Beiträge von Bonadea

    Ist mir einmal passiert. Als wir von unserem Italienurlaub auf der Rückreise waren und irgendwo in Bayern in einem schicken Landhotel genächtigt haben. Da gab es auf der Speisekarte genau null Sachen, die vegetarisch waren. Als wir nachfragten, ob sie irgendwas so umwandenln konnten, dass kein Fleisch dabei ist, wirkte die Bedienung total angesäuert und hat mich angeschaut wie ne Außerirdische.

    Naja, willkommen habe ich mich nicht gefühlt ... aber das war eh komisch. Mein Vater hatte direkt am Telefon gesagt, dass wir mit drei Hunden kommen und gefragt ob das ok sei. Sei alles kein Problem - sagten sie. Dann dort angekommen wurden wir sehr distanziert behandelt.

    Bzgl. Essen ist mir das sonst noch in keinem anderen Restaurant passiert.

    Bei Rita, der aktuellsten Hündin, dachte ich noch "Ja wow, das geht in die richtige Richtung, super!"

    Dann kam Hündin zwei, mit massiven unterbiss und definitiv kürzerer Nase und dann tadaaa, Hündin drei, noch kürzere Nase. Und da wurde auch noch die lange Nase so hervorgehoben... Sprich, über kurz oder lang wird auch diese Zucht bei den gleichen Problemen landen. Zu kurze Nasen, kein Platz für die wichtigen Dinge eines Hundekörpers.

    ich verstehe absolut was du meinst, Bonadea, bitte nicht falsch verstehen! Und ich geb dir auch irgendwo Recht... Ich bin nur immer wieder traurig und entsetzt, wie leicht die Leute es sich schön reden.

    Das Problem ist einfach ... die Leute wollen einfach diese Optik, aber diese Optik gibt es eben nur mit den negativen Begleiterscheinungen. Und diese werden stillschweigend in Kauf genommen, so lange man sie mit irgendwelchem fadenscheinigen Argumenten rechtfertigen kann.

    Für mich persönlich wäre die F1 Generation auch etwas, womit man vom tierärztlichen Standpunkt aus leben könnte. Vermutlich immer nochmal Probleme mit Rückwärtsnießen, auch Bandscheibe dürfte Thema bleiben ... aber die Atmung an sich und die komplette Anatomie hätte schon einen deutlichen positiveren Schwung bekommen. Alles darüber ist einfach schon wieder zu sehr in die Richtung übertypisiert.

    Genau das finde ich so paradox. Wir lieben unsere Tiere. Und wir züchten sie zu Krüppeln, damit sie uns gefallen. Das ergibt einfach keinen Sinn. Und dann leiden wir mit ihnen und operieren sie und geben hunderte von Euros aus. Und am Ende kauft man sich genau so einen Hund wieder. Warum?! Keine Ahnung, aber es will und geht echt nicht in meinen Kopf rein. Ich würde die Leute am liebsten schütteln ...

    Und wenn ich den Satz höre "die sind aber so witzige Clowns" dann muss ich mich regelmäßig vor der inneren Eskalation abhalten.

    Aber eine Lösung gibt es im VDH halt auch nicht.

    Ich will nicht sagen, dass die Retromopsgeschichte langfristig erfolgsversprechend ist, aber ganz ehrlich .... lieber 100 Retromöpse als 100 "echte" Möpse. Immerhin konnte man den Unterschied gut erkennen. Für den einzelnen Hund ist es immer noch besser als "Retroprodukt" zu leben, denke ich.

    Für einen langfristigen Erfolg müssten sich Rasseliebhaber generell von der extremen Brachycephalie abwenden - und das scheint mir die größte Hürde zu sein, wenn man die Interviews mit "richtigen" Züchtern und Haltern anschaut.

    Ja das stimmt schon. Aber ich würde da glaube ich auch einfach kleine Brötchen backen ... man will den Tag ja eh einfach hinter sich bringen und sich nicht noch mit dem Richter anlegen.

    Aber halt trotzdem nervig, dass man sich da nie so richtig drauf verlassen kann.

    Meine eigenen MDR1 +/- Hunde (3 an der Zahl und ja, ich züchte auch ganz bewusst mit Carriern) behandel ich ganz normal. Die kriegen auch Milbemax und vertragen es tadellos.

    Dass eine erhöhte Empfindlichkeit bei +/- Hunden vorliegt wird - soweit ich da noch richtig informiert bin - auch nur von einer forschenden Uni angenommen und so gelehrt.

    Dass viele ihre +/- Hunde wie -/- behandeln lassen ist wohl eher einer gewissen Vorsicht und Panik zu verdanken. Ich sag nicht, dass es falsch ist. Nur wahrscheinlich gar nicht unbedingt immer nötig. Aber natürlich lieber einmal zu vorsichtig, als andersrum.

    Mit DM kann man das nicht vergleichen! Bei multifaktoriellen Erkrankungen, bei denen mehrere Gene beteiligt sind und man aber nur ein Gen testen kann, testet man nur ein gewisses Risiko. Der Test sagt aber im Endeffekt wenig darüber aus, ob der Hund am Ende erkrankt oder nicht und ob er die Krankheit vererbt, oder nicht.

    'Es wird auch dominant vererbt s.o.

    Co_Co : Wird aber nicht gemacht?

    http://www.abbadons-spaniels.net/de/abbadons/co…t/epilepsie.htm

    Das ist übrigens keine wirklich wissenschaftliche Quelle und die Autorin hat hier drei MÖGLICHE Vererbungswege aufgezeigt (und sich dabei noch ziemlich umständlich ausgedrückt ...). Nirgendwo steht, welchem Weg die Epilepsie beim Cocker folgt.

    Erbkrankheiten die rein autosomal dominant/rezessiv vererbt werden sind in der Regel immer einfach in der Zucht zu berücksichtigen. Im Falle von Epilepsie sieht das aber anders aus.