Beiträge von Bonadea

    Ah, danke. Das heißt ihr habt Schafe an denen er arbeitet?

    Ich muss gestehen, dass ich es schon echt heftig finde, wenn ein Hund nur an der Leine spazieren gehen kann (auch das bitte nicht als Kritik verstehen!). Angenommen er hätte jetzt gar nix wo er sich mal körperlich auch auspowern kann, da würde ich mich schon fragen, in welchem Bereich der Hund auch mal Bedürfnisse wie freie Bewegung ausleben kann.

    Seit wir den Jungspund (jetzt 20 Monate alt) im Rudel haben, können wir mit vier Shelties auch nur angeleint zum Tor gehen, wenn es rausgeht. Sonst fliegt sie einem (und die anderen dann mit) um die Ohren xD Aber die beruhigt sich nach paar Metern und dann kann man auch normal spazieren gehen. Aber die Rudeldynamik ist schon nicht zu unterschätzen.

    Nach den Welpen in 2017 hatten wir uns für 2018 irgendwie mehr vorgenommen. Aber meine Fortbildung, Prüfung und Wochenenddienste haben das irgendwie verhindert. Wir hatten paar schöne Turniere, paar mal Treppchen, Klassenerhalt geschafft - insofern also alles gut. Der Nachwuchshund hat jetzt schon mal die BH gemacht und erfordert sowieso vieeeel Zeit und Energie im Aufbau - da fehlen mir die Turniere irgendwie grad gar nicht xD Und mal ein freies Wochenende ist ja auch ganz nett, haha.

    2019 greifen wir an! Vielleicht :D

    Von dem Buch halte ich nix :P Haha, ich musste es nach paar Seiten zurückgeben, das war furchtbar zu lesen |)

    Und keine Sorge, es sollte nicht so klingen, als ob ich dir "Kastration aus Bequemlichkeit" vorwerfen wollen würde. Ganz sicher nicht. Die Entscheidung ist halt wirklich keine einfache.


    @100tausendVolt Leo Mal eine Frage aus Interesse - hat dein Hund auf dem Spaziegang oder irgendwann anders denn mal die Möglichkeit einfach nur zu laufen und zu flitzen? Oder machst du noch irgendwas anderes mit ihm?

    Speziell bei Hundebegegnungen nicht wirklich. Aber am allgemeinen Stresspegel merkt mans ihr definitiv an, was ein Mitgrund für die Kastra ist.Also man merkt ihr schon 2 Monate vor der Läufigkeit an, dass sie quasi unter Strom steht und sie sich irrsinnig selbst regulieren muss, um einfach normal spazieren zu gehen, auch ohne Reize. Über die Läufigkeit ist sie dann fast schon melancholisch und etwas nach der Läufigkeit hat sie dann ihre (von uns so genannte) Labradorphase. Da ist sie gut drauf, reagiert angemessen auf Reize, arbeitet gut mit und ist insgesamt fröhlicher und gelöster. Also Zyklusphasen sind bei ihr teilweise wirklich übertypisiert vorhanden.


    In solche Fällen kann Kastration dann aber wiederum schon helfen.
    Ich kenne bei Shelties einige Beispiele, wo Hündinnen in den Läufigkeiten teilweise monatelang "zu nichts mehr zu gebrauchen waren" - die haben sich allesamt nach der Kastration eher ins Positive entwickelt.

    Die Kastration bei der Hündin hilft da oft leider eher wenig. Unsere BC Hündin ist im Alltag ein Traum - nur bei Hundebegegnungen flippt sie aus. Wir haben sie aus anderen medizinischen Gründen dann kastriert, ihr Verhalten gegenüber Fremdhunden hat sich aber nicht verändert.

    Eine Hündin aus dem Freundeskreis wurde nach der Kastration tatsächlich verspielter mit anderen Hunden, hatte aber davor kein Problem mit ihnen, halt nur kein Interesse.

    Wenn die Kastration nur wegen Verhaltensproblemen bei der Hündin durchgeführt werden soll, rate ich eher davon ab. Es gibt auch Berichte, dass Hündinnnen nach einer Kastration durch "Testosteronüberschuss" dann sogar noch heftiger werden.

    Hä was???? xD


    Ist mir persönlich eigentlich ziemlich egal, wer jetzt welche Rasse als Arbeitrasse ansieht oder nicht. Ich denke auch innerhalb der Rasse gibt es teilweise erhebliche (!) individuelle Unterschiede.

    Mein erster Sheltie war von Anfang an eine Arbeitsmaschine ... die wäre ganz sicher in jeder "normalen Familie" nicht mehr rund gelaufen. Ganz egal ob jetzt jemand sagt "ist ja nur ein Sheltie". Mein zweiter Sheltie, den hab ich mir zum Arbeitshund "geformt" - die wäre vermutlich bei anderen Menschen ein unauffälliger Sofahund geworden.

    Ich denke, man sollte das nicht nur an der Rasse festmachen, sondern jedem Hund auch zugestehen ein gewisses "Eigenpotential" mitzubringen. Natürlich müssen wir uns nicht darüber unterhalten, dass manche Rassen "genetisch bedingt" schon ein gewisses Betriebssystem auf der Festplatte installiert haben und daher auch ein "spezielles Programm" benötigen. Sonst wäre das ganze System der Rassehundezucht ja sinnlos.

    Aber nichts ist so schwarz und weiß, wie es auf den ersten Blick ausschauen mag ...