Beiträge von Bonadea

    Ja, natürlich - ich meine nicht die mit Arbeitsprüfung und Eltern und Ahnen mit Arbeitsprüfung die für einen echten Job in ihrem Spezialgebiet vorgesehen sind und diesen auch arbeiten. Ich rede auch von "echten" Bordern als Spezialisten und nicht von den Show-Exemplaren.
    Dass ein normaler, nicht triebtoter Labbi oder Spaniel oder sonstwas gleich ein Spezialist sein soll - nö.


    Ah, so war das gemeint.

    Ich muss da an einen Irish Setter von einem Freund denken. Jagdliche Linie und wirklich ein Fachidiot und Nerd vor dem Herrn. Diesen Hund würde ich definitiv als Spezialist einordnen.

    Kritisch sehe ich das grundsätzlich gar nicht, was mit dem Junghund gemacht wird (bezogen auf 3x die Woche bisschen was machen). Nur, dass er angeblich diese Arbeit und diese viele Bewegung "braucht" und "einfordert" und daran abgelesen wird, dass er der totale Arbeiter ist. Das ist einfach symptomatisch für ein häufiges Fehlinterpretieren meiner Meinung nach und darauf, dass da dann doch was irgendwie unrund läuft.

    Ich finde man muss vor allem mal eines unterscheiden: Einen Hund, der arbeiten will und einen echten Gebrauchshund bzw einen echten Arbeitshund - damit meine ich ECHTE Spezialisten.

    Das ist ein riesen Unteschied und soll wirklich niemandem mit einem Pudel oder Labbi oder Sheltie oder weißen Schäfer oder Spaniel oder sonstwas auf die Füße treten - gar nicht! (Falls das so verstanden würde) Aber Spezialisten sind zumindest gern mal echte "Nerds", die im Zweifel anders ticken als ihre gemäßigten entfernten Verwandten.


    Ich denke aber das grad "echte" Labbis und Spaniels auch echte Spezialisten sein können. Besonders aus jagdlicher Linie, Denke, das sollte man nicht unterschätzen. Oder was meinst du jetzt mit Spezialist?

    Abgesehen davon ist selten die Auslastung an sich das Problem, sondern diese etwas unrealistische Vorstellung vieler Leute, was denn Auslastung bedeutet.

    Eben genau das höre ich auch immer "ja mit denen müssen Sie bestimmt viel machen, Gassigehen 3x am Tag und Sport und Kopfarbeit, sonst steigen die Ihnen bestimmt aufs Dach" .... und ich denk dann immer so ... ähhhh .... nein. Klar würden die total hohldrehen, wenn ich das machen würde ... mach ich aber nicht.

    Die Leute hören das Wort Auslastung und denken, dass der Hund möglichst lange und aktiv mit irgendwas beschäftigt werden muss, wo er sich körperlich und kopfmäßig verausgabt. Das ist natürlich Quatsch.

    Ich denke das ist der Grund, warum oft so viel schiefgeht. Weil viele Menschen gar kein Gefühl für das "wie" haben. Und ich sehe dieses Problem insbesondere bei Menschen, die sich ERST den Hund kaufen und DANN überlegen, was man jetzt mit dem anstellt (das meine ich auch ohne Wertung und ganz allgemein, trifft meist auf Ersthundehalter zu, die vom Angebot an Beschäftigung einfach überrollt werden). Dann fängt man 100 Sachen an in dem guten Gedanken dem Welpen viel Abwechslung und Auslastung zu bieten, macht davon dann alles, aber nichts richtig und der Hund dreht hohl.
    Die Leute, die sich den Hund ganz speziell für eine Aufgabe und ein Ziel anschaffen (soll hüten, soll Agility machen, soll Therapiehund werden ...) - die legen ihren Fokus eben auch beim Welpen schon recht gezielt auf die Eigenschaften, die sie später haben wollen, ohne dass sie mit dm Welpen jetzt einen riesigen Stundenplan abarbeiten. Und so kann der Welpe in seine spätere Aufgabe perfekt reinwachsen. Das finde ich ziemlich optimal. Leute, die es übertreiben gibt es aber natürlich auch da.

    Ich kann aber ja auch von einem Welpen/Junghund, der vor Energie strotzt nicht erwarten, dass der sich wie ein "Opa" verhält und den ganzen Tag mit "Nichtstun" zufrieden sein soll. Ich finde es schon gut, wenn man diese Energie z.B. in eine sinnvolle Bahn umlenken kann. Und ja ... ganz manchmal muss ein junger Hund auch einfach mal die Sau raus lassen. Einfach mal durchatmen ... auch davon geht er nicht kaputt.

    Auslastung mit Sinn und Verstand und ans Alter angepasst ist in meinen Augen also durchaus machbar.

    Ich finde ein "Arbeitshund" bzw. ein aktiver, intelligenter Hund, der mal auf ein spezielles Aufgabengebiet selektiert wurde und für diese Arbeit eine deutliche genetische Veranlagung mitbringt, sollte auch in dieser Hinsicht gefördert/ausgelastet werden. Natürlich nicht als "Baby" - aber eben so generell. Das richtige Maß muss man denke ich für jeden Hund speziell finden.

    Zum Rest ... ich habe keine echte Gebrauchshunderasse. Aber meine Welpen (EDIT: ich sage immer Welpen, gemeint sind hier natürlich die Welpen wenn sie groß sind ...) werden sportlich geführt und MEINE Welpen werden das erste Jahr nicht nur runtergefahren und nur an Langeweile gewöhnt. Finde ICH total ... sinnlos. Kann aber jeder halten wie er will. Für mich ist das richtige Maß entscheidend. Ich habe aber in dieser Hinsicht eine spezielle Rasse, bei der man viel "kaputt" machen kann, wenn man manche Dinge versäumt.

    Meine Welpen lernen von Anfang an geregeltes Spiel, mit Fokus auf Beute und Triebkontrolle. Wir machen viel fürs Körpergefühl, shapen Tricks, Impulskontrolle ... mit 8-9 Monaten fängt der Agilityaufbau an. Grundlagen halt. Alles was sie von Welpenbeinen an bis dahin "gelernt" haben, kommt ihnen dort zu Gute.

    Wir fahren damit sehr gut. By the way pennen die hier trotzdem den ganzen Tag, wenn nix los ist und sind trotzdem umweltsicher. Ich frage mich, warum es immer nur das eine gibt "Ruhe lernen" ODER "Hund komplett überdrehen" .... ???
    Ich kann mit meinen Hunden arbeiten, und trotzdem können sie hier ohne Probleme entspannen. Die fahren mit auf der Fähre, können mit in die Stadt, ins Restaurant - früher gingen die mit in die Uni usw. - obwohl die alle schon als Welpen viel gefördert wurden. Ich denke es kommt immer auf das WIE an. Nur weil man 5 Minuten Tricks clickert, heißt dass doch nicht, dass der Hund draußen nur noch am Rad dreht ...

    Bitte nicht als Wertung verstehen. Sind nur meine Erfahrungen. Ich denke der Trend der "Überbeschäftigung" der letzten Jahre hat sich mittlerweile in das Gegenteil gewandelt, in den Trend "Nur noch Ruhe halten". Was ist mit einer angepassten Mitte? :P

    Und meine Welpen gebe ich nur an Leute ab, die auch mit ihnen was machen wollen.

    Ich bürste die danach mit der Hundebürste aus, dann sehen sie wieder aus wie neu.


    Mit was für einer Bürste?
    Ich glaub dazu bin ich zu faul xD Meine liegen jetzt im Auto in den Boxen, da sieht sie keiner, haha. Und wenn der nächste Wurf kommt, kaufe ich neue, lol. Aber vielleicht versuche ich das mit dem Bürsten mal.


    Absolut.

    Wir haben jetzt einen Sloughi in der Familie. Als ich vor der Anschaffung nach genetischen Dispositionen für Erkrankungen gesucht habe .... fand ich ..... nichts. Einfach irre. Der Kerl ist erst ein Jahr alt, warten wir mal ab.

    Lustigerweise ist seit ein paar Monaten noch ein ausrangierter Racing-Greyhound aus Irland dazugekommen, die hat wirklich zig Baustellen (durch ihre Vergangenheit nehme ich an).


    An der Bezeichnung "Verbesserung einer Rasse" stoße ich mich als Züchters auch öfters. Insbesondere wenn man dann sieht, was viele Züchter damit eigentlich meinen ... und das ist in erster Linie der "Typ". Auch bei Rassen ohne Qualzuchttendenz nicht immer die beste Idee ...

    Neben Schaffellen und "richtigen Kissen" habe ich auch diese Fleecedecken (glaube das ist Polarfleece?) in den Kudden und Körben, und auch teilweise im Auto - die sehen schön aus, sind waschbar und sehr weich.

    Allerdings kaufe ich die immer auf den Messen, kenne bis jetzt keinen Shop der sie online verkauft.

    Aber auf der Doglive in Münster gibt es die garantiert wieder.


    Die Vetbeds sehen nach paar mal waschen ja leider immer direkt ganz fusselig aus ... sind aber sicher funktional.