Beiträge von schnauzermädel

    Hier noch eine sehr gute Praxis für Verhaltenstherapie:
    http://www.heimtierheim.de/veterinarian~6705~index.html

    Frau Dr. Teichgräber hat mir vor einigen Jahren bei einem desorientierten, aggressiven Riesenschauzer sehr gut geholfen und der Hund , den der Haus-TA bereits einschläfern wollte, hatte noch einige schöne Jahre.
    Das war weniger ein Verhaltensproblem, dort war der Hirnstoffwechsel gestört, aber sie hat es hinbekommen.

    LG
    das Schnauzermädel

    Wieso Fußhupen, ich habe Riesenschnauzer :lachtot: , aber denen zupft man ja auch andere Haare aus.

    Zupfen ist tatsächlich sich sicherste Methode. Bei meinen Kälbern wachsen noch Haare eine Zeigefingerlänge tief im Ohr unten um den Knick rum.
    Wenn das nicht so viele sind und Hund hat gesunde Ohren, dann kann man das so belassen und nach außen überstehende Haare mit der Schere kürzen.
    Wenn Hund aber Ohrenschmalz ohne Ende bildet und viele Haare hat, dann gibt diese Mischung feuchte, stinkende Ohren mit Schmalz-Haarklumpen, die alles an Pilzen und Bakterien füttern, was man sich vorstellen kann und die Haut zusätzlich reizen. Jede Art der Ohrreinigung versagt dann, du bekommst den Schmodder nicht mehr raus.
    Enthaarungscreme ist viel zu reizend, außerdem bekommst du die ja nicht aus dem Ohr.
    Nasenhaarschneider :???: , damit käme ich nicht an die tiefen Haare und die angeschnittenen fielen ins Ohr und würden Probleme machen. Außerdem fänden Hunde das Geräusch und das Gefühl wohl auch nicht lustig.
    Am gesunden Ohr scheint das Zupfen wenig belastend zu sein. Die Kunst liegt darin, nicht zu viele Haare auf einmal zu fassen und dann schnell zu zupfen.

    LG
    das Schnauzermädel

    Natürlich haben ängstliche Hunde nichts in der Zucht zu suchen.
    Aber du hast ein Problem bei der Selektion. So lange sich alles in einem gewissen Rahmen bewegt, liegt die Verantwortung allein beim Züchter. Egal ob Prüfung, Körung, Wesenstest oder Nachzuchtbeurteilung man sieht nie den rohen Hund. Der Richter sieht immer den Ausbildungsstand des Hundes und das Verhalten im Zusammenspiel mit der Bezusperson. Das gibt die Möglichkeit Mängel im Verhalten zu kaschieren.
    Unser Rüde ist ein gutes Beispiel, er ist absolut rüdenunverträglich und äußerst misstrauisch gegen Fremde. Sämtliche Veranstaltungen besteht er locker, denn der Grundgehorsam verbietet ihm Pöbeleien und die üblichen Handgriffe bei der Kontrolle von Zähnen, Augen, Hoden und Haar sind lange trainiert. Mir wird immer ein ausgeglichener, selbstsicherer Hund mit freundlichem Wesen bestätigt :lachtot: .
    Hier sind die jeweiligen Züchter gefragt, und die halten sich leider oftmals lieber mehr im linken Bereich auf als ins zu freundliche zu rutschen.
    Ein wirklich guter Leistungshund hat zwar ein höheres Bewegungsbedürfnis als Schöhnheitshunde und muss auch geistig gefordert werden, aber er ist nervlich und trieblich so gestrickt, dass er auch bei "Lieschen Müller" glücklich wird, wenn "Frau Müller" nicht nur 3 mal tägl. um den Block geht.
    Grade Behörden brauchen keine Nervenbündel und wirklich asoziale Hunde werden sehr selten und nur ganz begrenzt gehalten und eingesetzt, die kann man nämlich nur sehr eingeschränkt und mit großem Risiko nutzen.
    Aber grade ein bestimmter Typus Hobbysportler bevorzugt leider Hunde, deren Reizschwelle unterhalb der Grasnarbe liegt und die Unsicherheit nach vorne umsetzen, die sind stolz auf ihren tollen, aggressiven Hund :kopfwand: . Wenn man nun bedenkt, dass der Verkauf von Hunden an diensthundhaltende Behörden zwar ein "Gütesiegel" für Zucht darstellt, aber finanziell gesehen ein Minusgeschäft ist, muss sich über die beunruhigenden Tendenzen in mancher Leistungszucht nicht wundern.

    LG
    das Schnauzermädel

    Meine Füße stehen grade und Hund sitzt vor ohne mich zu berühren. Das kostet Punkte wegen Belästigung des Hundeführers und kommt für mich daher nicht in Frage.
    Ich muss mit meinen Bartträgern ja eh immer aufpassen, weil schon eine Bartberührung schlecht sein kann, da ist das enge und druckvolle Verbellen immer eine Gradwanderung :lachtot: .

    LG
    das Schnauzermädel

    Normalerweise gilt die Regel Pro Hund eine Prüfung, pro Hundeführer max. 2 Hunde.
    Ob man nun das ganze Kombinieren kann, keine Ahnung, augeführt wird es als einzelne Prüfung.
    Aber man kann sich seine Prüfungen ja trotzdem schnell zusammensuchen, irgendein Verein hat ja immer grad Prüfung :D , also hin und dort laufen.

    LG
    das Schnauzermädel

    Silke

    Es kann nicht so schlimm sein.
    Ich habe einen Riesen mit kerngesunden Ohren und mittelmäßigem Haarwuchs, den lasse ich in Frieden.
    Kandidat 2 neigt zu fürchterlichen Ohrenentzündungen, bekommt gern mal ne Hefepilzinfektion, da hatte ich schon abends gesunde Ohren am nächsten Morgen geschwollen, nässend und grünlich verfärbt :schockiert: .
    Regelmäßiges Zupfen hat hier dauerhafte Ruhe gebracht. Zuerst hat der TA gezupft, danach mussten wir die Ohren lange behandeln. Als ich dann nachzupfen wollte, behauptete der Hund geschlachtet zu werden.
    Viele Zupfwiederholungen später und mit mittlerweile kerngesunden Ohren mache ich das abends auf der Couch beim Fernsehen. Meist schläft Hund beim ersten Ohr ein und ich muss das Kalb rumwuchten, damit ich an das andere Ohr komme :lachtot: .

    LG
    das Schnauzermädel

    Mir erscheint die Diagnose komisch.

    Dieser Hund ist von Menschen recht isoliert aufgewachsen, grade wichtige Phasen waren "menschenfrei".
    Solche Hunde haben oftmals starke Schwierigkeiten mit der Fremdsprache "Menschlich".
    Sitz und Platz sind eine unlösbare Aufgabe, weil solche Hunde oftmals nur die Endung auf TZ hören und keinen Unterschied merken. Sie sind vollkommen verwirrt und können die Kommandos gar nicht lernen, weil aus ihrer Sicht für das gleiche Wort unteschiedliche Verhaltensweisen gefordert werden. Sie beiben entweder passiv oder raten einfach.
    Dazu neigen sie einfach dazu sich an Artgenossen zu orientieren, wenn welche greifbar sind, weil sie die verstehen ;) . Wenn man mich in der Mongolei aussetzt, orientiere ich mich auch am Dolmetscher.
    Entwirren kann man das ganze durch konzentrierte Trainingseinheiten ohne Artgenossen und ohne Worte. Handzeichen sind das Mittel der Wahl, Hunde sind wahre Meister bei Körpersprache und Mimik. Wobei dringend schauen muss, wie der jeweilige Hund auf Lächeln reagiert. Solche Hunde haben manchmal starke Interpretationsschwierigkeiten und entblößte Zähne wirken stark verunsichernd und hemmend. Auch die Intensität von Blickkontakten muss beobachtet werden, oft sorgt man hier auch für Stress.
    Solche Hunde können noch viele Teile unserer "Fremdsprache" lernen, aber es kostet deutlich mehr Mühe als bei gut geprägten Hunden.
    Falls sich Paco in einer solchen Situation befindet, kann das Unsauberkeit auslösen. Wenn keine organischen Ursachen vorliegen, spricht die Häufigkeit des Kotabsatzes durchaus für Stress. Du sagst ja selbst, die Gesamtmenge ist nicht so auffällig aber die eben die Frequenz.
    Wenn er auf der Pflegestelle "einfach so mitgelaufen" ist und Hunde zur Orientierung hatte, dann dürfte es für ihn erstmal stressfreier gewesen sein und er war sauber.
    Ihr habt ihm wahrscheinlich auch erstmal Zeit zum Ankommen gelassen, da war er sauber, und habt dann angefangen ihn mehr zu fordern, da bekam er Stress.
    Wenn es solch ein Problem sein sollte, könnte ein anderer Umgang eurerseits helfen. Das kann man aber nicht über ein Forum beurteilen, da muss ein Fachmann den Hund sehen.
    Trotzdem lege ich dir nochmal die Ehologin in Hochmoor an Herz. Diese Frau versetzt selbst bei Telefonkonferenzen quer durchs Land noch Berge :D .

    Aufmunternde Grüße
    das Schnauzermädel

    Da brauchst du eine andere Ausbildung als VPG/IPO, die hilft da nicht weiter.
    Um den Hund zu Wahrnehmungs- und Meldeaufgaben mitzuführen braucht der Hund keine Ausbildung.
    Die VPG 1 wird zwar anerkannt, bringt aber keinen Schutz, weil der Hund lernt, auf festgelegte, ritualisierte Signale ausschließlich in den Ärmel zu beißen.
    Auf normalen Hundeplätzen ist die "Ausbildung zum Nachteil des Menschen" und das Training auf Zivilschärfe verboten.
    Mit den entsprechenden Ausbildungsmodulen deinerseits und einer firmeneigenen Hundeausbildung ist das möglich. Das lohnt sich dann aber definitiv nicht nebenberuflich, dazu ist es zu aufwändig. Und mit einem nicht "fortgebildeten" Sporthund einfach zu gefährlich für den Hundeführer.

    LG
    das Schnauzermädel