Ich glaub die Geschichte nicht ganz.
Erstmal ... eine Hündin ist nicht "plötzlich" tragend - man kann sich also VORHER informieren, welche Kosten auf einen zukommen und WO man im Falle eines Falles hinfahren muss/kann. Das gehört zu einer normalen "Vorbereitung" !!! Ich lege mir dieses Geld also VORHER zurück und habe es dann parat, wenn ich es brauche.
Zweitens ... damit eine Hündin an den Folgen einer Dystokie verstirbt, muss ja nun wirklich ein bisschen Zeit vergehen. Ich frage mich, wie lange hier tatsächlich gewartet und "nur" zugeschaut wurde.
Drittens ... wir kennen die Aussagen der Kliniken und Tierärzte NICHT. Davon abgesehen, dass es absolut frech ist, zu erwarten, dass Tierkliniken zum Selbstkostenpreis Mitarbeiter aus dem Bett zu klingeln, damit sie bei einer sehr aufwendigen OP helfen.
Viertens - nein - diese Fälle sind kein Einzelfall! Sondern das tägliche Brot der meisten Tierkliniken. Nicht zahlende (teilweise sogar dreist lügende) Kunden sind nicht die "seltene" Ausnahme, sondern leider, leider regelmäßig Alltag! Wegen "mal" 2000 Euro geht keine Klinik bankrott. Aber wenn man die Gesamtheit und die Ausstände der meisten Kliniken ansieht, erreicht das ganz andere Dimensionen. Jeder muss und möchte für seine Arbeit bezahlt werden, erst recht mitten in der Nacht. Und das erklärt auch, warum Kliniken ein solch striktes Vorgehen durchziehen müssen!
Fünftens - ist es für eine Tierklinik auch ein Unterschied ob man "Stammkunde" ist, also "bekannt" ist, oder Neukunde und sozusagen noch gar kein Vertrauensverhältnis besteht. Bei langjährigen Stammkunden ist auch oft Ratenzahlung kein Problem, wenn es mal eng werden sollte. Man kann in der Regel über alles reden, wenn die BASIS stimmt! Gerade aus dem Grund mache ich mich doch VOR Problemen schlau, welcher Tierarzt mir im Notfall die Hündin operiert, gerade wenn ich weiß, dass ich keine Kohle habe ...
Dazu kommt, dass die meisten Tierkliniken durchaus mit Ratenzahlungsvereinbarungen und/oder anderen Verrechnungsfirmen zusammenarbeiten - ist aber auch hier die geprüfte Bonität im Voraus schlecht, dann geht es eben nur "bar" oder mit Bürgen und eine Ratenzhalung wird abgelehnt.
Sechstens ... ich kann mir nicht vorstellen, dass eine TK bei einer sofortigen Anzahlung von 800 Euro und dem Versprechen bis zur Abholung des Tieres den Restbetrag aufgetrieben zu haben, eine Behandlung verweigert.
Nein, irgendwas stimmt an der Story nicht. Mit Sicherheit hätte es einen Weg gegeben der Hündin zu helfen ...