Zitat
das denke ich auch :/
Darf ich auch? 
Ich finde es immer wieder faszinierend
!
Bitte nicht persönlich nehmen, aber da beurteilen Menschen, die Hundeplätze nicht betreten, bzw. die deutschen Verhältnisse nicht kennen, die Motivation der Hundesportler...
Bei Hundeplätzen ist es nicht anders als bei Hundeschulen. Man kauft seinen ersten Hund und dann ist es Glüchssache, an wen man gerät. Wenn die Menschen alle so wählerisch wären, gäbe es auch nicht die ganzen schlechten Hundeschulen.
Alles fängt ganz nett an, dann gibt es Probleme und der Ausbildungswart, der nunmal als Vorbild dient, rät zu Stacheln. Schon ist es passiert. Es sind Menschen wie du und ich auf diesen Plätzen, sie sind in ihrer Freizeit unterwegs und haben das Gehirn grad mal ausgeschaltet. Sie vergessen Regeln, die in jedem ganz normalen Hundebuch stehen.
VPG ist keine Freizeitbeschäftigung für den Hundeführer, es ist harte, konzentrierte Arbeit. Man muss ganz auf den Hund konzentriert sein, jederzeit bereit zu agieren, denn wenn man nur reagieren kann, weil der Hund agiert hat, ist es bereits zu spät.
Man muss ich VOR dem Training genau überlegen, was man jetzt erreichen möchte. Man muss überlegen, wie man es erreicht, welche Triebbereiche man ansprechen möchte und wie man das macht. Welche Triebbereiche unerwünscht sind und wie man sie vermeidet. Man muss VORHER die möglichen Fehlerquellen suchen und ausschließen. Dann kann man beginnen zu arbeiten.
Ein gutes Beispiel ist das Verbellen. Viele Hunde belästigen hier und gehen an den Ärmel. Wenn man den Hund immer nur gesichert verbellen lässt und er gar keine Chance hat Fehler zu machen, dann wird er bei genügend Wiederholungen brav das gelernte Verhalten zeigen. Sollte er irgendwann, wenn er bereits Prüfungsreife hat, doch mal belästigen, wird er eben kommentarlos vom Platz gebracht. Keine Bestätigung, kein Beutegewinn. Das lernt jeder Hund schnell. Es ist ein einfaches System, dass jeder Hundeführer nachvollziehen kann.
Trotzdem sieht man jede Woche Hunde, die in den Anfängen des Verbellens frei oder schlampig gesichert zum Helfer geschickt werden, die Belästigen und dafür mit der Weiterarbeit auch noch bestätigt werden. Das nimmt man hin, der Hund lernt ja noch. Fragt sich nur was? Irgendwann belästigt der Hund ständig, zurückziehen am Geschirr bringt nichts, also kommen Stacheln drauf. :kopfwand: Mit planvoller Ausbildung wäre das alles gar kein Thema gewesen. Aber die Leute kommen nicht drauf, denn erstmal steht ja Triebförderung an. Fast jedes Hundebuch sagt, erlaube dem Welpen nichts, das er später nicht mehr darf. Wenn man das beherzigt, dann ist auch das Verbellen kein Problem. Den meisten Menschen muss man nur zeigen, dass es anders geht. Dazu hat man das schlagende Argument, dass ein Hund, der direkt das richtige gelernt hat und nicht über Starkzwang abgesichert werden musste, zuverlässiger arbeitet
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LG
das Schnauzermädel