Naja, ob man es gezielt forciert und zahnlose Katzen züchtet, oder ob es ein blöder Nebeneffekt ist, ist der Katze ja egal. Sie leidet definitiv unter der Krankheit und dem Zustand und bestoffen sind mindestens 50% aller Katzen.
Das wäre im übertragenen Sinne so, als züchte man Französische/Englische Bulldoggen und sagt "Naja, die Rute fehlt halt bei allen und sie haben dadurch Keilwirbel und häufiger Rückenprobleme/Bandscheibenvorfälle, aber ich habe nicht darauf selektiert".
Naja gut, aber da sind wir doch wieder bei der Definition von Qualzucht.
FORL ist eine Erkrankung. Die will niemand und es wird auch nicht gezielt auf ein Merkmal selektiert (wo wird denn bitte auf Zahnlosigkeit bei der Katze selektiert?) oder daraufhin gezüchtet, das FORL begünstigt, es ist also eben nicht BEWUSST ein Ziel der Rasse und von daher strenggenommen kein Qualzuchtmerkmal im eigentlichen Sinn.
Genau wie DCM beim Dobermann zwar ein riesen Problem ist, aber gewissermaßen auch kein Qualzuchtmerkmal darstellt, weil niemand bewusst auf ein optisches Merkmal selektiert was DCM fördert. Gleiches wie MDR1 beim Collie, KCS beim Schäferhund oder Epilepsie beim Labrador.
Wenn wir uns über Ektropium/Entropium, Brachycephalie, Ridge, Merlefaktor etc. unterhalten, dann hat dies in meinen Augen was mit Qualzuchtmerkmalen zutun, weil wir die Hunde nach optischen Vorstellungen formen, die ihnen gesundheitliche Nachteile bringen können.
Ich sehe daher keinen direkten Zusammenhang zwischen FORL und Qualzucht ... ?