Natürlich klingt das erstmal alles schön auf dieser Seite und ich glaube auch wirklich, dass da Menschen sind, die die "Problemzonen" ihrer Rasse kennen und versuchen etwas zu ändern.
ABER - man sollte trotzdem nicht dem Irrglauben erliegen, dass jeder gezüchtete Hund in diesem Verein diesem Kriterium entspricht. Auch eine "moderate" Anatomie ist doch noch lange kein Garant für genug Platz in der Nasen- und Maulhöhle, sagt noch nichts über die Allergieanfälligkeit aus, oder die Neigung für Bandscheibenvorfälle.
Selbstverständlich ist es absolut begrüßenswert und lobenswert, wie intensiv die Hunde dort untersucht werden - aber wenn es so "einfach" wäre, dann würde es keine kranken Frenchies mehr geben. Und natürlich werden auf dieser Seite mit Sicherheit keine Hunde gezeigt, die die Kriterien leider nicht erfüllen (wäre ja auch schlechte Werbung). Es gibt keinen "perfekten" Hund und irgendwo wird man immer Abstriche machen müssen in der Zucht. Btw sieht man bei fast allen dort geposteten Rüden Veränderungen der Brustwirbelsäule!
Ja, "anfangen" muss man immer irgendwo. Wenn man es denn so erstrebenswert findet eine Rasse zu erhalten, die einfach durch ihr äußeres Erscheinungsbild praktisch zum Krüppel gemacht wird. Wenn es welche gibt, die "besser" sind, heißt es nicht, dass es schon "gut" ist. Ich - persönlich - finde es einfach ein unfassbares Verbrechen, was wir diesen Tieren antun - und das alles NUR wegen einer perversen Optik. Wir haben einem LAUFTIER Beine, Nase und Fang weggezüchtet, damit es "drollig" und "frech" aussieht. Und dann muss es mit Atemnot, Allergien, chronischen Augenleiden und Schmerzen des Bewegungsapparates leben. Wieso nicht einfach mal den Egoismus hinten anstellen und weiteres Leiden ersparen, anstatt noch Generationen von multimorbiden und "vielleicht" freiatmenden und "hoffentlich schmerzfreien" Bullies in die Welt setzen? Und alle die "leider" das Ziel des gesunden Bullies nicht erfüllen, was passiert mit denen? Kollateralschaden?