By the way - der wachsende Markt an Fleischersatzprodukten und Bio-Produkten generell ist bestimmt nicht "einfach so" entstanden. sondern weil es eine (mittlerweile sehr goße) Nachfrage dafür gibt. Was wiederum bedeutet, dass immer mehr Menschen ihr Konsumverhalten in gewisser Weise hinterfragen und damit auch einen Einfluss auf die angebotene Ware haben.
Es gibt ja auch Leute, die glauben, sie würden dran sterben, mal eine einzige Mahlzeit ohne Fleisch zu essen. Mein Cousin hat mal seinen Geburtstag gefeiert und weil er selbst Vegetarier war und auch viele Vegetarier eingeladen hatte, gab es für alle selbstgemachte vegetarische Pizza. Einige haben sich angestellt als wenn sie daran sterben würden.

Jaaaaa, das ist zwar schon etwas her, aber genau das Gleiche hab ich auch mal erlebt
Wahnsinn ... wenn man's nicht besser wüsste könnte man es vielleicht "Veganophobie" nennen oder so
Also praktisch die Angst vor der Gefahr, dass man sich mit Veganismus infiziert, wenn man offensichtlich einmal kein Fleisch isst!
Wie homophobe Männer, die sich in Gegenwart eines schwulen Mannes schon direkt belästigt fühlen.
Zu Weihnachten werde ich bei einem Teil der Familie immer noch "bemitleidet", dass ich zu Weihnachten "nur" Beilagen essen kann. Noch schlimmer ist es, wenn ich meinen "vegetarischen Braten" in der Tupperdose mitbringe (den ich mit dem anderen Teil der Familie an Heilig Abend esse und der mittlerweile Tradition hat). DAS muss man mal erlebt haben. Jedes Jahr dann die gleichen Diskussionen übers Fleischessen, die nie, nie, nie von mir angestoßen werden. Aber der bloße Anblick eines vegetarischen "Bratens" entfacht die immer gleichen Diskussionen.
Und meine Tante ist nach wie vor davon überzeugt, dass "echte Jungs jeden Tag was Ordentliches auf dem Teller brauchen". Aus diesem Grund nehme ich schon oft gar nix mehr mit und esse einfach Beilagen, um mir das schon mal zu sparen.
Ich finde es echt so angenehm, dass in meinem Kollegenkreis und in meinem Freundeskreis mittlerweile sooo viele vegetarisch leben. Man kommt sich einfach nicht mehr wie ein Außerirdischer vor! Und viele meiner Kollegen sind Jäger oder auch einfach keine Vegetarier und trotzdem kann man mit denen einfach mal normal essen gehen und jeder nimmt Rücksicht und keiner macht blöde Sprüche. So angenehm. Es geht also schon. Das Zauberwort heißt einfach Akzeptanz und Toleranz.
Bis jetzt hatte ich erst eine wirklich richtig abgedrehte Begegnung mit wirklich militanten Veganern - und das war, wie könnte es anders sein, in einem FORUM. Ich dachte damals ich würde dort gute Rezepte und einen interessanten Austausch finden. Aber da tummelten sich tatsächlich einige sehr militante Gestalten und ich war nach 3 Tagen wieder weg.
Alleine der Satz "Ich würde niemals einen Omnivoren umarmen" ist mir da im Gedächtnis geblieben. Die sind halt nicht mehr ganz dicht. Aber gut .... 
Im realen Leben kenne ich das nicht und ich habe sogar mit einer Veganerin mal zeitweise in einer WG gewohnt. Mich wollte da nie jemand missionieren. Interessante Gespräche und Diskussionen gabs etliche, aber keine Vorwürfe.