Beiträge von Bonadea

    Hier mal auf die Schnelle ein Foto von Kalle. Man nehme das eine Hinterbein, stelle es nach vorne und der Hund mit einem absolut geraden Ruecken steht fast so wie ein DSH. Ohne da trainiert oder gar dafuer gezuechtet zu sein...

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    Naja ... trotzdem weit entfernt von dem Bild eines HZ DSH (zum Glück :P)
    Der Rücken fällt ab, ist aber trotzdem grade!

    das tut doch auch niemand.

    Mir fehlt bei der Wahrnehmung des Problems nur die reale Relations - auch wenn jetzt gleich wieder das whataboutism Geschrei losgeht (für mich persönlich übrigens das DF Unwort des Jahres)... ich sehe einfach nicht, dass das Problem angeblich um so vieles Größer ist, als bei vielen anderen Rassen.

    Wie oben schon gesagt, die Funktionalität des DSH hat in der HZ gelitten und es gibt immer wieder mal Probleme, aber die sehe ich ebenso bei anderen Rassen, gerade Schweizer und Berner Sennehunde, Leonberger und Neufundländer fallen mir da in gleichem Maß negativ auf. Da sieht das Gangbild zwar durch die Winkelung anders aus bei Problemen, aber auch da ist das Gangbild sehr früh sehr gruselig.

    Und mir stellt sich halt wieder die Frage, wieso muss ein HZ DSH bis ins hohe Alter "richtige" Arbeit vollbringen müssen und gilt als krank wenn er mit 8 Jahren in Rente gehen muss und bei anderen Rassen wird es gar nicht erst gefordert und sie gelten trotzdem als gesund?
    Viele Rassen würden in dem Alter aufs Altenteil geschickt werden müssen, weil sie auf Grund von Gewicht, Winkelung, Größe, etc massive Verschließerscheinungen in der Gesundheit zeigen würden.

    Wie gesagt, es sagt niemand, dass alles rosarot und 1000% gesund ist, nur hat sich für mich da einfach die Realtion in der Wahrnehmung verschoben.


    Neufundländer/Leonberger etc. haben eher das umgekehrte Problem. Ein viel zu kurzes Hinterbein, ein steiles Sprunggelenk und instabile Sprunggelenke die nach cranial kippen - kombiniert mit zuviel Körpermasse. Dadurch haben sie ein Stabilitätsproblem und einen kurzen, staksigen Gang, was ebenfalls zu einem unrunden Gangbild mit frühzeitigem Verschleiß führt.

    Aber wie gesagt, jede Rasse hat eben bestimmte Schwachstellen. Und dieses Thema ist doch gerade deshalb so wertvoll, weil man diese Dinge in den Fokus rückt. Ich finde das gut und man muss halt ehrlich sagen, die meisten Vorurteile entstehen ja nun wirklich nicht "einfach so". Im Gegensatz zu anderen Rassen, wird beim DSH durch die bewusste übetriebene Präsentation die ohnehin schon recht ausgeprägte Anatomie leider durch die Rasseszene selbst noch mehr in den Mittelpunkt gerückt. Da darf man sich über ein "Wahrnehmungsproblem" halt auch nicht wundern, denke ich.

    bordy: Nimmst du da auf irgendwas konkret Bezug, was ich geschrieben habe? Nur damit ich weiß, ob ich mich da jetzt persönlich angesprochen fühlen muss :tropf: Im Übrigen scheine ich deine Bilder nicht gesehen zu haben. Ich finde das schon interessant mit den Vergleichsbildern und finde schon, dass man bei "normal" gebauten Hunden natürlich eine "abfallende Rückenlinie" produzieren kann, aber Hunde mit Karpfenrücken und deutlich rückständiger Hinterhand, sehen halt trotzdem nochmal anders - findest du nicht?

    Es gibt ein sehr gut recherchiertes Buch (Hunde in Bewegung), dort standen Zahlen zur Länge der Hinterbeine drin. Ich besitze das Buch nicht, kann also bzgl. der Studie nicht nachschauen, aber jemand hier hatte das einige Seiten zuvor gepostet. Das komplette Buch ist sehr wissenschaftlich geschrieben, daher halte ich die Angaben für seriös. Aber da kann ja gerne nochmal wer schauen, ob es da eine konkrete Quellenangabe zu gibt.

    Ich kenne leider aus meiner Tätigkeit auch ein paar Hochzuchten, die wirklich alles andere als stabil und gesund sind. Die sind teilweise mit 4 oder 5 Jahren so durchtrittig und kaputt auf den Knochen, dass die nur noch schlecht aufstehen und laufen können. Gehört für mich ins Qualzuchtthema genauso wie Brachycephalie, Falten und andere Auswüchse der extremen Zuchtformen. Denn das sind Veränderungen der Anatomie, die ja ganz bewusst herbeigeführt werden für ein rein optisches "Idealbild". Daher denke ich ist hier Kritik genauso angebracht, wie bei anderen Rassen.

    Sicher sind nicht ALLE HZ DSH kaputt, aber jetzt so zutun als würde es die gar nicht geben oder nur ganz selten mal geben ... nun ja .... ich denke, dass ein Goßteil dieser Hochzuchten für RICHTIGE Arbeit nicht zu gebrauchen ist, bzw. diese Hunde nur noch für einen eingeschränkten Zeitraum "nutzbar" bleiben.

    Wäre dem nicht so, dann wäre der HZ DSH doch wohl auch noch ein Gebrauchshund, den man außerhalb des Showringes auch noch irgendwo sehen müsste? Aber die Leute, die "ernsthaft" arbeiten, scheinen sich wohl eher nicht für das Modell "Watschelente" zu interessieren.


    By the way ... mir geht es hier nicht um DSH-Bashing (es fühlen sich halt immer schnell alle angegriffen, wenn man die eigene Rasse kritisiert) - ich sehe zB. auch beim Collie und einigen Showhütis recht ähnliche fragwürdige Tendenzen.

    Die britischen Collies z.B. die man hier auf Shows sieht, die sind auch alles andere als "funktional". Tonnen an Fell. Mikroaugen und eine Hinterhand zum Gruseln. Die haben teilweise einen furchtbaren Entengang und keine Stabilität mehr. Da fragt man sich auch, was aus dem einstigen "Gebrauchs-Allrounder" geworden ist ... ein Fellklops ohne Augen, Schiss vor Untergründen und null Körpergefühl mehr. Vielleicht noch keine direkte "Qual", aber definitiv die völlig falsche Richtung.

    Lieblings-Kevin:
    (natürlich hab ich die Erlaubnis der Besitzerin)

    LZ SV Schäferhund

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    Schöner Hund. Sieht jedenfalls stabil aus.

    Und Lilly:

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    Die beiden Bilder oben und unten sind am selben Tag entstanden.


    Hier wäre ich mal gespannt wie es ausgewachsen aussieht. Die Hinterhand erscheint jedenfalls nicht so stabil (und man sieht auch hier wieder wie sehr die Hinterbeine im freien Stand UNTER dem Hund stehen und die ausgeprägte Beugung der Hanken und Tendenz zur plantaren Fußung).


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    1 Tag Abstand.
    Ich habe diese Bilder ausgesucht, weil die Perspektive annähernd gleich ist, auch wenn ich das Bein weiter raus stelle, bekommt der Hund keinen krummen runden Rücken oder Stufenheck


    Gefällt mir auch gut. "Kompakter" Hund.


    Ich persönlich sehe bei den Show-DSH halt mehrere anatomisch Probleme ...

    1) Karpfenrücken (also extrem aufgewölbte Rückenlinie mit "Knick")
    2) ein zu langes Hinterbein
    3) zu lockerer Bandapparat

    Ich habe durchs Forum gelernt, dass ich in der Ecke in der ich bin schon richtig bin. Die Hütehunde und gebrauchshundeecke ist meine. Retriever, Terrier und Jagdhunde sind nicht meines.
    Windhunde und Hunde vom Urtyp auch nicht.

    Zudem keine Rasse die man mühsam zur Zusammenarbeit motivieren muss, das macht mir keinen Spaß. Ich bremse lieber, als anzutreiben.

    Lg


    So geht's mir auch!

    Ich hab meine Rasse einfach gefunden und bin sehr dankbar, dass ich in der Hinsicht direkt ins Schwarze getroffen habe. Trotzdem schaue ich gern mal über den Tellerrand und finde es interessant, in anderen Rassethreads zu lesen.

    Naja - nicht alle Begriffe sind immer logisch und trotzdem wissen alle was gemeint ist :ka:
    Ich kenne keine (Haus)Frau, die mit ihrem Hund leistungsmäßig trainiert und sich vom Begriff "Hausfrauenagility" in irgendeiner Form beleidigt gefühlt hat (eher im Gegenteil). Und ich kenne da durchaus ein paar.

    Keine Ahnung, wieso hier einige so darauf anspringen. Mir kam bis jetzt nie in den Sinn, dass das für manche so einen negativen Touch hat.