Das passt auch alles zusammen mit der hier weiter vorn schon mehrfach verlinkten britischen Studie, in der man fand, dass über die Hälfte der Halter von mit BOAS diagnostizierten Hunden (also nicht nur ein bisschen alltägliches schniefen und schnarchen, sondern wirklich ausgewachsenes Brachycephalic Obstructive Airway Syndrome) der Meinung waren, ihr Hund habe keine Atmeprobleme.
Das ist eine Zusammenfassung, wer mag kann ja die Orginalstudie raussuchen:
Worrying numbers of "short-nosed" dog owners do not believe their pets to have breathing problems, despite observing severe clinical signs
Also, nix persönliches, aber ich glaube keinem Halter eines offensichtlich extrem brachycephalen Hundes, dass der Hund keine Atemprobleme oder gar nichtmal Atemgeräusche hat, bis ich nicht mal selber gehört habe. @Bonadea hatte weiter vorn im Thread ähnliches geschrieben, wenn ich mich nicht täusche.
Das kann ich zu 100 Prozent unterschreiben. Auf den "freiatmenden brachycephalen Hund ohne Atemgeräusche" warte ich vergebens.
Ich hatte in den letzten Wochen einen EB Welpen mit verkümmerter Luftröhre in Behandlung, mit Eiter vollgelaufen und kurz vorm Sterben. Was dieser arme kleine Hund schon in seinen ersten Lebenswochen erleiden musste ist Wahnsinn. Der geht nun jeden Tag mit duschen, inhaliert, bekommt Medikamente, Schmerzmittel und ist mittlerweile soweit "normal", dass der immerhin etwas spielen und sich wie ein Welpe verhalten kann. Aber Ausflüge, Welpengruppen und alles andere sind immer noch tabu. Mal davon abgesehen, was der Hund die Leute bereits gekostet hat, ist es echt ein Wunder, dass der noch lebt.
Und hier muss man ganz klar sagen, dass sind Dinge, die durch eine solche Extremzucht entstehen und nicht, weil "dieser eine Hund" halt mal Pech gehabt hat.