören und keinen Unterschied merken. Sie sind vollkommen verwirrt und können die Kommandos gar nicht lernen, weil aus ihrer Sicht für das gleiche Wort unteschiedliche Verhaltensweisen gefordert werden. Sie beiben entweder passiv oder raten einfach.
Dazu neigen sie einfach dazu sich an Artgenossen zu orientieren, wenn welche greifbar sind, weil sie die verstehen
. Wenn man mich in der Mongolei aussetzt, orientiere ich mich auch am Dolmetscher.
Entwirren kann man das ganze durch konzentrierte Trainingseinheiten ohne Artgenossen und ohne Worte. Handzeichen sind das Mittel der Wahl, Hunde sind wahre Meister bei Körpersprache und Mimik. Wobei dringend schauen muss, wie der jeweilige Hund auf Lächeln reagiert. Solche Hunde haben manchmal starke Interpretationsschwierigkeiten und entblößte Zähne wirken stark verunsichernd und hemmend. Auch die Intensität von Blickkontakten muss beobachtet werden, oft sorgt man hier auch für Stress.
Solche Hunde können noch viele Teile unserer "Fremdsprache" lernen, aber es kostet deutlich mehr Mühe als bei gut geprägten Hunden.
Falls sich Paco in einer solchen Situation befindet, kann das Unsauberkeit auslösen. Wenn keine organischen Ursachen vorliegen, spricht die Häufigkeit des Kotabsatzes durchaus für Stress. Du sagst ja selbst, die Gesamtmenge ist nicht so auffällig aber die eben die Frequenz.
Wenn er auf der Pflegestelle "einfach so mitgelaufen" ist und Hunde zur Orientierung hatte, dann dürfte es für ihn erstmal stressfreier gewesen sein und er war sauber.
Ihr habt ihm wahrscheinlich auch erstmal Zeit zum Ankommen gelassen, da war er sauber, und habt dann angefangen ihn mehr zu fordern, da bekam er Stress.
Wenn es solch ein Problem sein sollte, könnte ein anderer Umgang eurerseits helfen. Das kann man aber nicht über ein Forum beurteilen, da muss ein Fachmann den Hund sehen.
Trotzdem lege ich dir nochmal die Ehologin in Hochmoor an Herz. Diese Frau versetzt selbst bei Telefonkonferenzen quer durchs Land noch Berge
.
Aufmunternde Grüße
das Schnauzermädel