Beiträge von Bonadea

    Danke für eure rege Beteiligung und die tolle konstruktive Diskussion!


    ein ganz normales totes tier (eingeschlafen, eingeschläfert) wirst du wohl im ersten moment für schlafend halten. da ist es dann nur das wort "XY ist TOT" dasd dich triggert.
    anders natrürlich bei unfallopfern wie ner überfahrenen katze aber hier war ja von ganz normal gestorbenen tieren die rede oder?

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    abgesehen davon, der tod gehört zum leben. "nicht sehen können (wohl eher wollen)" ist irgendwie absurd


    Kurze Anmerkung - also ich finde ehrlich gesagt nicht, dass ein totes Tier genauso aussieht wie ein "schlafendes" Tier. Vielleicht liegt es daran, dass ich nun mal täglich mit lebenden und toten Tieren Umgang habe und mir der Unterschied dadurch sehr bewusst ist - aber "tote" Tiere haben einen komplett anderen Ausdruck.

    FB als Tagebuch? Naja. Jedem das Seine.

    Für mich ist der Unterschied sogar enorm groß ob ein Tier lebt oder tot ist - und dementsprechend ist es für mich auch nicht das Gleiche, wenn ich einen lebenden oder einen toten Hund fotografiere und ihn - öffentlich - teile.

    Ob du jetzt deine toten Hunde und Angehörigen fotografierst ist doch auch deine persönliche Sache. Wenn es dir bei der Trauerbewältigung hilft, dann solltest du es machen. Ich schrieb bereits, dass ich dies zwar nicht komplett nachvollziehen kann, aber ich kann es akzeptieren und tolerieren und fälle darüber kein Urteil. Leben und leben lassen.

    Davon ab finde ich halt trotzdem, dass man manche Dinge nicht unbedingt der ganzen Welt - ungefragt - zeigen muss. Aber das scheint vielleicht auch der Zeitgeist zu sein.
    Es ist nichts weshalb ich jetzt nachts schlecht schlafe - aber es beschäftigt mich einfach was die Beweggründe dafür sind.

    Ja, daran musste ich auch als Erstes denken.Auch an den Bildband mit Portraits von Sterbenden, wo ganz behutsam die Schönheit und die Würde des Alters, aber auch das friedliche Gesicht des Todes eingefangen worden sind.

    LG, Chris


    Gut, das hat sicherlich auch einen "künstlerischen" Ursprung und ich denke diese Bilder werden nicht öffentlich auf Facebook geteilt wie Allerweltsmeldungen. Jedenfalls hat das für mich nichts mit Handyfotos zutun, sondern etwas mit würdevollem Abschied.


    Mir fällt es schwer die richtigen Worte für das zu finden, was ich ausdrücken möchte. Und ich will da ja auch niemanden zu nahe treten, aber manche Dinge verlassen - rein für mich persönlich - die Ebene des guten Geschmacks.

    Der Tod ist für mich nichts Unnatürliches, oder etwas was man 'verstecken' muss. Aber auch nichts, was ich der ganzen Welt zeigen oder aufzwingen muss. Und wie gesagt, ich finde es zwar befremdlich, aber keinesweges "schlimm", wenn jemand Fotos von seinem toten Hund macht. Mir ging es rein um das "zur Schau stellen" in sozialen Netzwerken.

    Aber vielleicht ist das tatsächlich so ... die Zeiten ändern sich vielleicht und für manche ist es einfach normal, alles "festzuhalten" und zu posten, ohne dass man sich wirklich groß Gedanken darüber macht?

    Als ich im September "mein" Pferd (sie gehörte mir da gerade 12h, andere Geschichte...) in die Klinik gefahren habe u sie mit der dortigen Prognose leider einschlafen lassen habe :( fand ich es im Nachhinein sehr lieb, dass das Personal gefragt hat, ob ich Schweifhaare von ihr mitnehmen mag.
    Leider habe ich gar kein richtig schönes Foto von ihr... Unsere Wege haben sich nur kurz gekreuzt. Aber sie deswegen tot abfotografieren :dagegen:
    Ist das vlt auch einfach der digitalen Fotografie u den Smartphones geschuldet? Ich habe das Gefühl, nehme mich da auch nicht raus, es entsteht ein zwang, alles mögliche festhalten zu wollen :ka:


    Ja, das machen wir auch oft. Noch ein paar Haare abschneiden oder so ... wüsste zwar nicht, was ich damit machen sollte, aber finde das auch nicht weiter tragisch.


    Für mich sind Fotos von toten Hunden im Internet nur akzeptabel wenn sie zum Zweck der Identifizierung des Besitzers hochgeladen werden. Es gibt ja solche "Totfund" oder "Hund entlaufen"-Gruppen z.B. bei Facebook. Manchmal sind dort auch Fotos von toten Hunden und wenn jemand darauf seinen entlaufenen Hund erkennt, finde ich es sinnvoll diese zu teilen.
    Aber für mich persönlich ist es auch schlimmer nicht zu wissen was mit dem Hund ist, als zu wissen, dass er überfahren wurde oder ähnliches.


    Das finde ich auch völlig in Ordnung. Besonders wenn es um ungeklärte Identität, Unfälle etc. geht.

    Noch ein Nachtrag ... Anlass zu diesem Thema war eine kürzlich erscheinende Statusmeldung auf FB, die einen toten Jagdhund (irgendwas terriermäßiges, ich weiß nicht ob es sich dabei um "professionelle" Jagd gehandelt hat) zeigte, blutüberströmt und steif ... wohl irgendwie vom Wildschwein zerfetzt? Darunter viele Mitleidsbekundungen in den Kommentaren, wo der Hund fast schon als "Held" gefeiert wird. Das Ganze auf einer anderen Sprache, - ich habe mich damit nicht näher auseinandergesetzt.
    Dann plötzlich heute das nächste Foto ... wieder der gleiche tote Hund, diesmal mit dem Partnerhund, der "Abschied vom toten Gefährten nimmt ...

    Ähm ja ...

    Das hat mich etwas beschäftigt und war eben auch nicht das erste mal, dass ich sowas in meiner Timeline habe.

    Hm... Zuri ist ja mit Termin eingschläfert worden und ich wollte eigentlich noch ein paar "Letzte Fotos" von ihm machen und habe (natürlich) die kleine Kamera vergessen - die TÄ hat uns dann fotografiert und mir die Bilder gemailt.

    Ich habe das Foto in zwei HundeForen gezeigt.

    Mit dem noch lebenden oder dem toten Hund? (rein aus Interesse).


    Tatsächlich hatte ich mal eine Familie, da wollte die Tochter (kein Kind mehr) unbedingt noch ein Foto vom toten Hund und die Mutter war total dagegen. Ich habe dann ein Handyfoto von ihrer Hand gemacht, in der die Hundepfote lag. Das fand ich noch einen würdigen Kompromiss und irgendwie auch schönes "letztes Bild".

    Im Übrigen denke ich auch, dass es sehr hilfreich ist seine Trauer zu teilen, insbesondere mit Menschen, die ähnlich gestrickt sind. Mir geht's auch nicht um Nachrufe, Abschiedsworte oder Collagen mit Bildern auf denen es den Hunden noch gut geht.

    Das liebe Netz und seine Blüten.

    Vorab: ich habe absolut kein Problem beim Anblick eines toten Tieres, wäre auch schlecht in meinem Beruf. Ich habe viele Euthanasien begleitet und tatsächlich kommt es hin und wieder vor, dass Besitzer kurz vor der Euthanasie oder kurz danach noch Handyfotos von ihren Tieren machen. Ich gebe zu, dass ich das schon immer befremdlich fand, da ich diesen Augenblick irgendwie als sehr ... "persönlich" ansehe und das Tier in diesem Augenblick selten in einer Verfassung ist, die ich mir später wieder in Erinnerung rufe. So nach dem Motto "hier hast du noch gelebt", "hier bist du jetzt tot" ....

    Jeder geht mit seiner Trauer anders um und ich denke, dass jeder Mensch seinen Weg dafür suchen muss. Auch wenn ich das also nicht wirklich nachvollziehen kann, würde ich es niemals verurteilen. Wenn jemand das für seinen Abschied braucht, dann ist das so.

    Was ich aber zunehmend beobachte ... warum posten Leute diese Bilder auf FB? Und muss das sein? Ich würde doch auch kein Bild von meinen toten Angehörigen posten? Wenn ich eins sicher nicht möchte, dann dass mein toter Hund auf FB kursiert. Leblos, begafft und irgendwie in seiner letzten Würde gekränkt (ich gebe zu, in diesem Punkt bin ich irgendwie nicht rational).

    Geht es diesen Menschen um Aufmerksamkeit? Traurige Daumen und Kommentare? Ist das Trauerbewältigung? Oder möchte man einfach "schocken" und Mitleid erregen? Ich möchte diesen Menschen wirklich nichts unterstellen (ich würde da auch niemals eine Diskussion beginnen). Daher interessiert mich mal eure Meinung zu dem Thema ganz allgemein.

    ''Btt; viele lassen erst nach dem Zahnwechsel TW impfen, weil der Zahnwechsel uU(!) dazu führen kann, dass die Antikörper nicht richtig aufgebaut werden und somit trotz Impfung kein Schutz entsteht.''

    Hast du dazu einen Beleg? Ich höre das auch immer wieder, auch dass die Impfung Zahnschäden verursacht usw...

    Das würde mich auch mal interessieren, falls da wer was von seriöser Stelle zum Nachlesen hat. Mir ist noch nie ein Hund untergekommen, der Zahnschäden durch die Impfung entwickelt hat .... (im Gegensatz zu Hunden mit überstandener Staupeerkrankung wegen FEHLENDER Impfung.)