Beiträge von Bonadea

    Nein, sicher nicht binnen Sekunden. Das wollte ich damit auch nicht sagen.Ich wollte nur deutlich machen, dass auch kleine Hunde (oder Katzen, Ratten ...) u.U. zu schweren Verletzungen führen können. Weil ja oft gesagt wird, dass die nicht dazu in der Lage wären. Doch, sind sie.

    Und keinesfalls denke ich, dass es ein Missgeschick von Chico war. Dass zwei Leute gleichzeitig zufällig erwischt wurden, halte ich für ziemlich unwahrscheinlich.

    Dass die Mutter keine Hilfe gerufen hat, lag wohl daran, dass sie nicht mehr sprechen konnte. Zumindest stand das in der Zeitung, dass sie nach dem Angriff mit der Axt nicht mehr in der Lage war sich zu äußern.
    Aber das hat hier auch schon jemand gesagt, dass dieses Drama nicht leise stattgefunden haben kann. Nur wenn der Hund eh so oft bellte, sind die Nachbarn vielleicht auch einfach abgestumpft oder haben resigniert.

    edit: gerade erst gesehen Du sprichst von Tierklinik ... Also beim Menschen reichen etwa 4 Minuten, um einen tödlichen Blutverlust auszulösen, wenn die Oberschenkelarterie verletzt ist.


    Dein Beitrag war auch gar nicht gemeint. Und natürlich kann auch ein kleiner Hund einen massiven Schaden anrichten, wobei man halt schon ehrlich sagen muss, dass da eben noch ein paar Dinge zusammen kommen müssen.

    Aber man muss auch hier wieder sagen - es geht hier um ZWEI Menschen! Also zwei anwesende Personen. Und keiner konnte mehr den Notruf wählen oder die Situation entschärfen oder managen. Das bedeutet für mich einfach, dass wir hier nicht von einem "zufällig tödlichen Biss" sprechen können, sondern dass die Situation wirklich komplett entgleist sein muss.


    Erfahrt ihr denn, wie viele direkt bzw. sehr schnell nach sowas sterben? Ihr bekommt ja nur die, die theoretisch noch zu retten sind, oder?


    Naja, die meisten bringen ihre Hunde nach so einer Attacke zum Tierarzt - denn woher soll ein Tierhalter einschätzen können, ob der Hund noch zu retten ist? Darüber denken die meisten doch gar nicht nach, sondern fahren in Angst und Panik zu uns. Sogar auch, wenn sie bereits schon tot sind. Denn den Tod festzustellen ist etwas sehr Endgültiges und die Leute stehen berechtigerweise unter Schock. Wir sind da oft die erste Anlaufstelle.
    Sicherliche kommen nicht alle, aber eben doch einige. Wie groß die Dunkelziffer genau ist, kann ich dir nicht sagen.

    Man ist nicht innerhalb von 5 Sekunden verblutet! Beinah egal welches Gefäß verletzt wird. Dass die beiden Personen es also nicht mal geschafft haben, Hilfe zu rufen (Handy, Notdienst ...) muss ja bedeuten, dass der Hund die Beiden so schwer verletzt und/oder kontrolliert haben muss, dass keiner der beiden überhaupt noch in der Lage war Hilfe zu rufen.
    Das zeigt meiner Meinung auch, dass es sich hier nicht um ein "kleines Missgeschick" des Hundes handeln kann, sondern dass die Situation ausweglos gewesen sein muss und der Hund sicherlich nicht nach einem "versehentlichem Biss" sofort abgelassen hat.

    Wir behandeln in unserer Klinik regelmäßig Bissverletzungen von Hunden mit Perforationen der Brust- und Bauchhöhle. Das sind immer Intensivpatienten, aber tot sind die selten "sofort", sofern sie nicht wegen einem Genickbruch direkt nach der Attacke gestorben sind. (Ich rede jetzt von Hundeattacken auf Hunde und Katzen).

    Dann werfe ich mal noch was Blaues hier rein. Erinnert ihr euch noch an den kleinen blauen Rüden aus meinem Wurf?

    Heute VV2 in Salzburg gemacht ♥

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    Echt jetzt...?!Geschmackloser geht es kaum noch...! Zwei Menschen sind tot!
    War das auf FB? Wenn ja, bin ich verdammt froh, nicht dort angemeldet zu sein...!


    Das beste Beispiel dafür, dass diese Leute einfach keine Vorstellung haben, was für ein Gefährdungspotenzial von so einem Hund ausgeht und dass es mit eine bisschen "Liebe und Zuneigung" eben nicht getan ist.

    Aber die unsachliche Wortwahl und die Verdammung einer undefinierten Gruppe von "Tierschützern" hier im Thread empfinde ich bei den genannten Beispielen als geschmacklos im Hinblick auf die Tragödie.


    Ja, ich habe das Wort "Tierschutzmob" benutzt.

    Und finde es durchaus zutreffend und daher wenig geschmacklos. Die Definition von Mob kann man bei Google nachschauen.

    Der Unterschied zwischen echten Tierschützern und Tierschutzmob ist, dass echte Tierschützer das große Ganze im Auge behalten und nicht völlig sinnbefreit unreflektierte Petitionen starten und ohne irgendwelche Hintergrundinformationen Halbwahrheiten im Internet verbreiten und sich wie Kindergartenkinder aufführen, die "Free Willy" geguckt haben!

    Echte Tierschützer leisten Arbeit vor Ort. Sie sitzen nicht auf dem Sofa und teilen hysterisch Beiträge bei Facebook.

    Insofern gilt meine Beleidigung keinen richtigen Tierschützern.

    Bevor nicht fest steht, WARUM er 2 Menschen tödlich verletzt hat, sehe ich nicht ein, ihn als reißende Bestie zu sehen.
    Für mich ist er ein Hund, der sein Leben lang beschissen gehalten wurde, dem entweder irgendwann die Hutschnur geplatzt ist, oder der eben wirklich aus Schmerz oder Selbstverteidigung gehandelt hat. Ein Hund der Grundlos, aus Spaß an der Sache, 2 Menschen killt? Bezweifle ich einfach.


    Es ist total egal ob der aus Spaß, Schmerz oder wegen Verhaltensstörungen aufgrund von falscher Behandlung oder neurologischen Dysfunktionen austillt. Und genau das ist der Kern und Schlüssel des Ganzen.

    Niemand weiß, welcher Trigger ihn zu so einem drastischen Verhalten gebracht haben und man sollte auch möglichst vermeiden, dass das wieder passiert. Und man wird auch nie herausfinden was wirklich geschehen ist. Alles Vermutungen, Spekulationen ... aber im Grunde total unwichtig. Denn zwei Menschen sind tot.

    Wahnsinn, wie unterschiedlich das doch ist.

    Eben noch mit Freunden, Familie und Bekannten darüber gesprochen, wie schön wir es finden, dass Chico nun doch einen Gnadenhof Platz bekommt und dann schaut man hier rein und liest diese Hetzerei gegen diese Entscheidung. Da merkt man wieder, dass DF tickt anders :lol:

    Ich freue mich für Chico und hoffe, dass er es da besser hat als bei seinen Haltern und das er Gesundheitlich durchgecheckt und gegebenenfalls behandelt wird.


    Ganz klar, jeder darf seine Meinung dazu haben.

    Aber Hetzerei? Wir sprechen nicht über einen verhaltensauffälligen Hund, der mal geschnappt hat, - sondern einen, der zwei Menschen mit Tötungsabsicht gekillt hat. Ich frage mich, ob das auch mal im Bewusstsein ankommt. 2 Menschen. TOT. Würde man einen Film ablaufen lassen, wo man die Attacke des Hundes und die 2 toten Menschen sieht, würden die "Chico muss Leben Befürworter" sich dann wirklich noch hinstellen und sagen, dass man so einen Hund retten muss?

    Wo soll dieser Hund es besser haben? Isoliert in einer Zelle weggesperrt? 2mal am Tag schiebt jemand nen Napf durch die Tür und gibt mal Leckerchen durchs Gitter?

    Wie stellt ihr euch denn so einen Gnadenhofplatz vor, wo dieser Hund nicht zu einer unberechenbaren Gefahr werden kann?

    Liegt's an mir oder fehlt mir nur die rosarote Brille?
    Wie soll sowas realistisch umsetzbar sein? Und ist so ein Leben für den Hund wirklich besser? Für wen ist das gut? Damit man sich "besser" fühlt, weil man den Hund nicht eingschläfert hat?

    Ich wünschte wirklich, diese "Energie" würden die Leute mal in echten Tierschutz investieren. Damit bist du jetzt nicht persönlich gemeint, ich habe deinen Beitrag nur als "Aufhänger" missbraucht ;-) Also bitte nicht angegriffen fühlen.