Hi Sunti
Was die „halbwitzigen“ Sprüche angeht: Die finde ich halt nervig, wenn sie zum 30. Mal kommen, obwohl sie schon beim ersten Mal nicht lustig waren. Es stören mich im Kollegenkreis aber eher Diskussionen und immer die gleichen Fragen in der Mittagspause. Ich hab da vor der Pause Diskussionen und danach, in der Pause hab ich da eher keinen Bock drauf.
Richtig ärgern tut mich aber die Wahrnehmungsverschiebung, dass es immer die „Veggies“ sind, die das Diskutieren anfangen. Oder wenn jemand meine Essensweise kritisiert, weil, wenn ich denn schon über mein Essen nachdenke, dann soll ich gefälligst alles möglichst richtig machen. Und das erlebe ich für meinen Teil nicht aus der Veganerecke.Mit dem Begriff „Gutmenschen“ tue ich mir prinzipiell schwer, weil der iso wenig greifbar diffamiert, ohne dass klar wird, was kritisiert wird. Da fühle ich mich bzw. Andere einfach nur abgewatscht ohne zu wissen, wofür
Das geht mir auch echt übelst auf den Nerv.
Noch heute - nach über 15 Jahren "Fleischabstinenz" und in einer Zeit, wo ich noch NIE ungefragt jemanden beim Essen meine Meinung über Fleischkonsum unterbreitet habe - werde ich auf Familienfeiern beim Grillen mit einem Augenzwinkern gefragt: "Na, vielleicht doch ein Stück Fleisch für dich?".
Es. Nervt.
Und wenn man sagt, dass es nervt ist man ja gleich der "unlustiger Vegatetarier, der ja gar keinen Spaß versteht" . Manchen "pöbeln" so lange rum, bis sie das Gefühl haben "der Vegetarier" entspricht genau ihrem Vorurteil, nur damit sie sich dann irgendwie bestätigt fühlen.
Und zum Thema "Luxusproblem" - weil wir also ein Luxusproblem haben, sollen wir alles ungefragt konsumieren und nicht über unser Konsumverhalten nachdenken, sondern einfach dankbar sein?! Sorry ... aber nein.