Naja, Beintarget mit Hunden die sich spätestens ab einem gewissen Trieblevel eh nicht vor Körperkontakt scheuen ist schon eher schwierig. Ich mache das so in der Art für den Transport und bei vielen Kandidaten schaut der ganze Spaß dann so aus, dass du dich echt anstrengend musst noch zu laufen. Zumal das in der normalen UO dann auch (vollkommen korrekt) als Bedrängen gezogen wird.
Zum Thema mehr Belastung... es gab mal einen guten Artikel von einer Hundephysiotherapeutin in der DVG Zeitschrift (ich hab ihn leider nicht mehr...) über die Unterschiedlichen Belastungen bei verschiedenen Körperhaltungen. Schlussfolgerung war im Prinzip, dass die eingedrehte und schiefe Körperhaltung deutlich ungünstiger für den Hund ist, weil er ja in sich komplett schief wird, als ein Hund der relativ gerade und aufgerichtet läuft und sich selbst trägt. Im Prinzip ist das ganze ja auch eigentlich logisch, im Pferdesport arbeitet man ja auch schon aus rein gesundheitlichen Gründen darauf hin, dass ein Pferd anständig untertritt und sich selbst trägt.
Bei sehr kleinen Hunden ist es ja idR so das die sowieso ganz normal Traben und die Problematik nicht haben, aber bei größeren ist es ja meistens einfach so das sie (wenn man es ihnen nicht anders beibringt) dann meistens Pass gehen oder irgendwie verspannt hoppeln beim "klassischen" Aufbau, weil ihr normales Tempo nicht zu dem eines normal gehenden Menschen passt.
Ich sag ja ... kommt auf den Hundetyp an. Mit größeren Hunden hat man ja generell eh nicht ganz so viele Probleme die in eine günstige Position zu ziehen. Viele kleine Hunde weichen tendenziell ja eher vom Bein weg. Wobei das Schultertarget auch bei unserem Border sehr gut funktioniert hat.
Allerdings hatte die vom Körperbau auch sofort eine Tendenz für mehr "Selbsthaltung".
Ich frage mich halt, ob man das aus dem Reitsport wirklich so übernehmen kann. Denn es erfordert natürlich eine ganz andere Kraftaufwendung für einen Hund das so durchzuhalten, insbesondere wenn sein Körperbau das vielleicht nicht so anbietet. Die Frage, die man sich dann stellen muss ist ja, ob eine nicht so spektakuläre Haltung/Gangwerk nachweislich auch wirklich ungesünder ist und zu schnellerem Verschleiß führt?
Meine Shelties waren mit dem Schultertarget halt schon immer gut am Bein und kamen weder ins Bedrängen, noch waren die "trieblos" :) Aber die wussten halt wohin sie ungefähr müssen.
Hab aber ehrlich keine Erfahrung mit Malis oder DSHs ... wie immer führen viele Wege nach Rom und man muss wohl immer das Passende für sich und seinen Hund finden. Es war an dieser Stelle auch mehr als Anregung gedacht :) Wollen ja nicht alle danach in den großen Sport wenn die BH durch ist.